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eGovernment in Deutschland
© Fotolia: Prostock-studio

eGovernment: Wunsch nach besseren Online-Angeboten!

6. Februar 2019
Die Online-Angebote der Verwaltungen sind zu kompliziert, die Behördensprache zu schwer – das zeigt eine aktuelle Umfrage. KOMMUNAL stellt die zentralen Ergebnisse vor!

Für die Studie „Digital Government Barometer 2018“ wurden 5.000 Bürger aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien zum Thema eGovernment befragt.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie:

  • Die OnlineAngebote der öffentlichen Verwaltung sind noch immer zu kompliziert.
  • 85 Prozent der Befragten kritisieren, dass die Amtssprache zu schwierig sei und zu viele Fachausdrücke beinhalte. Die ersten Behörden reagieren darauf bereits und bieten überarbeitete Vordrucke in einfacher Sprache an
  • Neun von Zehn wünschen sich, dass sie online begonnene Vorgänge im Internet auch abschließen können. Denn: Ein Antrag auf Kindergeld kann zwar online ausgefüllt werden, danach muss er jedoch ausgedruckt und per Post an die Verwaltung geschickt werden.
  • Bürger wünschen sich eine zentrale, digitale Verwaltungsplattform

eGovernment: So könnte die Zukunft aussehen!

Die Initiatoren der Studie weisen auf einen möglichen Zukunftstrend hin: das No-Government. Darunter versteht man, dass nicht die Bürger auf die Verwaltung zugehen müssen, um zum Beispiel ihren Ausweis zu verlängern. Sondern dass die Behörden von sich aus die notwendigen Daten anfordern.

60 Prozent glauben, dass das eGovernment den Alltag einfacher macht: Behördengänge, die via Smartphone oder Computer erledigt werden, verhindern lange Weg- und Wartezeiten.

Auch für die Verwaltungen könnte sich einiges ändern: 52 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass auch die Behörden mithilfe der digitalen Prozesse mehr Zeit gewinnen und dadurch Fälle schneller bearbeiten können. Und: 43 Prozent der Bundesbürger rechnen damit, dass Online-Prozesse die öffentlichen Haushalte entlasten!

Doch damit die Wünsche der Bürger realisiert werden können, müssen Kommunen, Bund und Länder große Anstrengungen vornehmen. Die Initiatoren der Studie erklären, dass dafür übergreifende Kooperationen, enge Abstimmungen, sowie eine kontinuierliche Berücksichtigung neuester Technologien und Managementansätze notwendig sind.

Und was läuft bereits positiv?

Eine andere Studie (KOMMUNAL berichtete) zeigt, dass sich in den letzten Jahren einiges getan hat. So nehmen Nutzungsbarrieren ab, Datenschutzbedenken werden weniger und die Bürger sind im Vergleich zum Vorjahr noch zufriedener mit den Online-Angeboten ihrer lokalen Behörden. 

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