Die Ergebnisse
Kommunalwahl Niedersachsen 2026 LIVE: CDU vorn, AfD in Salzgitter stärkste Kraft – alle Ergebnisse
+++ LIVE-UPDATE – Stand: 14. September 2026 +++
Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert. Wir ergänzen neue amtliche Ergebnisse, Sitzverteilungen, mögliche Wahlprüfungen und Entwicklungen vor den Stichwahlen am 27. September 2026.
Kommunalwahl Niedersachsen 2026: Das landesweite Ergebnis
Jetzt liegt das vorläufige landesweite Ergebnis der Kreiswahlen vor – und es unterscheidet sich teilweise von den Hochrechnungen, die am Wahlabend veröffentlicht wurden.
Die CDU bleibt stärkste kommunalpolitische Kraft in Niedersachsen. Sie erreicht 27,2 Prozent. Die SPD folgt mit 24,6 Prozent. Großer Gewinner ist die AfD mit 15,9 Prozent, vor den Grünen mit 14,1 Prozent.
Das vorläufige Kreiswahlergebnis:
| Partei | Ergebnis 2026 | Ergebnis 2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| CDU | 27,2 % | 31,7 % | -4,5 |
| SPD | 24,6 % | 30,0 % | -5,4 |
| AfD | 15,9 % | 4,6 % | +11,3 |
| Grüne | 14,1 % | 15,9 % | -1,8 |
| Linke | 6,0 % | 2,8 % | +3,2 |
| FDP | 3,7 % | 6,5 % | -2,8 |
Das sogenannte Kreiswahlergebnis fasst die Kreistagswahlen, die Wahl der Regionsversammlung Hannover und die entsprechenden Vertretungswahlen in den kreisfreien Städten zusammen. Es ist damit der wichtigste landesweite Vergleichswert der Kommunalwahl Niedersachsen 2026.
Rund 6,3 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Insgesamt wurden 2.182 kommunale Vertretungen mit 29.501 Mandaten neu gewählt. Hinzu kamen 395 Direktwahlen.
Salzgitter: AfD gewinnt Stadtratswahl – CDU gegen AfD in der Stichwahl
Eines der politisch spektakulärsten Ergebnisse der Kommunalwahl Niedersachsen 2026 kommt aus Salzgitter.
Bei der Stadtratswahl wird die AfD mit rund 27,4 Prozent stärkste Kraft. Die SPD folgt mit etwa 25,9 Prozent, die CDU kommt auf rund 23,2 Prozent.
Das ist nicht nur ein kräftiger Stimmenzuwachs. In einer Großstadt im Westen Deutschlands landet die AfD bei einer Kommunalwahl damit vor beiden traditionellen Volksparteien.
Und auch bei der Oberbürgermeisterwahl sorgt Salzgitter für bundesweite Aufmerksamkeit.
CDU-Amtsinhaber Frank Klingebiel erreicht 45,6 Prozent und verpasst damit die direkte Wiederwahl. AfD-Kandidatin Patricia Mair kommt auf 25,7 Prozent und zieht in die Stichwahl ein.
Salzgitter dürfte deshalb in den kommenden zwei Wochen zu einem der bundesweit am stärksten beobachteten kommunalen Wahlkämpfe werden.
Kommunalwahl Niedersachsen: CDU gewinnt – und verliert trotzdem
Die CDU darf sich weiterhin stärkste kommunale Kraft Niedersachsens nennen. So richtig ausgelassen dürfte die Wahlparty trotzdem nicht gewesen sein.
Mit 27,2 Prozent verliert die Partei gegenüber 2021 4,5 Prozentpunkte.
CDU-Landeschef Sebastian Lechner machte nach der Wahl deutlich, dass seine Partei im Wahlkampf erheblichen Unmut über die Bundesregierung gespürt habe. Er sprach von einem Glaubwürdigkeitsproblem und forderte nach den anstehenden Landtagswahlen politische Veränderungen in Berlin.
