17. März 2018

Krisenmanagement

Blackout: Was tun, wenn das Stromnetz zusammenbricht?

Es ist die Horrorvision einer jeden Kommune: Mitten in der Nacht brechen in der Region alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Was tun? Ein Forschungsprojekt der Universität Paderborn gibt Kommunen nun erstmals Konzepte für Pandemien an die Hand.

 

Text: Annette Lübbers

 

Ein erschreckendes Szenario: Terroristen hacken sich in das europäische Stromnetz. Von einer Sekunde zur anderen sind Privathaushalte, Behörden und Unternehmen ohne Strom. Trinkwasser, Lebensmittel und Benzin werden knapp, Sicherheitseinrichtungen versagen, der Verkehr kommt zum Erliegen, die Kommunikationswege brechen zusammen. Die Folgen: Plünderungen, Massenunruhen, Hamsterkäufe. Wie sehr unser Leben vom Strom abhängt und welch katastrophalen Folgen ein Angriff auf das europäische Stromnetz haben könnte, beschreibt der 2012 erschienene Roman „Blackout“ des österreichischen Schriftstellers Marc Elsberg in dramatischen Szenen.

 

Vorbereitet auf den Angriff aufs Stromnetz

 

Szenarien wie dieses bilden den Hintergrund für das Projekt „Interkommunale Konzepte zur Stärkung der Resilienz von Ballungsgebieten (INTERKOM), finanziert vom Bundesforschungsministerium. Von 2014 bis 2017 untersuchte die Universität Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Innen- und Gesundheitsministerium NRW, dem Robert-Koch-Institut, weiteren universitären Partnern wie Kommunen sich am besten für den Ernstfall rüsten können. Dabei ging es vorrangig um das Handling eines flächendeckenden Stromausfalls, aber auch um den Ausbruch von Pandemien oder einen Angriff mit Biowaffen. Für das Projekt rief die Uni deutsche Städte zur Unterstützung auf. An INTERKOM beteiligten sich unter anderem Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Büdingen, Solingen und der Landkreis Osnabrück.

Armand Schulz, bis zum Abschluss des Projektes Projektleiter an der Uni Paderborn: „Unsere Kommunen fangen – bis auf wenige Ausnahmen – erst jetzt an, sich mit solchen, durchaus realistischen, Szenarien auseinanderzusetzen. Einige wenige – etwa Dortmund – haben immerhin bereits Planungen für den Pandemiefall. In Hannover gibt es bereits sehr gute Notfallpläne für einen flächendeckenden Stromausfall. Ausgangspunkt unserer Überlegungen war folglich, dass alle deutschen Städte entsprechende Notfallpläne entwickeln sollten. Und dafür haben wir an der Uni Paderborn Grundlagen erarbeitet.“

 

Wie diese Grundlagen aussehen und welche Kommunen sie bereits anwenden, lesen Sie in der kommenden Ausgabe von KOMMUNAL, die am 28. März erscheint.

 

Lesen Sie die vollständige Reportage in unserer nächsten Ausgabe von KOMMUNAL, erhältlich am Kiosk oder über unser kostenloses Probeabo.

 

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legt der Durchschnittsdeutsche am Tag zurück. Davon 2/3 mit Auto oder Motorrad. Bus und Bahn machen weniger als 3 Prozent der Strecken aus. (Quelle: stat. Bundesamt)