6. Juli 2017 | Von: Christian Erhardt-Maciejewski

Netzbündnis

Internet: Netzbündnis soll Anbindung deutlich verbessern

Es bleibt DIE Herausforderung der Digitalisierung - ohne schnelles Internet keine Zukunft. Vor allem auf dem Land hängt das Netz noch in weiten Teilen. In Rheinland-Pfalz haben sich nun 20 Verbände und Unternehmen zusammengeschlossen - und wollen gemeinsame Sache mit der Landesregierung machen.

 

Noch heißt das Papier nur: „Absichtserklärung“. Und Papier ist bekanntlich geduldig. Doch was in dieser Woche in Rheinland-Pfalz unterzeichnet wurde, ist auch deutschlandweit ein Hoffnungsschimmer für viele von langsamen Internetleitungen geplagte Bürger und Unternehmen.

Immerhin rund 20 Verbände und Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, auch Ministerpräsidentin Maul Dreyer gehört dazu. Außerdem große Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Vodafone, O2 sowie 1 und 1.

 

Schnelles Internet? Das steht wirklich drin in dem Papier

 

Die Teilnehmer sagen in der Absichtserklärung einen „marktgetriebenen und wettbewerbsorientierten Auf- und Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen“ zu. Das Land verspricht, private Investoren zu fördern und „Unternehmen und Bürgern ein bestmögliches Angebot an Infrastruktur und Diensten zu sichern“. Besonders wichtig, gerade im ländliche geprägten Rheinland-Pfalz: Es geht beiweitem nicht nur um Ballungsgebiete. Ein extra Passus soll sichern, dass vor allem in der Fläche investiert wird. Wörtlich heißt es: „Auch strukturschwache Gemeinden werden mit Glasfaseranschlüssen erschlossen“.

 

Wie ist es um schnelles Internet wirklich bestellt und was ist realistisch erreichbar?

 

Mit der Initiative für schnelles Internet will sich Rheinland-Pfalz auf den Weg in die Gigabit-Gesellschaft machen

Mit der Initiative für schnelles Internet will sich Rheinland-Pfalz auf den Weg in die Gigabit-Gesellschaft machen

Viel Prosa, führt man sich vor Augen, dass selbst das Ziel, flächendeckend 50 MBit/sec zu erreichen, noch lange nicht Realität ist. Hier wird das Papier aber sehr konkret. Bis Ende kommenden Jahres sollen Übertragungsraten von 50MBit/sec überall verwirklicht sein. Langfristig spricht das Papier jedoch von 1000 MBit/sec, einem sogenannten Gigabit-Netz. Hier peilt der Verband das Jahr 2030 an. Bis dahin soll auch die Verzögerung bei der Verarbeitung von Daten im Netz verkürzt werden. Das ist vor allem für Anwendungen etwa in der Telemedizin wichtig.

Mehr zum Netzbündnis Rheinland-Pfalz finden Sie HIER auf den Seiten der Landesregierung