Die Botschaft Richtung Bundeskanzler Friedrich Merz fällt damit ziemlich deutlich aus: Platz eins in Niedersachsen – aber keineswegs alles prima.
SPD verliert bei Kommunalwahl noch stärker
Noch härter trifft es die SPD.
Sie fällt von 30,0 auf 24,6 Prozent und verliert damit 5,4 Prozentpunkte. Die Partei von Ministerpräsident Olaf Lies liegt nun landesweit 2,6 Punkte hinter der CDU.
Lies selbst sprach von einem „schwierigen Ergebnis“.
Gleichzeitig zeigt die Kommunalwahl erneut, warum landesweite Parteiergebnisse nur einen Teil der Geschichte erzählen. Wo bekannte Amtsinhaber oder starke Persönlichkeiten antreten, können Kandidaten deutlich besser abschneiden als ihre Parteien.
Kommunalpolitik bleibt eben auch Personengeschäft. Im Rathaus kennt man den Bürgermeister häufig besser als den Generalsekretär in Berlin – gelegentlich ist das für alle Beteiligten ganz gesund.
AfD ist der große Gewinner der Kommunalwahl Niedersachsen 2026
Der mit Abstand größte Gewinner des Wahlabends ist die AfD.
2021 erreichte sie bei den Kreiswahlen lediglich 4,6 Prozent. Jetzt sind es 15,9 Prozent.
Das entspricht einem Plus von 11,3 Prozentpunkten. Die Partei hat ihr Ergebnis damit mehr als verdreifacht und zieht landesweit an den Grünen vorbei.
Die AfD ist damit bei der Kommunalwahl Niedersachsen 2026 erstmals die drittstärkste Kraft auf Kreisebene.
Bemerkenswert ist das auch vor dem Hintergrund der Debatte um mehrere AfD-Bewerber, die vor der Wahl nicht zu Direktwahlen zugelassen worden waren. Vier Fälle hatten bundesweit für Diskussionen über die Prüfung der Verfassungstreue kommunaler Wahlbewerber gesorgt.
Diese Auseinandersetzung dürfte mit dem Wahltag keineswegs erledigt sein.
Grüne verlieren – Linke gewinnt, FDP stürzt ab
Auch die Grüne Partei verliert landesweit. Sie kommen auf 14,1 Prozent, nach 15,9 Prozent im Jahr 2021.
In mehreren Groß- und Universitätsstädten bleiben sie allerdings deutlich stärker als im Landesdurchschnitt. Das zeigt sich besonders bei den Oberbürgermeisterwahlen in Hannover und Göttingen.
Zu den Gewinnern gehört die Linke. Sie steigt von 2,8 auf 6,0 Prozent.
Die FDP dagegen fällt von 6,5 auf nur noch 3,7 Prozent.
Für die Liberalen ist das kommunalpolitisch ein ausgesprochen unangenehmer Montagmorgen.
Hannover: Belit Onay klar vorn – trotzdem Stichwahl
In Hannover reicht selbst ein sehr deutlicher Vorsprung nicht zur direkten Wiederwahl.
Oberbürgermeister Belit Onay von der Grünen Partei erreicht 45,6 Prozent. Damit verfehlt er die absolute Mehrheit.
In der Stichwahl trifft er auf seinen bisherigen Stellvertreter und Stadtkämmerer Axel von der Ohe von der SPD, der auf 21,5 Prozent kommt.
Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,3 Prozent.
Auch die neue Spitze der Region Hannover wird erst in der Stichwahl bestimmt. SPD-Kandidatin Eva Bender erreicht 30,6 Prozent, CDU-Kandidat Oliver Junk 22,0 Prozent.
Göttingen: SPD fliegt nach drei Amtszeiten aus dem OB-Rennen
In Göttingen endet eine politische Serie.
Die SPD hatte die vergangenen drei Oberbürgermeister gestellt. Diesmal schafft ihr Kandidat Florian Dinger nicht einmal den Sprung in die Stichwahl.
Grünen-Kandidatin Onyeka Oshionwu erreicht 41,44 Prozent, CDU-Kandidat Ehsan Kangarani 27,86 Prozent. Dinger landet mit rund 21,6 Prozent nur auf Platz drei.
