Christoph Meineke glaubt an die Möglichkeiten des Internets. © Pressefoto

Ist das der Bürgermeister der Zukunft?

Di, 21.10.2014

Christoph Meineke, Rathauschef der 14.000-Einwohner-Stadt Wennigsen in Niedersachsen, macht Online-Beteiligung der Bürger zum Erfolgsmodell.

Schon sein erster Wahlkampf im Jahr 2006 setzte Maßstäbe. Seine Wahl sorgte damals bundesweit für Aufsehen und gilt bis heute als Referenz parteiloser Politik in der Bundesrepublik. Wesentlich für seinen Erfolg war das starke persönliche Engagement im Wahlkampf und vor allem der damals noch neue Einsatz von Social Media.

Meineke setzt von Beginn an auf Bürgerbeteiligung

Als Einzelbewerber und ohne Unterstützung durch eine Wählergemeinschaft setzte sich der damals 27-jährige parteilose Christoph Meineke gegen drei Kandidaten der SPD, CDU und FDP durch und wurde zum Bürgermeister der 14.000-Einwohner-Stadt Wennigsen. Und damit auch zum jüngsten Hauptverwaltungsbeamten in Niedersachsen.
Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hatte der junge Bürgermeister angekündigt, dass er verstärkte Online-Impulse für die kommunale Selbstverwaltung und digitale Bürgerbeteiligung setzen wolle. Und er hielt Wort. 2012 errang die Gemeinde den erstmals in Deutschland verliehenen Preis für
Online-Partizipation für das von Meineke auf den Weg gebrachte Bürgerbeteiligungsverfahren. Im selben Jahr wurde die Gemeinde auch für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie Governance und Verwaltung nominiert.

Meineke ist ein anerkannter Internet-Experte

Die Bürger dankten es ihrem jungen Rathauschef. In diesem Jahr trat Meineke erneut als parteiloser Kandidat für das Bürgermeisteramt an und gewann die Wahl mit fulminanten 89,6 Prozent der Stimmen.
Vor kurzem hat die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) den heute 35-Jährigen als „Digitaler Kopf Deutschlands“ ausgezeichnet. Außerdem ist Meineke heute Mitglied und Vortragender im Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Er referiert zu Themen der Bürgerbeteiligung im Internetzeitalter – bei Institutionen wie etwa der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer, dem Deutschen Institut für Urbanistik oder auch der Arbeitsgemeinschaft Datenverarbeitung (ADV) in Österreich.

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