Die elendige Parkplatzsuche soll jetzt ein Ende haben... (Foto: Telekom)


6. Februar 2018

Weniger Co2 und Verkehr

App meldet freien Parkplatz!

Anstatt minutenlang auf Parkplatzsuche zu gehen, können sich die Autofahrer in Hamburg einen freien Parkplatz per App anzeigen lassen. Der Service ist kostenlos - und soll bald auch in anderen deutschen Städten angeboten werden

 

Wer in einer Großstadt wie Berlin oder Hamburg einen Parkplatz sucht, kennt die Ungeduld, die in einem aufkeimt, wenn es weit und breit mal wieder keine Lücke gibt. Also fährt man weiter durch die Straßen, in der Hoffnung doch noch irgendwo einen Parkplatz zu finden. Im Durchschnitt gehen für die Suche rund 20 Minuten drauf.

Doch mit der nervenaufreibenden Parkplatzsuche soll jetzt Schluss sein. Zumindest in Hamburg.

Hier hat die Deutsche Telekom 100 vernetzte Sensoren im Stadtteil Wandsbek aufgestellt, die Autofahrern über die kostenlose App „Park and Joy“ freie Parkplätze anzeigen. Bis Ende 2019 sollen weitere 11.000 Sensoren aufgestellt werden – insbesondere in der dicht befahrenen Innenstadt.

 

Und wie funktioniert die Technologie?

 

Im Boden sind eingebaute Sensoren, die erfassen, ob ein Auto über ihnen steht. Sie leiten die Daten dann über eine spezielle Funktechnologie (NB-IoT) an das Smartphone weiter. So kann der Nutzer auf einer digitalen Landkarte sehen, wo ein Parkplatz frei ist. Und das in Echtzeit. Außerdem berechnet die App die Höhe der Wahrscheinlichkeit, dass die Lücke nach einer halben Stunde noch frei ist. Dazu werden weitere Faktoren zur Berechnung hinzugezogen. Etwa das Wetter, der Verkehr oder der Kalendertag.

Eine kleine Einschränkung gibt es für die Autofahrer aber dennoch: Die Technologie soll nämlich hauptsächlich für Parkplätze eingesetzt werden, die Geld kosten.

Autofahrer können sich mit der App aber auch den Gang zu einem Parkticketautomaten sparen, indem sie den Parkschein einfach per Handy bezahlen. Dafür können die User mithilfe einer Drehscheibe auf dem Handy die voraussichtliche Parkdauer einstellen.

 

Kommt die Parkplatz-App auch in andere Städte?

 

Ziel der Deutschen Telekom ist es, die App in ganz Deutschland einzusetzen. Und tatsächlich folgen auf Hamburg noch achtzehn weitere Städte wie Dortmund, Bonn, Moers oder Duisburg, in denen die Sensoren in diesem Jahr noch aufgebaut werden sollen.

Die gesamten Kosten für die Parkraumüberwachung trägt der Dienstleister für Kommunikationstechnologie T-Systems. Und auch für die App-Nutzer ist der Service ist kostenlos. Refinanzieren soll sich das Ganze aus den Gebühren für Premiumleistungen, wie zum Beispiel die Navigation zu den freien Parkplätzen.

Ob Hamburgs Autofahrer die App wirklich rege nutzen, bleibt mit Spannung abzuwarten. Denn wie viele Sensoren tatsächlich verbaut werden, hängt davon ab, wie das Angebot angenommen wird…