Damit steht bereits vor der Stichwahl fest: Der nächste Oberbürgermeister Göttingens kommt nicht von der SPD.
Auch bei der Stadtratswahl bleiben die Grünen stark und erreichen rund 28,6 Prozent.
Spannend wird es auch bei der Landratswahl im Landkreis Göttingen. SPD-Kandidatin Ulrike Witt und CDU-Bewerber Harm Adam ziehen in die Stichwahl ein. Der bisherige Landrat Marcel Riethig, der nach seinem SPD-Austritt parteilos antrat, landet lediglich auf Platz vier.
Braunschweig: SPD-Amtsinhaber mit riesigem Vorsprung
Auch Braunschweig wählt am 27. September erneut.
Oberbürgermeister Thorsten Kornblum von der SPD erreicht 43,3 Prozent und liegt damit weit vor seinen Konkurrenten, verpasst aber die absolute Mehrheit.
CDU-Kandidat Maximilian Pohler schafft mit 17,2 Prozent den Sprung in die Stichwahl.
Kornblum geht damit mit mehr als 26 Prozentpunkten Vorsprung in die zweite Runde. Normalerweise nennt man so etwas eine komfortable Ausgangslage. Nur eben noch keine Wiederwahl.
Osnabrück: CDU Kandidatin gegen Grünen in der Stichwahl
In Osnabrück liegt CDU-Oberbürgermeisterin Katharina Pötter mit 42,2 Prozent klar vorne.
Für die absolute Mehrheit reicht es allerdings auch dort nicht.
Pötter tritt in der Stichwahl gegen Grünen-Landtagsabgeordneten Volker Bajus an, der 22,3 Prozent erreicht.
Oldenburg: Schwarz-Grün unterstützt einen Parteilosen gegen die SPD
Besonders ungewöhnlich ist die Konstellation in Oldenburg.
Nach zwölf Jahren tritt SPD-Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nicht erneut an.
SPD-Landtagsabgeordneter Ulf Prange erreicht im ersten Wahlgang 33,2 Prozent. Dicht dahinter folgt der parteilose Jascha Rohr mit 30,5 Prozent.
Das Besondere: Rohr wird gemeinsam von CDU und Grünen unterstützt.
Die Stichwahl wird damit zu einem ungewöhnlichen Duell: SPD gegen einen parteilosen Kandidaten mit schwarz-grünem Rückenwind.
Die Wahlbeteiligung steigt auf rund 63,5 Prozent und liegt damit etwa zehn Punkte höher als bei der vorherigen Kommunalwahl.
Wolfsburg: 50,1 Prozent – knapper kann man eine Stichwahl kaum verhindern
Für Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann dürfte die erste Stelle hinter dem Komma selten so wichtig gewesen sein.
Der CDU-Politiker erreicht 50,1 Prozent.
Damit überspringt er die notwendige Marke hauchdünn und wird bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
SPD-Kandidat Karsten Schneider kommt auf rund 15,5 Prozent, AfD-Bewerber Thomas Schlick auf etwa 14 Prozent.
Die Wahlurne kann in Wolfsburg also wieder in den Keller. Jedenfalls bis zur nächsten Wahl.
Peine: SPD verhindert AfD-Stichwahl knapp
Auch Peine liefert ein bemerkenswertes Ergebnis.
SPD-Amtsinhaber Klaus Saemann erreicht 51,4 Prozent und wird bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Damit verhindert er nur relativ knapp eine Stichwahl, an der auch AfD-Kandidatin Sonja Nilz hätte teilnehmen können.
Weniger als zwei Prozentpunkte entscheiden also darüber, ob die Peiner noch einmal zur Wahlurne müssen.
Emden und Stade: Amtsinhaber mit sehr deutlichen Ergebnissen
Während andernorts um jedes Zehntel gerungen wird, fallen manche Entscheidungen ziemlich eindeutig aus.
