Friedhof (hier Karlsruhe) - die Leerstände werden größer...


20. September 2017 | Von: Rebecca Piron

Bestattungen

Friedhof: Letzte Ruhe unterm Baum?

See-, Wald-, oder Diamantbestattung – Die traditionelle Sargbeerdigung hat ausgedient. Die Leerstände auf Friedhöfen werden größer, die Kosten für Friedhofsbetreiber steigen. Friedhöfe neu denken: Wie es gehen kann, zeigen Kommunen wie Aschersleben und Karlsruhe.

 

Friedhöfe sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Und so wie sich die Gesellschaft wandelt, tut es auch der Friedhof. Wenn Friedhofsleiter André Könnecke über den Zentralfriedhof in Aschersleben läuft, sieht er von einer Landschaftsgärtnerin gestaltete Wiesenlandschaften, brachliegende Flächen und einen Tierfriedhof.

Hier lassen sich gesellschaftliche Trends ablesen, die Friedhöfe in ganz Deutschland verändern: Da Angehörige immer seltener vor Ort sind, lassen sich viele Menschen auf Gemeinschaftsgräberfeldern beerdigen. Diese sind pflegefrei und kostengünstig.

 

Die ganze Reportage in unserer aktuellen Ausgabe im Magazin – hier gehts zum kostenfreien Probeabo! 

 

Leerer Friedhof – leere Kassen

 

Unsere Reportage heißt anhand diverser Beispiele eindrucksvoll die neuen Herausforderungen im Friedhofswesen auf und gibt Tipps zur Bewältigung der Probleme.

Die ungenutzten Flächen müssen vom Friedhof gepflegt werden. Da bleibt meist keine andere Wahl als die Kosten umzulegen. „Gebührenerhöhungen sind oft notwendig“, sagt auch Oliver Wirthmann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur. „Aber sie verschlimmern das Problem. Sie machen den Friedhof unattraktiver und drängen Interessenten in Richtung privatwirtschaftlicher Alternativen.“ Wirthmann rät daher gleichzeitig individuellere Bestattungsmöglichkeiten anzubieten. Pflegefreie Gräberfelder, Kolumbarien und Baumbestattungen gehörten aktuell zu den beliebtesten Formen. „Man ist ja bereit etwas mehr zu zahlen, wenn man auch einen Mehrwert bekommt.“

Friedhof neu gedacht – ein Erinnerungsgarten

Einige Friedhöfe versuchen daher mit individuellen Angeboten Interesse zu wecken. Darunter der Zentralfriedhof Aschersleben. In der Stadt liegt im wahrsten Sinne des Wortes auch der Hund begraben. Denn hier wurde im letzten Jahr ein Mensch-Tier-Gräberfeld eröffnet. Hintergrund: Nachdem ein entwidmeter Teil des Friedhofs als Tierfriedhof verpachtet wurde, habe es viele Anfragen gegeben. Der Wunsch, Tiere auch auf dem eigentlichen Friedhof bestatten zu können, zeichnete sich ab. „Dieses Anliegen haben wir mit dem Mensch-Tier-Gräberfeld verwirklicht“, sagt André Könnecke „Wir kriegen dafür Anfragen auch von Leuten, die gar nicht hier wohnen.“

 

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