Fahrrad fahren trainiert nicht nur unseren gesamten Körper, sondern ist auch wesentlich umweltfreundlicher als unser Auto


9. Mai 2018

Online-Befragung

So fördern Kommunen den Radverkehr!

Eine Umfrage des Bundesverkehrsministeriums zeigt, was sich die Radfahrer in Deutschland wünschen - und wie Kommunen den Radverkehr gezielt fördern können

 

Wie sicher fühlen sich die Deutschen auf dem Fahrrad?

Wie fahrradfreundlich empfinden sie ihre Kommune?

Zu welchen Anlässen nutzen die Deutschen ihr Fahrrad am liebsten? Und: Können Pendler ihr Fahrrad gut im ÖPNV mitnehmen?

Diesen Fragen ist der Fahrrad-Monitor 2017 nachgegangen. Mit erstaunlichem Ergebnis!

Fahrradmonitor 2017: In fahrradfreundlichen Städten wird auch mehr Fahrrad gefahren!

 

Bereits 2011, 2013 und 2015 wurden die Deutschen zum Thema Radverkehr befragt. Doch für den aktuellen „Fahrradmonitor“ wurden letztes Jahr 3000 Personen befragt und im Januar 2018 weitere 3025 Personen. Zum ersten Mal mussten die Befragten aber nun erklären, was sie von  Radschnellwegen und Fahrradstraßen halten.

Laut dem „Fahrradmonitor“ 2017:

  • Wird das Fahrrad in Orten mit guter Radinfrastruktur sogar häufiger benutzt als das Auto ( z.B. in Oldenburg, Konstanz und Bremen)
  • In ausgewiesenen Fahrradstädten wird das Fahrrad von fast allen Bevölkerungsgruppen genutzt
  • Wie oft die Menschen Fahrrad fahren, hängt tatsächlich stark von der Fahrradfreundlichkeit ab.

Die Ergebnisse zeigen, dass Kommunen sehr stark beeinflussen können, wie viele Menschen vor Ort aufs Rad steigen.

 

Doch wie schaffen Städte es, den Radverkehr zu fördern?

 

Auf diese Frage antwortet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit konkreten Handlungsempfehlungen:

  • Die Fahrradnutzung sollte von Kindesbeinen an unterstützt werden, damit das Fahrradfahren zur Gewohnheit wird. Etwa in der Freizeit aber auch in der Schule.
  • Sicherheitsinitiativen sollten verstärkt werden, weil sie auch diejenigen aufs Rad bringen, die sich sonst nicht trauen würden
  • Die Fahrradmitnahme im ÖPNV muss einfacher werden. Das gilt insbesondere für Regionen, in denen die Entfernungen zwischen den Orten größer sind und die Menschen die Strecken teilweise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln UND dem Fahrrad abfahren. Zum Beispiel im Saarland oder Thüringen. Solange das Fahrrad aber nicht mitgenommen werden oder irgendwo untergestellt werden kann, werden nur wenige vom Auto aufs Rad umsteigen.
  • Radschnellwege können den Fahrradverkehr ebenfalls erhöhen: Laut der Befragung können sich 55 Prozent aller Pendelnden vorstellen, stärker aufs Rad zu setzen, wenn auf ihrem Arbeitsweg ein Radfahrschnellweg wäre. Und auch diejenigen, die noch kein Fahrrad fahren, gaben an, dass sie ihr Fahrrad wahrscheinlich häufiger nutzen würden, wenn es Radfahrschnellwege gäbe.

Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse: „Wenn Städte und Gemeinden die Fahrradinfrastruktur ausbauen, könnte sich der Radverkehr in einigen Regionen sogar um 50 Prozent erhöhen“, weiß Carsten Hansen vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Und weiter: „Ein stärkerer Radverkehr entlastet nicht nur unsere Straßen, sondern ist gleichzeitig eine Maßnahme zur Aufwertung der Lebensqualität.“