Gemeinsame Initiative: Die Stadt als Sport- und Bewegungsraum © fotolia.com

Lust auf Sport machen

27. Oktober 2014
Stadtplanung im Sinne des Sports - mit einem Appell für mehr Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum haben sich jetzt der Bundesverband der Spielplatz- und Freizeitanlagen Hersteller und der Deutsche Städte- und Gemeindebund zu Wort gemeldet.

Bewegungsbroschüre wollen der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Bundesverband der Spielplatz- und Freizeitanlagen Hersteller (BSFH) die Bürger fit machen und sie ermuntern, mehr Sport zu treiben. „Regelmäßiger Sport beugt Krankheiten vor und fördert das Wohlbefinden. Er hilft, Stress abzubauen und die Lebensqualität zu erhöhen“, sagte Tilo Eichinger, der 1. Vorsitzende des BSFH.
„Öffentliche Bewegungsräume sind eine wichtige Säule, um den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort jederzeit zugängliche und kostenfreie Angebote für mehr Bewegung zu geben“, ergänzte das Geschäftsführende Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Dr. Gerd Landsberg, anlässlich der Veröffentlichung der Info-Broschüre.

 Prävention ist alles

Landsberg wies darauf hin, dass die durch Bewegungsmangel verursachten Krankheiten in Deutschland schon seit Jahren auf dem Vormarsch seien. Bereits bei Grundschulkindern hätten massive Defizite bei der Koordination.
Auch um die Kondition vieler Kinder sei es nicht zum Besten bestellt. Die Gründe seien vielschichtig: „Wir bewegen uns zu wenig, verbringen zu viel Zeit vor dem Fernseher und dem Computer und sind zu bequem geworden“, sagte Landsberg. Statt die Treppe zu nehmen, würden viele Bürger den Aufzug vorziehen. „Es ist einfacher, vom Sofa aus den Sportlern zuzuschauen und die eigenen Aktivitäten auf den nächsten Tag zu verschieben“, betonte der DStGB-Präsident.

 Mehr Bewegungsraum

Es sei Aufgabe der Kommunen, den Bürgern Lust auf Sport zu machen und geeignete Bewegungsräume für die Menschen vor Ort zu schaffen. Die ganze Stadt oder die ganze Gemeinde sollte als Sport- und Bewegungsraum genutzt werden können. Dazu zählen die Parks und Grünflächen ebenso wie Bewegungsparcours, die von alten und jungen, sportlichen oder unsportlichen Bürgern gleichermaßen genutzt werden können, so Landsberg.

Schlagwörter