Um die Zukunft der Feuerwehren zu sichern, hat Bayern ein neues Feuerwehrgesetz beschlossen. © Duncan Noakes/123rf

65-Jährige bei der Feuerwehr?

Die Feuerwehr hat ein akutes Nachwuchsproblem. Um die Zukunft der bayerischen Feuerwehren trotzdem zu sichern, hat der Landtag einstimmig ein neues Feuerwehrgesetz beschlossen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Bei Bränden, Verkehrsunfällen und Überschwemmungen sind sie zur Stelle. Sie löschen Feuer, wenden Erste Hilfe an und Befreien Menschen aus Zwangslagen. Die Feuerwehr beschützt, rettet und birgt Menschen in Not. Ihr Wert für die Gesellschaft ist kaum zu überschätzen. Doch durch das Überaltern der Gesellschaft und die steigende Zahl von Berufspendlern schrumpft besonders die Freiwillige Feuerwehr zusammen. In Bayern arbeiten derzeit noch gut 310.000 Freiwillige bei der Feuerwehr. Doch es besteht ein akutes Nachwuchsproblem. Deshalb hat der Landtag des Freistaats nun ein neues Feuerwehrgesetz beschlossen, das im Juli in Kraft tritt. Wie es sonst nur selten geschieht, wurde das Gesetz mit den Stimmen aller Fraktionen verabschiedet.

Was das Gesetz für die Feuerwehr bedeutet

Die Neuerungen sollen einen Beitrag zur Zukunftssicherung der Feuerwehr leisten. So können Freiwillige Feuerwehrleute nun bis zum 65. Lebensjahr arbeiten - zwei Jahre länger als zuvor. Wäre es nach den Freien Wählern gegangen, wäre die Grenze sogar auf das 67. Lebensjahr angehoben worden. Kinder dürfen nun schon ab dem 6. Lebensjahr in die Kinderfeuerwehr aufgenommen werden. Hier werden Interessierte schon früh an den Beruf der Feuerwehrleute herangeführt und für ihn angeworben.

Gemeindeübergreifende Feuerwehren

Darüber hinaus können auch behinderte Menschen als Ausbilder oder psychologische Betreuer einbezogen werden. Sofern alle beteiligten Feuerwehrverbände zustimmen, erlaubt das neue Gesetz auch, gemeindeübergreifende Feuerwehren zu bilden. Und die ehrenamtlichen Kreisbrandräte werden entlastet, indem sie fach- oder einsatzbezogene Stellvertreter benennen können. Das Gesetz ist in enger Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrverband entstanden.

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