In Emden wird der parteilose Oberbürgermeister Tim Kruithoff mit rund 68,7 Prozent wiedergewählt.
Noch deutlicher fällt die Landratswahl im Landkreis Stade aus. CDU-Amtsinhaber Kai Seefried erreicht rund 79,3 Prozent.
Wahlergebnisse, bei denen Wahlkampfstrategen aus anderen Städten vermutlich kurz etwas neidisch werden.
„Lehrer Schmidt“ will jetzt Landrat werden
Eine der ungewöhnlichsten Personalien der Kommunalwahl kommt aus der Grafschaft Bentheim.
Drei Kandidaten liegen bei der Landratswahl extrem dicht beieinander.
Der parteilose Kai Schmidt erreicht 33,9 Prozent, SPD-Kandidatin Silvia Pünt-Kohoff 33,7 Prozent und CDU-Bewerberin Anja Terhorst 32,5 Prozent.
Gerade einmal 1,4 Prozentpunkte trennen Platz eins von Platz drei.
Kai Schmidt dürfte vielen Menschen allerdings unter einem anderen Namen bekannt sein: Als „Lehrer Schmidt“ betreibt der Schulleiter einen der bekanntesten deutschen Lernkanäle auf YouTube.
Millionen Schülern hat er bereits Bruchrechnung und Prozentrechnung erklärt. Jetzt will er Landrat werden.
In der Stichwahl trifft Schmidt auf SPD-Kandidatin Pünt-Kohoff.
Hessisch Oldendorf: Bürgermeister bekommt 90,5 Prozent – ohne Gegenkandidat
Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick beinahe unanständig eindeutig aussieht, gibt es in Hessisch Oldendorf.
Der parteilose Bürgermeister Tarik Oenelcin erreicht 90,52 Prozent.
Die Erklärung folgt allerdings schnell: Er hatte keinen Gegenkandidaten. Die Wähler konnten deshalb mit Ja oder Nein über seine Wiederwahl entscheiden.
Oenelcin darf nun weitere acht Jahre amtieren.
Damit zeigt sich zugleich eine wichtige Neuerung dieser Kommunalwahl: Bürgermeister und Landräte werden in Niedersachsen wieder für acht statt fünf Jahre gewählt.
Wahlpanne Wilhelmshaven: 90 falsche Stimmzettel landen in der Urne
Eine der bemerkenswertesten Wahlpannen gibt es in Wilhelmshaven.
Im Wahlbezirk Heppens-Villenviertel wurden irrtümlich Stimmzettel für den Wahlbereich West ausgegeben, obwohl der Bezirk zum Wahlbereich Ost gehört.
Der Fehler wurde erst bemerkt, nachdem bereits 90 falsche Stimmzettel ausgegeben und in die Wahlurne geworfen worden waren.
Nun muss geklärt werden, welche wahlrechtlichen Konsequenzen der Fehler hat. Im Raum steht damit auch die Frage, ob Teile der Stadtratswahl wiederholt werden müssen.
Fast unter geht bei der Panne eine historische Personalie: Wilhelmshaven bekommt mit der parteilosen Eva Maria Haarmann erstmals eine Frau an der Stadtspitze. Sie gewinnt bereits im ersten Wahlgang mit rund 55 Prozent.
Landkreis Leer: 27.500 Stimmzettel mussten neu gedruckt werden
Eine weitere Panne gab es bereits vor dem eigentlichen Wahltag.
Im Landkreis Leer mussten 27.500 Stimmzettel für die Kreistagswahl neu gedruckt werden.
Bei vier Kandidaten fehlten auf den Bögen schlicht die vorgesehenen Kreise zum Ankreuzen.
Betroffen war der Wahlbereich IV mit Borkum, Weener, Bunde und Jemgum.
Bereits mit den fehlerhaften Bögen abgegebene Briefwahlstimmen blieben dennoch gültig. Entscheidend sei der eindeutig erkennbare Wählerwille.
Hannover: Schlüsseldienst muss Wahllokale öffnen
Manchmal hängt die Demokratie an erstaunlich alltäglichen Dingen.
