Webinarreihe "Sicherheit um 6"
Krisenfest handeln: Wie Kommunen ihre Resilienz stärken können
Stromausfälle, Cyberangriffe, Hochwasser: Kommunen müssen heute jederzeit auf unterschiedlichste Krisenszenarien vorbereitet sein. Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Gefahrenabwehr. Gefragt sind belastbare Strukturen, funktionierende Netzwerke und eine Verwaltung, die auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleibt.
Resiliente Strukturen statt Musterlösungen: Was Kommunen brauchen
Dabei gibt es keine universelle Musterlösung. Jede Kommune steht vor eigenen Herausforderungen: unterschiedliche Infrastrukturen, verschiedene Gefährdungslagen und individuelle organisatorische Voraussetzungen. Entscheidend ist deshalb, frühzeitig geeignete Strukturen aufzubauen und regelmäßig weiterzuentwickeln.
Wie Kommunen belastbare Strukturen aufbauen und ihre Krisenvorsorge praxisnah weiterentwickeln können, zeigt das Webinar "Krisenvorsorge und resiliente Netzwerke in Kommunen" mit Albrecht Broemme, Axel Düker und Thorsten Herrmann.
"In der Krise Köpfe kennen": Vernetzung als Schlüssel
Im Mittelpunkt stehen konkrete Ansätze, wie Kommunen ihre Krisenvorsorge systematisch weiterentwickeln können. Ein wichtiger Baustein dabei ist die frühzeitige Vernetzung aller relevanten Akteure. Denn im Ernstfall entscheidet häufig nicht nur die Planung, sondern auch, ob die richtigen Ansprechpartner bereits bekannt sind – nach dem Prinzip: "In der Krise Köpfe kennen".
Zusammenarbeit mit Betreibern Kritischer Infrastruktur (KRITIS)
Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Betreibern Kritischer Infrastruktur ist elementar. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Energie, Wasser, Gesundheit, IT und Telekommunikation, Verkehr und auch Akteure der Zivilgesellschaft. Ein möglicher erster Schritt kann der Aufbau eines "Runden Tischs KRITIS" sein, um Zuständigkeiten, Ressourcen und Kommunikationswege frühzeitig abzustimmen.
Kommunikations- und Organisationsstrukturen: Der PDCA-Zyklus als Kompass
Ebenso wichtig ist eine belastbare Kommunikations- und Organisationsstruktur innerhalb der Kommune. Risiken offen anzusprechen, Verantwortlichkeiten festzulegen und Abläufe regelmäßig zu überprüfen, bildet die Grundlage eines funktionierenden Risiko- und Notfallmanagements. Orientierung bietet dabei der PDCA-Zyklus ("Plan – Do – Check – Act"), mit dem Maßnahmen kontinuierlich geplant, überprüft und angepasst werden können.
Übertragbare Prozesse und regelmäßige Übungen
Viele Prozesse – etwa Alarmierungsketten, Prioritäten oder Kommunikationswege – lassen sich dabei auf unterschiedliche Krisenszenarien übertragen. Regelmäßige Übungen helfen zusätzlich, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu stärken.
Webinar aus der Reihe "Sicherheit um 6": Krisenvorsorge und resiliente Netzwerke in Kommunen
Das Webinar verbindet fachliche Impulse mit praxisnahen Beispielen aus der kommunalen Realität und bietet kommunalen Führungskräften die Möglichkeit, konkrete Ansätze für die eigene Krisenvorsorge mitzunehmen und sich mit anderen Verantwortlichen auszutauschen.
Termin: 19. August, 18:00–19:30 Uhr
Anmeldung: Sicherheit um 6: Krisenvorsorge und resiliente Netzwerke in Kommunen
Die Referenten im Überblick
- Albrecht Broemme – Experte für Katastrophenschutz, ehemaliger Leiter der Berliner Feuerwehr.
- Axel Düker – Manager bei Habbel GmbH, Bürgermeister a. D.; Erfahrung im Aufbau eines Krisenstabes und in der Erstellung von Alarmplänen, Mitarbeit in einer Steuerungsgruppe der Region Hannover für Gefahrenabwehr bei ABC-Lagen.
- Thorsten Herrmann – Bürgermeister a. D.; Erfahrung als Veranstaltungsleiter sowie in Veranstaltungsleitungen und Krisenstäben von Großveranstaltungen; Mitglied im Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.
Denn resiliente Kommunen entstehen nicht erst in der Krise – sondern durch vorausschauende Vorbereitung im Alltag.