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Privatschulen springen häufig dort ein, wo staatliche Schulen sich zurückziehen

Privatschule: so kommt sie auch in Ihre Stadt

Was braucht eine Schule in freier Trägerschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein? Und wie können Kommunen solche Schulformen unterstützen? KOMMUNAL klärt die wichtigsten Themen rund ums Thema und verrät, wann es sich wirklich lohnt, eine Privatschule im Ort zu gründen…

In Wolgast ist es im Herbst soweit: In der vorpommerschen Kleinstadt an der Brücke zur Urlaubsinsel Usedom eröffnet eine Evangelische Grundschule: „Wir haben das geschafft“, sagt Bürgermeister Stefan Weigler. Denn dass in der alten Schule auf dem Kirchplatz im Herzen der Stadt wieder neues Leben einzieht, war ein Anliegen der ganzen Stadt. „Wir haben in den letzten fünf bis sechs Jahren einen stetigen Anstieg von Schülern in unseren öffentlichen Schulen erlebt“, sagt Weigler. „Die Kommune hat beide Grundschulen, die es in Wolgast in kommunaler Trägerschaft gibt, saniert und erweitert – aber die Schülerzahlen steigen weiter an.“ 

 

Für wen ist die Gründung einer Privatschule ideal? 

 „Wir lösen dadurch unser Infrastrukturproblem – wir können schließlich nicht beliebig viele erste Klassen an den kommunalen Schulen einrichten“, sagt Weigler. Allein in diesem Jahr werden an den beiden staatlichen Grundschulen sieben erste Klassen starten, im Jahr zuvor waren es sechs. Doch es ist noch nicht allzulange her, da gab es in Wolgast gerade einmal zwei erste Klassen. „Und wenn das Schulgebäude auf dem Kirchplatz wieder in Betrieb geht, bringen wir auch etwas neues Leben in die Innenstadt“, sagt Weigler. „Die Eltern bringen und holen ihre Kinder, das wird dem Stadtzentrum gut tun.“ Bis das alte Schulhaus allerdings saniert ist, muss die freie Schule in einem provisorischen Gebäude starten. Und über die Finanzierung der Sanierung laufen derzeit auch noch Verhandlungen. Doch der Wolgaster Bürgermeister freut sich auf die neue Schule. Er sieht sie als ein Stück Bildungsvielfalt in seiner Stadt: „Wo es vernünftige Bildung gibt, ziehen auch junge Familien hin“, sagt er und hofft dabei etwa auf Universitätsabsolventen und Beschäftigte der nahegelegenen Universität Greifswald. Womit der Bürgermeister aus dem äußersten Nordosten Deutschlands bundesweit keineswegs alleine ist. Denn immer mehr Kommunen suchen nach Möglichkeiten, mit einer freien Schule ihr Schulnetz zu ergänzen. Oder sie versuchen, durch die Ansiedelung eines freien Trägers eine Schule am Leben zu erhalten, die es nach der staatlichen Schulplanung eigentlich nicht mehr geben darf. 

 

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