Jede Handlung hat eine Wirkung...


8. November 2017

Sonderveröffentlichung

Mit Wirkung steuern!

Wirkungen sind die Grundlage für die Ausrichtung und die Ziele des Handelns in der Verwaltung. Somit ist die Frage nach den beabsichtigten und tatsächlichen Wirkungen kommunalen Handelns für die Entwicklung der örtlichen Gemeinschaft von großer Bedeutung.

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

 

KGst

Bettina Henrichs ist Referentin im Programmbereich Lösungen der KGSt

Was wollen wir für welche Zielgruppe erreichen? ist die zentrale Frage, um die es dabei geht. Beispiele für Wirkungsziele können sein:

  • Hilfebedürftige Menschen leben in unserer Stadt solange wie möglich selbstständig.
  • Wir entwickeln bedarfsorientierten Wohnraum für junge Familien in Neubau- und Bestandsgebieten und sorgen für eine nachhaltige, positive demografische Entwicklung.

Wenn es so einfach wäre, würden „es alle tun“. Doch gelebte Wirkungssteuerung ist in den meisten Fällen noch nicht im kommunalen Alltag angekommen. Die Steuerungslücke zwischen Politik und Verwaltung ist dabei ein großes Hemmnis.

Damit Politik und Verwaltung über Dasselbe sprechen, hat die KGSt ein Webtool entwickelt, den KGSt®-Wirkungsmonitor.

KGST

Der KGst Wirkungsmonitor

 

Damit können die Zielerreichung der Wirkungsziele und die Wirkungszusammenhänge abgebildet werden

 

Über Wirkungsindikatoren lässt sich die Zielerreichung festhalten. Wirkungsorientierung ist somit ein wichtiges Merkmal einer funktionierenden kommunalen Gesamtstrategie.

Zentrale Elemente der wirkungsorientierten Steuerung sind:

  • Auseinandersetzung mit den durch das Verwaltungshandeln verursachten Wirkungen.
  • Festlegung der wesentlichen Wirkungsziele. Diese bilden auf Grundlage politischer Schwerpunktsetzungen den Rahmen für die kommunale Aufgabenwahrnehmung.
  • Verankerung der Wirkungsziele im Haushalt.
  • Messung der Zielerreichung mit Hilfe von Wirkungsindikatoren sowie
  • Aufbereitung und Kommunikation der Steuerungsinformationen als Grundlage für einen selbstlernenden wirkungsorientierten Steuerungsprozess.

 

Dabei muss nicht direkt der „Rund-um-Schlag“ erfolgen. Hilfreich für die Praxis ist, mit Pilotbereichen anzufangen und den Steuerungsansatz dann sukzessive auszuweiten –gerne auch mit Beteiligung der Bürger!

Für kleine Kommunen veröffentlichen wir noch in diesem Jahr den Bericht „Wirkungsorientierte Steuerung in kleinen Kommunen ist machbar“. Auf der Basis der Struktur des KGSt®-Wirkungsmonitors haben wir mögliche Wirkungszusammenhänge dargestellt. Außerdem haben wir ein Indikatorenset für kleine Kommunen entwickelt, das die wirkungsorientierte Steuerung unterstützen soll.

Eine weitere Arbeitsgruppe der KGSt beschäftigt sich derzeit mit der Wirkungsmessung von Integration.

Mehr Informationen:

Bettina.Henrichs@KGSt.de

www.facebook.com/KGSt.de

www.KGSt.de