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Wie netzwerkfähig ist Ihre Verwaltung?

13. August 2026
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„Die zukünftige Gestaltungsfähigkeit der Verwaltung hängt maßgeblich von ihrer Fähigkeit ab, über eigene Grenzen hinaus zu denken und zu handeln“, so beginnt der neue KGSt-Bericht zum Leitbild der Netzwerkkommune. Komplexe Herausforderungen und knappe Kassen treffen auf eine Steuerung, die vor allem auf Hierarchie setzt. Dort, wo Hierarchie an Grenzen stößt, beginnt die Netzwerkkommune. Drei Fragen zeigen, wo Ihre Kommune auf diesem Weg steht.

Was, wenn die Lösung nicht allein in der Verwaltung liegt?

Digitalisierung, Klimaanpassung, Krisen. Viele Aufgaben liegen quer zu Ämtern und Zuständigkeiten. Manches lässt sich per Gesetz und Hierarchie regeln, vieles nur gemeinsam, auf Augenhöhe und mit einem geteilten Ziel. Das ist der Kern der Netzwerkkommune, des neuen KGSt-Leitbilds: eine Verwaltung, die vernetzt denkt und menschenzentriert, kooperativ und wirkungsorientiert handelt. Sie ersetzt die bekannten Leitbilder (Ordnungs-, Dienstleistungs- und Bürgerkommune) nicht, sie ergänzt sie um eine Fähigkeit, die in komplexen Lagen und Krisen den Unterschied macht.

Wo ist Ihre Kommune längst Netzwerkkommune?

Sie fangen nicht bei null an. Ob aktives Vereinsleben, kommunale Präventionsketten, regionale Wirtschaftsförderung oder interkommunale Zusammenarbeit: Jede Kommune ist längst Teil von Netzwerken, oft ohne es so zu nennen. Der erste Schritt ist deshalb eine ehrliche Bestandsaufnahme: In welchen Kooperationen sind wir aktiv, welche davon erzielen wirklich Wirkung, und in welchen Rollen treten wir dabei auf? Sind wir Regulatorin und Vollzieherin? Oder verstehen wir uns als Partnerin oder Vernetzerin? Wer das beantwortet, erkennt, wo sich der Ausbau hin zur Netzwerkkommune lohnt.

Was macht daraus eine verlässliche Fähigkeit?

Aus einzelnen Engagierten wird noch keine Netzwerkkommune. Verlässlich wird die Zusammenarbeit erst, wenn Menschen sich einbringen wollen (Haltung), können (Kompetenzen) und dürfen (Freiraum). Diesen Freiraum schaffen die Führungskräfte, Mitarbeitende füllen ihn mit Mut zu neuen Rollen. Dauerhaft trägt das nur, wenn Netzwerkarbeit zur regulären Aufgabe wird, verankert in Stellenbeschreibungen, Zielvereinbarungen und Regelterminen. Der Maßstab bleibt die Wirkung, nicht der Aufwand. Denn Netzwerken ist kein Selbstzweck.

Wie der Weg dorthin gelingt, zeigt der KGSt-Bericht 9/2026 „Netzwerkkommune – Leitbild, Einordnung und Governance“.

Gudrun Burhorn Refeentin bei KGSt

Gudrun Burhorn ist Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement der KGSt.

Hendrik Ewens, Referent bei KGSt.

Hendrik Ewens ist Referent im Programmbereich Organisations- und Informations­management der KGSt.

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