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  1. Praxis
  2. Radverkehr
  3. So wird die Stadt fahrradfreundlich!

So wird die Stadt fahrradfreundlich!

von Dorothea Walchshäusl
Reporterin | KOMMUNAL
16. März 2018
Diesel-Fahrverbote und die Feinstaubbelastung sind die Begriffe des Jahres. Eine mögliche Lösung: Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur in den Innenstädten. KOMMUNAL-Deutschlandreport auf der Suche nach fahrradfreundlichen Kommunen.

Gut 70 Millionen Fahrräder gibt es in Deutschland und die Vorteile der Fortbewegung auf zwei Rädern liegen auf der Hand: Vom gesundheitlichen Nutzen über die deutlich geringere Stellfläche als das Auto bis hin zum klimafreundlichen Aspekt spricht vieles fürs Rad. Lag der Fokus lange Zeit auf dem Autoverkehr, so stehen die Kommunen heute vor neuen Chancen wie Herausforderungen. Bis zum Fahrradland Deutschland ist es noch ein weiter Weg, doch begibt man sich in der Republik auf die Suche, so trifft man auch jenseits der Vorreiterstädte wie Münster oder Freiburg auf sehr engagierte Kommunen.

Lingen wird fahrradfreundlich

Niedersachsen, Lingen an der Ems. 2013 wurde hier der Dialog-Prozess „Zukunftsstadt 2025“ eingeläutet und wurden dabei konkrete Punkte erarbeitet, die es zu verbessern gilt – einer der dringlichsten darunter: Der Radverkehr. Ab 2015 wurde hierzu ein Klimateilschutzprojekt entwickelt, um den Fußgänger- und Fahrradverkehr genauer zu planen. Das Besondere daran: Der gesamte Prozess wurde unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit gestaltet. Von Beginn an hatten die Bürgerinnen und Bürger mittels eines Online-Forums die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Vorschläge einzubringen. In insgesamt vier Workshops kamen schließlich politische Vertreter, organisierte Akteure wie der ADAC, die Polizei, die Verkehrsbehörde und das Jugendparlament sowie Bürgerinnen und Bürger zusammen, um ein umfangreiches Konzept zu entwickeln. „Diese Inputs jenseits der Fachbrille waren sehr wichtig“, so Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Allerdings haben sie auch eine gute Moderation erfordert. Denn: „Manche Gruppen haben einen Hang dazu, die Gremien zu dominieren, und wenn man den Anspruch hat, möglichst breite Bevölkerungsteile einzubinden, ist das manchmal nicht leicht.“ Seitdem das Konzept 2016 beschlossen worden ist, werden die einzelnen Punkte abgearbeitet, darunter die Schaffung eines Hauptroutennetzes für die zentralen Verbindungswege innerhalb der Stadt, die Verbesserung der Verkehrsführung für Radfahrer an Knotenpunkten und die Unterstützung fußgänger- und fahrradfreundlicher Schul- und Arbeitswege.

Was die Städte Bremen und Augsburg tun, um fahrradfreundlich zu werden und welche Vereine und Kampagnen es gibt, die Kommunen dabei helfen - das lesen Sie in der nächsten Ausgabe von KOMMUNAL, die am 28. März erscheint.

Lesen Sie die vollständige Reportage in unserer nächsten Ausgabe von KOMMUNAL, erhältlich am Kiosk oder über unser kostenloses Probeabo.

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