In Hannover mussten am Sonntagmorgen zwei städtische Gebäude von einem Schlüsseldienst geöffnet werden, weil der zuständige Aufschließdienst zu spät kam.
Immerhin: Sämtliche Wahllokale konnten trotzdem pünktlich um 8 Uhr öffnen.
Später entstanden vor mehreren Wahllokalen längere Schlangen. Teilweise mussten die Hannoveraner fünf verschiedene Stimmzettel bearbeiten.
Panaschieren, kumulieren, mehrere Direktwahlen – und vorher muss erst einmal jemand die Tür aufbekommen. Kommunalwahl in Reinform.
Rinteln: AfD bekommt mehr Mandate als sie besetzen kann
Eine politisch und wahlrechtlich besonders interessante Geschichte spielt sich in Rinteln ab.
Für den Stadtrat sind dort 36 Mandate zu vergeben. Die AfD trat allerdings lediglich mit zwei Kandidaten an.
Bereits während der Auszählung zeichnete sich ab, dass ihr Stimmenanteil für mehr als zwei Sitze reichen dürfte. Nach rund der Hälfte der ausgezählten Stimmen waren der AfD bereits drei Mandate rechnerisch sicher. Zwischenzeitlich deuteten die Ergebnisse sogar darauf hin, dass ihr bis zu sieben Sitze zustehen könnten.
Die endgültige amtliche Sitzverteilung steht derzeit noch aus und wird in diesem Live-Artikel ergänzt, sobald sie festgestellt ist.
Klar ist aber schon jetzt: Mehr als zwei AfD-Mandate können nicht besetzt werden, weil die Partei nur zwei Bewerber auf ihrer Liste hat.
Und genau hier wird es interessant.
Die zusätzlichen Sitze fallen nicht einfach an andere Parteien. Können einer Liste zustehende Mandate mangels Bewerbern nicht vergeben werden, bleiben diese Sitze unbesetzt. Der Stadtrat wird entsprechend kleiner.
Das ist eine der bemerkenswertesten Folgen des starken AfD-Zuwachses bei dieser Kommunalwahl: Stimmen allein reichen nicht. Wer plötzlich deutlich mehr Mandate gewinnt, braucht auch genügend Kandidaten, die sie übernehmen können.
Briefwahlunterlagen in Burgwedel vorzeitig geöffnet
Auch Burgwedel hatte bereits vor dem Wahltag für Diskussionen gesorgt.
Dort wurden Wahlbriefumschläge vorzeitig geöffnet. Nach Angaben der Landeswahlleitung geschah dies, um die enthaltenen Wahlscheine den jeweiligen Wahlbezirken zuordnen zu können.
Die eigentlichen Stimmzettelumschläge blieben ungeöffnet. Hinweise auf Manipulation gab es nicht.
Trotzdem stellte die Landeswahlleitung klar, dass Wahlbriefe grundsätzlich erst am Wahltag in öffentlicher Sitzung bearbeitet werden dürfen.
Stichwahlen Niedersachsen am 27. September 2026
Die Kommunalwahl Niedersachsen ist damit noch längst nicht beendet.
Am Sonntag, 27. September 2026, geht es überall dort in die Stichwahl, wo bei einer Direktwahl kein Kandidat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat.
Besonders im Blick stehen:
Hannover, Region Hannover, Salzgitter, Braunschweig, Göttingen, Osnabrück, Oldenburg und die Grafschaft Bentheim.
Das politisch wohl aufmerksamkeitsstärkste Rennen dürfte derzeit Salzgitter sein. Dort tritt CDU-Oberbürgermeister Frank Klingebiel gegen AfD-Kandidatin Patricia Mair an.
Was die Kommunalwahl Niedersachsen 2026 politisch bedeutet
Natürlich lässt sich eine Kommunalwahl nicht einfach wie eine kleine Bundestagswahl lesen.
Bürgermeisterwahlen sind stark von Personen geprägt. Lokale Wählergemeinschaften spielen vielerorts eine wichtige Rolle. Und ein beliebter Bürgermeister kann weit besser abschneiden als seine Partei.
