Photovoltaik
Wettbewerb: Welche Kommune führt beim PV-Ausbau?
Wattbewerb - Wettbewerb läuft mehrere Jahre
Gestartet wurde das Klimaschutz-Projekt am 21. Februar 2021. Damals waren zum Wattbewerb zunächst nur Städte zugelassen. Seit 1. Januar 2022 können auch Gemeinden teilnehmen. Es wird noch eine Zeitlang laufen. "Ausgehend von den Ausbaugeschwindigkeiten der letzten Jahre schätzen wir die Laufzeit des Spiels auf drei bis vier Jahre", so die Organisatoren. "Je schneller es endet, desto früher haben wir unsere Ziele beim Klimaschutz erreicht."
Und wer steckt hinter dem Projekt? "Wir sind inzwischen eine Gruppe von 15 Leuten, die den Wattbewerb organisieren, unentgeltlich im Ehrenamt, sagt Helmut Göbel vom Orga-Team. Alle parteiunabhängig, nur Göbel engagiert sich bei den Grünen im Ortsvorstand in Unterschleißheim. Und alle stecken viel Arbeit in den Wattbewerb. "Die Energiewende kommt nicht von selbst", betont Göbel. "Wir brauchen dafür ein bürgerschaftliches Engagement. Zu Industrie, Politik und Handwerk, die alle ihren Beitrag leisten."

Ein konzentriertes Ausbauprogramm für Photovoltaik ist auch ein lokales Konjunkturprogramm."
Es soll auch Spaß machen: Mit einem spielerischen Ansatz will der Wattbewerb das Konkurrenzdenken zwischen Städten und Gemeinden entfachen. Welche Gemeinde, welche Kleinstadt und welche Großstadt schafft den größten Photovoltaik-Zubau pro Einwohner?
So funktioniert der Wattbewerb
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Die erste Runde von Wattbewerb läuft, bis die erste Großstadt die installierte PV-Leistung je Einwohner verdoppelt hat. Sobald sie die Kapazität verdoppelt hat, wird das Spiel angehalten und es gibt für die drei Kategorien jeweils einen Gewinner, der bekommt ein Zertifikat. Die Verdopplung des Startwerts ist aber nur eine Zwischenetappe. Das Spiel startet dann in die nächste Runde.
- Es gibt drei Kategorien: Großstädte, Städte und Gemeinden. Kreise oder Gemeindeverbünde können vorerst nicht bei Wattbewerb mitmachen. Eingegeben werden muss der Gemeindeschlüssel.
- Verliehen werden auch Quartalawards.
- Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Gemeinde, einer übergeordnete Verwaltungseinheit oder der zuständigen Klimaschutzstelle registriert sich für die Teilnahme. Wichtig: Sie muss dazu von der Gemeinde beauftragt sein. Wie die Entscheidung der Gemeinde legitimiert ist, wird von Wattbewerb nicht überprüft. Wichtig ist auch, dass die Kommune den Beschluss zur Teilnahme innerhalb der Verwaltung abstimmt, an alle maßgeblichen Mitarbeiter kommuniziert und gerne Wattbewerb in die Energiewendestrategie integriert. Kommunen mit einem politischen Teilnahmebeschluss setzen nach Einschätzung der Wattbewerbs.-Organisatoren später ihre Konzepte entschlossener um.
- Wie die Entscheidung der Kommune legitimiert ist, wird von Wattbewerb nicht überprüft.
- Ein späterer Einstieg bedeutet keine Nachteile in Bezug auf die Siegchancen oder das Ranking bei Wattbewerb, da die Startwerte immer zum Stichtag 21.02.2021 ermittelt werden.
- Für die teilnehmenden Kommunen wird die gesamte im Gemeindegebiet installierte Nennleistung der Photovoltaik in kWp auf Basis der offiziellen Daten des Marktstammdatenregisters (MaStR) wöchentlich und automatisch durch die Plattform ermittelt und dargestellt. Das ist ein großer Vorteil für Kommunen, da sie sich nicht selbst um die Datenermittlung kümmern müssen. D
- Die Kommunen profitieren von den grafischen Inhalten und Vorlagen, die Wattbewerb bereitstellt. Entwickelt wurde der Content von Studierenden des Instituts für Mediendesign der Hochschule Salzgitter.
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Ziel ist es auch, dass Kommunen sich vernetzen - über das „Forum Wattbewerb“.
Wie finanziert sich der Wattbewerb?
"Wir finanzieren uns durch Spenden und Mitglieder des Vereins zahlen einen Jahresbeitag", erklärt Helmut Göbel vom Organisationsteam. Für die Teilnahme muss eine Kommune aber nicht Mitglied werden.Unterstützt wird der Wattbewerb von Fossil Free Karlsruhe, Parents for Future Germany, Fridays for Future Deutschland und Scientists for Future Deutschland.

Wer liegt derzeit vorn beim Wattbewerb?
Und wer liegt momentan im Ranking? Die Stadt Gütersloh führt und liegt beim Ausbaugrad bei 40 Prozent. Bei den Städten unter 100.000 Einwohnern führt aktuell die Stadt Aichach in Bayern, bei den Gemeinden liegt die Gemeinde Falkenberg in Niederbayern vorn. Es ist eine Berg- und Talfahrt: "Meine Nachbargemeinde Neufahrn im Landkreis Freising belegte lange Zeit Platz 1", erzählt Göbel."2021 wurde dort eine sehr große Flächenanlage installiert. Aber inzwischen ist sie abgerutscht auf Platz 7. Das Gute daran: Man kann sich nicht auf dem ausruhen, was man erreicht hat. "Abgerechnet wird zum Schluss", sagt Göbel.
Lippstadt als Beispiel
Als eine der ersten Kommunen hatte sich die Stadt Lippstadt in Nordrhein-Westfalen am Wattbewerb beteiligt und bekam einen Quartals-Award Die 73-000-Einwohner-Stadt im Kreis Soest startete im Februar 2021 im Wettbewerb mit der Gesamtzahl von 1.535 PV-Anlagen und einer installierten Leistung von etwa 25 Megawattpeak. Zum Beispiel Lippstadt!
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