Die Bundesregierung will Elektrobusse im ÖPNV stärker fördern. ©Joeb07/wikipedia


15. Mai 2017 | Von: Rebecca Piron

Mobilität

Elektrobusse stärker fördern

Wenn Städte und Gemeinden zum Umweltschutz beitragen möchten, geht es nicht vorbei an der Elektromobilität. Die Bundesregierung plant nun eine Förderung von Elektrobussen im Nahverkehr. Bis zu 80 Prozent des Preisunterschieds könnte die Förderung ausgleichen.

 

„Der Umstieg auf Elektrobusse kann dabei helfen, die Umwelt- und Lärmbelastung in den Städten zu verringern und so die Lebensqualität zu verbessern“, sagt Timm Fuchs vom DStGB. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt die geplante Förderung für Elektrobusse im ÖPNV. Die Anschaffung soll im Nahverkehr erleichtert werden, indem ein großer Teil der Preisdifferenz zu herkömmlichen Bussen übernommen wird. Eine entsprechende Förderrichtlinie wurde laut Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen bei der EU-Kommission vorgelegt.

DStGB-Beigeordneter Timm Fuchs begrüßt die Förderung der Elektrobusse im ÖPNV.

DStGB-Beigeordneter Timm Fuchs begrüßt die Förderung der Elektrobusse im ÖPNV.

Die Richtlinie soll es erlauben bis zu 80 Prozent der Mehrkosten zu fördern. Auch wenn man die Betriebskosten mit einrechne, seien Elektrobusse heute noch teurer als herkömmliche Busse, so die Begründung der Bundesregierung. Auch die Umweltministerkonferenz hat sich in diesem Monat bereits einstimmig für eine öffentliche Förderung von Elektrobussen im Nahverkehr ausgesprochen. Sie fordert die Bundesregierung auf, die Anschaffung von Elektrobussen im kommenden Jahr mit 50 Millionen Euro und in den Folgejahren mit jeweils 100 Millionen Euro zu fördern. So könnten im ersten Jahr 250 und in den Folgejahren je 500 Elektrobusse angeschafft werden.

 

Elektrobusse über Anschaffung hinaus fördern

 

Timm Fuchs sieht großes Potential in der Förderrichtlinie. Die Förderung werde zu mehr Bestellungen führen und so die Preise für Elektrobusse nachhaltig senken. Er gibt jedoch zu bedenken: Die wesentlich höheren Kosten für ÖPNV-Unternehmen stecken im Um- und Neubau der Infrastruktur auf den Betriebshöfen und bei den Ladevorrichtungen. „Diesbezüglich ist nicht allein der Bund, sondern auch die Länder in der Verantwortung, was im Beschluss der Umweltministerkonferenz nicht ausreichend zum Ausdruck kommt“, sagt Fuchs. Zudem sei die Umweltprämie, die ohnehin nicht ihre erhoffte Wirkung zeige, abzuschaffen. Die Prämie sei besser für den ÖPNV, die Flotten der Kommunen und kommunalen Unternehmen, sowie den Lieferverkehr zu verwenden.

 

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