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  1. Panorama
  2. Feuerwehr
  3. Feuerwehr: Standort Apps retten Leben
Die Feuerwehr rückt immer häufiger nach Alarmierung durch Apps an

Feuerwehr: Standort Apps retten Leben

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
4. Juli 2017
Die gelten als mobile Schutzengel, funktionieren mit jedem Smartphone. Apps, die im Notfall Standorte durchgeben. Was sagen Feuerwehr und Rettungsdienste zu solchen Programmen?

Fast jeder Deutsche hat inzwischen ein Smartphone. Im Falle eines Unglücks kann das Leben retten. Denn nach Unfällen – etwa im Wald – kann der Verunglückte oft nicht genau beschreiben, wo er sich befindet. Doch anders als viele glauben, kann die Feuerwehr den Standort eines Handys nicht automatisch auf wenige Meter orten. Übertragen wird nur der Standort des nächsten Funkmastes – und der kann auch zwei Kilometer entfernt sein. Deshalb empfiehlt die Feuerwehr, Standort-Apps herunterzuladen. Wer sie öffnet und den Notruf drückt, wird direkt mit der Feuerwehr verbunden. Diese bekommt die genauen Standortdaten.

Feuerwehr und Co - die Zahl der Apps ist riesig

Die Auswahl reicht von kostenlosen Varianten bis hin zu teuren Jahres-Abonnements von über 20 Euro. Zu den Siegern in diversen Tests gehört etwa die I Phone App „Einfach hier“ – sie ist kostenlos. Für Android Nutzer wird häufig die App „Standort“ empfohlen. Wobei Datenschützer bei den kostenlosen Apps häufig ergänzen, dass natürlich die Hersteller trotzdem Geld verdienen wollen – häufig über die Daten, die freigegeben werden.

Es gibt eine kostenfreie Alternative

Doch nicht jeder hat im Notfall eine solche App parat. Die Feuerwehr empfiehlt daher den weit verbreiteten Messanger-Dienst Whats App. Kann der Verunglückte den Unfallort nicht genau beschreiben, schickt die Feuerwehr eine Whats App an die Handynummer. Dieser muss dann lediglich seinen Standort zurücksenden. „Das funktioniert fast immer reibungslos“, erklärt etwa Martin Gust, der Leiter der Notruf-Leitstelle in Hagen.

Feuerwehr lobt Smartwatches

Moderner sind inzwischen erste Smartwatches. Die Apple-Watch etwa hat eine eigene Notruf-Taste. Wer sie drückt, wird direkt mit der Feuerwehr verbunden, die Textnachricht der Uhr enthält zudem genaue Angaben zum Standort. Auf Wunsch können weitere Personen wie etwa Familienmitglieder gleichzeitig per Textnachricht über den Hilferuf informiert werden. Einziges Manko: Die meisten Apps funktionieren natürlich nur, wenn der Verunglückte auch Internetempfang hat! Informationen zu den App-Angeboten der Feuerwehr gibt es hier: www.feuerwehr-apps.com

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