Mister Pepper steht für einen Einsatz bereit

Hey, Mister Pepper!

Roboter und künstliche Intelligenz sind keine Zukunftsmusik mehr. Sie können uns unterstützen, zu Freunden oder Kollegen werden und sogar unsere Verwaltungen entlasten...

Es war ein außergewöhnlicher Termin. Der Antrittsbesuch von Roboter Mister Pepper beim Deutschen Städte- und Gemeindebund. Er zeigt welche erstaunlichen Möglichkeiten heute schon in Bereichen wie der Betreuung von Menschen mit intelligenten Systemen auf den Weg gebracht werden können. Mister Pepper kann zum Beispiel alte Menschen an das Trinken erinnern, sie dabei mit Namen ansprechen und die Aufnahme von Flüssigkeiten dokumentieren. So kann das Betreuungspersonal von einfachen Tätigkeiten entlastet werden und gewinnt mehr Zeit für persönlichen Zuwendungen. In einem Altenheim in Stuttgart unterstützen Roboter das Personal bereits bei einfachen Tätigkeiten wie dem Einsammeln der Wäsche. Die Einsatzfelder sind nahezu unbegrenzt. Auch das Lutherstift in Wuppertal setzt auf künstliche Intelligenz. Derzeit werden Gespräche mit den Museen in Wuppertal, Remscheid und Solingen geführt, Mister Pepper auch dort einzusetzen. Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz werden auch die Kommunen erreichen. Diese Entwicklung ist in vollem Gange. Sei es nun das fahrerlose Auto, der Einsatz in Museen oder Chatbots, die den Zugang zu Verwaltungsleistungen revolutionieren.

Mister Pepper posiert für das Foto

 

Mister Pepper und Pressesprecher Franz-Reinhard Habbel im Büro des DStGB

Roboter Mister Pepper - wir brauchen dich!

Mister Pepper ist durch WLAN mit dem Internet verbunden und kann aus einer Cloud mittels Software gesteuert werden. Für Pepper gibt es inzwischen 1.200 Apps, vornehmlich aus dem asiatischen Raum. Damit können die Roboter zum Beispiel Räume erkunden, in denen sie sich aufhalten. Sie erkennen dann Gegenstände und können die jeweiligen Funktionen zuordnen. 20.000 Exemplare des Humanoiden sind bereits in Asien verkauft worden, in Europa sind es gerade mal 500. Die Herausforderungen, künftig mit humanoiden intelligenten Maschinen umzugehen, werden nicht nur in der Arbeitswelt groß sein. Das gilt auch für die kommunale Infrastruktur und für kommunale Dienstleistungen. Es ist notwendig, sich frühzeitig mit den neuen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und den gesellschaftlichen Diskurs über den Einsatz von Robotern und künstlicher Intelligenz mit zu gestalten. Die Entwicklung sollte nicht nur den Technikern und Unternehmen allein überlassen bleiben. Auch die Gestaltungsmacht der Kommunen ist gefordert. Vieles ist uns heute fremd und macht nachdenklich beim Einsatz der Roboter. Ist er in der Arbeitswelt Kollege, Partner oder gar Ersatz? Chancen und Risiken müssen abgewogen werden. Vertrauen und Transparenz sind dabei zwei wichtige Voraussetzungen.

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