Trotzdem ist die landesweite Richtung ziemlich eindeutig.
CDU und SPD verlieren zusammen fast zehn Prozentpunkte.
Die AfD gewinnt mehr als elf Punkte hinzu, zieht an den Grünen vorbei und etabliert sich erstmals flächendeckend als gewichtige kommunalpolitische Kraft.
Die Grünen verlieren landesweit, bleiben aber in mehreren Großstädten stark.
Die Linke verdoppelt ihr Ergebnis mehr als, während die FDP erheblich an Boden verliert.
Für viele Kreistage und Gemeinderäte bedeutet das: Mehr Parteien, kompliziertere Mehrheiten und schwierigere Koalitions- beziehungsweise Bündnisbildungen.
Und nach all den Prozentzahlen beginnt schon bald wieder das, worum es in der Kommunalpolitik eigentlich geht: Haushalte beschließen, Schulen sanieren, Straßen reparieren, Feuerwehren ausstatten, Baugebiete planen und irgendwie dafür sorgen, dass der Laden vor Ort läuft.
Denn über Berlin kann man im Rathaus schimpfen, bis der Aktenvernichter glüht. Das Schlagloch vor der Grundschule bleibt trotzdem kommunal.
FAQ: Kommunalwahl Niedersachsen 2026 – Ergebnisse und Stichwahlen
Wer hat die Kommunalwahl Niedersachsen 2026 gewonnen?
Die CDU wurde bei den landesweiten Kreiswahlen mit 27,2 Prozent stärkste Kraft. Es folgen SPD mit 24,6 Prozent, AfD mit 15,9 Prozent und Grüne mit 14,1 Prozent.
Wie stark wurde die AfD bei der Kommunalwahl Niedersachsen 2026?
Die AfD erreicht landesweit 15,9 Prozent. 2021 waren es 4,6 Prozent. Sie gewinnt damit 11,3 Prozentpunkte und hat ihr Ergebnis mehr als verdreifacht.
Wo wurde die AfD bei der Kommunalwahl stärkste Kraft?
Besonders auffällig ist Salzgitter. Dort erreicht die AfD bei der Stadtratswahl rund 27,4 Prozent und liegt damit vor SPD und CDU.
Wer kommt in Salzgitter in die Stichwahl?
CDU-Oberbürgermeister Frank Klingebiel tritt am 27. September gegen AfD-Kandidatin Patricia Mair an. Klingebiel erreichte im ersten Wahlgang 45,6 Prozent, Mair 25,7 Prozent.
Wann finden die Stichwahlen in Niedersachsen statt?
Die Stichwahlen finden am 27. September 2026 statt. Unter anderem wird in Hannover, Salzgitter, Braunschweig, Göttingen, Osnabrück und Oldenburg erneut gewählt.
Wie viele Sitze hat die AfD in Rinteln?
Die endgültige amtliche Sitzverteilung steht derzeit noch aus. Bereits während der Auszählung waren der AfD rechnerisch mindestens drei Sitze sicher, zeitweise standen bis zu sieben Mandate im Raum. Besetzen kann sie allerdings höchstens zwei Sitze, weil sie nur zwei Kandidaten aufgestellt hat. Weitere ihr zustehende Mandate bleiben unbesetzt.
Gab es Wahlpannen bei der Kommunalwahl Niedersachsen 2026?
Ja. In Wilhelmshaven erhielten 90 Wähler falsche Stimmzettel. Im Landkreis Leer mussten vor der Wahl 27.500 fehlerhafte Stimmzettel neu gedruckt werden. Auch in Burgwedel sorgte der Umgang mit Briefwahlunterlagen für Diskussionen.
Wann stehen die endgültigen Ergebnisse fest?
Die derzeitigen Zahlen sind vorläufige Ergebnisse. Die zuständigen Wahlausschüsse stellen anschließend die endgültigen amtlichen Ergebnisse und Sitzverteilungen fest. Dieser Beitrag wird entsprechend aktualisiert.