Zwei Köpfe als Baumkronen dargestellt
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Führung neu gedacht: So profitieren Kommunen von Topsharing

25. März 2026
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Immer mehr Kommunen setzen auf Topsharing, ein modernes Führungsformat, bei dem zwei Personen gemeinsam eine Leitungsposition übernehmen. Dabei stehen nicht Arbeitszeitmodelle im Vordergrund, sondern die partnerschaftliche Aufteilung von Verantwortung und Aufgaben.

Was Topsharing ausmacht:

Geteilte Verantwortung: Beide Tandempartner:innen tragen Verantwortung für Personalführung, strategische Entscheidungen und die operative Leitung.

Enge Abstimmung: Regelmäßige, transparente Kommunikation und kooperative Entscheidungsprozesse sind zentral.

Aufgaben nach Kompetenzen und Interessen verteilen: Tandems entscheiden, welche Themen sie gemeinsam bearbeiten („Pairing“) und welche sie getrennt bearbeiten („Splitting“).

Flexible Arbeitsmodelle: Dienstzeiten können – in Voll- oder Teilzeit – so organisiert werden, dass dienstliche Anforderungen und private Bedarfe zusammenpassen.

Warum das für Kommunen relevant ist

Topsharing wurde in seinen Anfängen vor allem als Instrument zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie verstanden und meist auf Teilzeitmodelle für weibliche Führungskräfte begrenzt. In der kommunalen Praxis zeigt sich inzwischen ein deutlich breiterer Mehrwert. Im Fokus stehen dabei die Potenziale für das Personalmanagement, wie die Erschließung neuer Zielgruppen für Führungsaufgaben, die Entlastung von Führungskräften, die Förderung des Wissenstransfers zwischen erfahrenen und neuen Führungskräften, die Förderung der Personalentwicklung und die bessere Besetzung komplexer Planstellen mit sich ergänzenden Kompetenzen. Ein wesentlicher Zusatznutzen zeigt sich in der kommunalen Praxis jedoch in seinem Beitrag zur Bewältigung komplexer Herausforderungen, zur Entwicklung einer modernen, zukunftsorientierten Führungs- und Organisationskultur sowie zur Stärkung der organisationalen Resilienz.

Was Kommunen für die Einführung brauchen

Der kürzlich erschienene KGSt-Bericht „Topsharing. Führen im Tandem als Innovationsbooster“ beschreibt verschiedene Topsharing-Modelle und zeigt praxisnah,

- wie sich Tandems intern und extern sichtbar machen lassen,

- wie geeignete Tandems gewonnen werden können,

- welche organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen nötig sind und

- welche begleitenden Maßnahmen der Personalentwicklung sinnvoll sind.

Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Kommunen veranschaulichen zudem, wie Topsharing konkret funktioniert und welchen Mehrwert es stiftet.

Fazit

Topsharing ist mehr als ein Trend. Kommunen, die Führung im Tandem einführen, profitieren von innovativer Führungsdynamik, größerer Flexibilität und einer gestärkten Resilienz gegenüber künftigen Herausforderungen.

Mehr Informationen: (QR-Code mit Link zum Bericht www.kgst.de/doc/20260204A0003)

QR

Autorin:

Heike Krutoff

Heike Krutoff ist Referentin im Programmbereich Personalmanagement der KGSt.

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