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Julia Töpfer vom Ludwigsburger Bürgerbüro zeigt, wie der Ausweis-Automat funktioniert
Julia Töpfer vom Ludwigsburger Bürgerbüro zeigt, wie der Ausweis-Automat funktioniert
© @Stadt Ludwigsburg

Der Ausweis-Automat ist da

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
4. April 2019
Es wird viel über die Digitalisierung diskutiert - da sollen Personalausweise online beantrag werden können und vieles mehr. Doch früher oder später muss trotzdem jeder Bürger im Rathaus aufschlagen - spätestens, wenn er seinen neuen Ausweis abholen will. Die Stadt Ludwigsburg bietet nun einen - bisher deutschlandweit einmaligen - Service an, mit dem Bürger ihren Ausweis rund um die Uhr abholen können. KOMMUNAL meint: Unbedingt zum Nachahmen empfohlen!

Auf den ersten Blick sieht der Ausweis-Automat im Bürgerbüro der Stadt Ludwigsburg aus, wie eine Packstation von DHL oder anderen Anbietern. Und in der Tat, die Idee ist auch genau die Gleiche. Ausweise, Reisepässe und andere Dokumente sollen die Einwohner ab sofort rund um die Uhr beim Bürgeramt abholen können. Und das absolut sicher. 

Denn anders als Packstationen arbeitet der Ausweis-Automat mit Fingerabdruck. Den muss jeder Bürger beim Beantragen eines neuen Ausweises ja ohnehin hinterlegen. Wenn nun also der Ausweis fertig ist, wird dieser in die "Packstation im Bürgeramt" - sprich den Ausweis-Automaten gelegt. Der Bürger wird zeitgleich per SMS oder E-Mail benachrichtigt und kann dann - wann immer er Zeit hat - seinen Ausweis an dem Terminal abholen. Tag und Nacht - mit persönlichem Fingerabdruck und einem PIN-Code. 

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Ausweis-Automat ist in Deutschland neu 

Nach Angaben der Stadtverwaltung, die den Service am Mittwoch offiziell vorgestellt haben - gibt es ähnliche Projekte noch in keinem anderen deutschen Rathaus. Und in der Tat, auch wir kannten die Idee bisher nur aus dem Ausland. 

Zunächst handelt es sich bei dem Ausweis-Automat übrigens um einen Test. Ein Jahr lang will die Kommune ausprobieren, ob und wie der Service angenommen wird und ob es doch noch technische Probleme gibt. Danach könnte das Projekt in den Regelmodus gehen. 

Auf die Sicherheit hat die Stadt übrigens höchsten Wert gelegt. Das beginnt schon beim Einlegen der Dokumente in den Ausweis-Automaten. Hier gilt das Vier Augen Prinzip. Sprich: es legen immer zwei Mitarbeiter zusammen den Ausweis ein, scannen dann den Barcode mit der Buchungsnummer ein. Zeitgleich mit dem Schließen der Tür des Faches wird automatisch eine SMS oder E-Mail an den Antragssteller versendet. Mit der Nachricht bekommt er zusätzlich noch einen Pin-Code. Diesen muss der Antragssteller beim Abholen zunächst eingeben, danach wird er zum Einlesen des Fingerabdrucks aufgefordert. War auch das erfolgreich, öffnet sich das Fach in dem das Dokument liegt. 

Der Automat steht vor dem Bürgerbüro und ist somit rund um die Uhr erreichbar. 

Wer sich für das Terminal interessiert: Die technische Umsetzung hat die Kern GmbH, ein Schweizer Familienunternehmen mit Tochtergesellschaft in Bensheim, umgesetzt. In der Testphase ist der Automat für die Stadt übrigens kostenfrei. Nach der Testphase kann die Stadt das Terminal nach eigenen Angaben entweder kaufen oder zurückgeben. 

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