Die Nahversorgung auf dem Land wird immer schwieriger

Nahversorgung: Wie kommt der Supermarkt aufs Dorf?

Erst die örtliche Postfilliale, dann gehen die Bankfillialen und es folgen die Lebensmittelgeschäfte. In ländlichen Räumen in Deutschland wird die Versorgungssituation immer schwieriger. Was tun, damit die Nahversorgung sichergestellt bleibt – KOMMUNAL auf der Suche nach Lösungsansätzen.

Es gibt Kühlschränke, eine Kaffeemaschine, einen Tisch. Der Kleintransporter der katholischen Pfarrgemeinde Bautzen ist eine Spezialanfertigung, wie es sie kein zweites Mal in Deutschland gibt. An fünf Tagen pro Woche, immer ab neun Uhr in der früh, fährt er in Ostsachsen über das Land. „Zu unserer Pfarrgemeinde gehören 89 Dörfer“, sagt Kerstin Schäfer, die zusammen mit Kraftfahrer Thomas Schubert mit dem „Pastoralbus“ genannten Fahrzeug übers Land fährt. Es sind Orte wie Baschütz, Kubschütz oder Canitz-Christina. Kleine Dörfer mit wenigen Einwohnern. „Fast überall gibt es keine Gaststätte mehr, keine Einkaufsmöglichkeiten und die Menschen werden älter.“ Die Katholiken wollen mit dem vom Bonifatiuswerk, dem Diaspora-Hilfswerk der deutschen Kathoiken gesponserten Fahrzeug deswegen eine Art „mobilen Dorftreff“ anbieten. Man hält vor Feuerwehrhäusern oder an Bushaltestellen, macht den Wagen auf, und schaut, wer kommt.

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Doch nicht überall engagieren sich soziale und karitative Organisationen so für die Dörfer wie im Kreis Bautzen. Im Gegenteil: Vielerorts gibt es keine Supermärkte mehr, zum Einkaufen müssen die Menschen Kilometer weit fahren, die Ortslagen verwaisen. Denn damit ein Supermarkt aufs Dorf kommt, sind zahlreiche Bedingungen nötig. „Voraussetzung dafür, dass wir investieren, ist eine wirtschaftlich gute Prognose, denn der Markt muss immer auch eine Kaufmannsfamilie sowie ihre Mitarbeiter langfristig ernähren können“, sagt etwa der Leiter der Unternehmenskommunikation der EDEKA-Zentrale, Rolf Lange. Wichtigste Voraussetzung für einen neuen Supermarkt ist auch, dass es einen Kaufmann gibt, der das Risiko der Existenzgründung wagt.

Die Großen sind aus der Nahversorgung meist ausgestiegen

Wo das nicht gegeben ist, versuchen Dorfläden zu überleben. Je nach Größe des Dorfladens werden die Bürgerläden von den bekannten Lebensmittel-Großhändlern beliefert. „Aus der Region" heißt bei den Dorfläden: "aus dem eigenen Dorf", aus Nachbardörfern oder der Region im 30 - 40 km-Umkreis.“
Doch wie organisiert sich ein Dorfladen, welche Rolle spielen Kundenorientierung und Servicebereitschaft. Wie gelingt es, für ein solches Projekt Mitarbeiter zu finden. In der aktuellen Ausgabe der KOMMUNAL (Dezember 2017) gehen wir diesen Fragen nach, sprechen mit den Betreibern großer Supermarktketten ebenso, wie mit Betreibern von Dorfläden und ehrenamtlichen Initiativen.

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