Baden-Württemberg will Ehrenamt stärken
Projekte können mit bis zu 30.000 Euro gefördert werden
Um das zu finanzieren, wurde mit der Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung eigens ein Landesförderprogramm aufgelegt. Projekte und Initiativen können mit bis zu 30.000 Euro unterstützt werden.
„Der türkischstämmige Feuerwehrmann, die Sportjugendtrainerin im Rollstuhl, die Schülerin, die Älteren den Umgang mit Computern nahe bringt, der mittelständische Betrieb, der sich um die Pflege des Waldlehrpfads kümmert – solche Beispiele sind noch zu selten. Mein Ziel ist, dass sie Normalität werden, denn sie symbolisieren das Engagement von morgen“, sagte die Ministerin. „Mit der Engagementstrategie schaffen wir Mitwirkungs- und Mitgestaltungschancen für alle.“
Die Menschen sollen da abgeholt werden, wo sie leben
Die „Engagementstrategie Baden-Württemberg“ ist das Ergebnis eines rund einjährigen, breit angelegten Dialogprozesses. Richteten sich bisherige Initiativen zur Förderung des Ehrenamts an bestimmte Personengruppen wie etwa Ältere oder Menschen mit Migrationshintergrund, so zielt die Engagementstrategie erstmals auf alle Bürger. Die Lebensräume der Menschen vor Ort – in der Kommune, im Wohnviertel, im ländlichen Raum – sollen stärker als bisher in den Blick genommen werden.
Schon jetzt liegt das Land beim Ehrenamt an der Spitze
Modellprojekte in Städten und Gemeinden sollen erproben, wie ein solidarisches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft aussehen kann. Dazu gehören Vorhaben, die sich beispielsweise mit Inklusion, Integration, dem Dialog der Generationen, Engagement im Alter oder in der Pflege beschäftigen.
Ministerin Altpeter: „Fast jede zweite Baden-Württembergerin und jeder zweite Baden-Württemberger engagiert sich bürgerschaftlich. Damit liegt Baden-Württemberg beim Ehrenamt bundesweit mit an der Spitze. Mit der Engagementstrategie legen wir die Weichen dafür, dass diese breite Beteiligung auch in Zukunft möglich sein wird.“