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Glasfaser für Alle in Sachsen-Anhalt: Meilenstein für Giganetz im Landkreis Börde

15. August 2022
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Das Giganetz im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt hat schon immer auf Tempo gesetzt und setzt mit seiner Größe Maßstäbe für den Breitbandausbau im ländlichen Raum. Die Zielgerade beim Ausbau ist in Sicht. Der erste Technikverteiler (Gebietsverteiler) am Standort Rätzlingen in der Stadt Oebisfelde-Weferlingen wurde am 11. April 2019 gesetzt und bald darauf von der DNS:NET als Netzbetreiber und technologischem Partner für das Börde Giganetz in Betrieb genommen. Knapp ein Jahr nach dem Anschluss der ersten Haushalte in einer der acht Mitgliedsgemeinden, der Verbandsgemeinde Elbe-Heide gibt es nun einen der wichtigsten Meilensteine beim Giganetz der ARGE Breitband zu verkünden: der letzte Technikstandort wurde gesetzt.

Bei dem Vorzeigeprojekt für die Infrastruktur des ländlichen Raumes werden 1.330 Kilometer Tiefbau und fast 7.000 Kilometer Glasfaserkabel realisiert. Mit dem Setzen der beiden letzten Technikverteiler in Zielitz und Rogätz Anfang August ist nicht nur die gesamte Verbandsgemeinde Elbe-Heide technisch auf dem aktuellen Stand, es ist auch der Abschluss der Tiefbauarbeiten und technischen Strukturen zur Vorbereitung der Inbetriebnahme für den gesamten Bördelandkreis in greifbare Nähe gerückt.

„Das ARGE Gebiet ist als eines der größten zusammenhängenden FTTB/H Ausbaugebiete in der Bundesrepublik von Anfang an ein Projekt mit Signalwirkung gewesen.  Gemeinsam haben die ARGE Breitband und alle Projektverantwortlichen zusammen mit der DNS:NET von der Vertragsunterzeichnung für das Bördenetz bis zum Komplettausbau und Inbetriebnahme ein beachtliches Tempo vorlegen können und setzen so neue Maßstäbe für eine Glasfaserversorgung im ländlichen Raum und auf einer Fläche von über 1.600 Quadratkilometern.“, so Alexander Lucke, CEO DNS:NET.

Beim Pressetermin am 9. August bekräftigten der Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette, die Bauleitung der Verbandsgemeinde und die Ortsbürgermeister von Zielitz und Rogätz die Besonderheit des kommunalen Großprojektes und freuten sich auf die Möglichkeiten der digitalen Verwaltungsprozesse sowie die Anbindung aller Unternehmensstandorte der Gemeinde.

Thomas Schmette, Verbandsgemeinde-Bürgermeister Elbe-Heide: „Die enormen Bemühungen und das Engagement beim Ausbau haben sich absolut gelohnt. Herzlichen Dank an alle Beteiligten. Ich bin sehr froh, dass wir nun am Verwaltungsstandort bald nicht nur theoretisch, sondern praktisch von den Giganetzdatenraten profitieren werden und dass die Verbandsgemeinde nun komplett ans ARGE Netz angeschlossen werden kann.“ 

Holger Haupt, Leiter der Stabsstelle Breitband – Landkreis Börde unterstreicht „Immer noch zu viele sprechen vom notwendigen Glasfaserausbau, im Landkreis Börde werden stattdessen Glasfasernetze fertiggestellt. Die Glasfasergeschichte begann 2018 mit dem zentralen Spatenstich der acht ausbauenden Gemeinden: Elbe-Heide, VG Flechtingen, Niedere Börde, Oebisfelde-Weferlingen, EG Barleben, Wanzleben, Oschersleben und Westliche Börde. Der erste von über 20 zentralen Schaltknoten, PoPs (Points of Presence), wurde im Jahr 2019 im Landkreis Börde gesetzt, heute wurden die zwei letzten PoPs in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide der Bestimmung übergeben. Nach nur vier Jahren der Planung und des Ausbaus befinden wir uns auf der Zielgeraden, das heißt, dass 75 Prozent aller baulichen Maßnahmen im gesamten Gebiet der ARGE-Breitband geschafft sind. Dieser Stand verlangt von allen Akteuren immense Kraftanstrengungen und dies trotz Corona-Pandemie, Hitzesommer, Preissteigerungen und Arbeitskräftemangel. Eine der größten Herausforderungen liegt jedoch im ländlichen Raum selbst, den weiten Strecken und der geringen Besiedlungsdichte. Diese Faktoren machen den Glasfaserausbau wirtschaftlich schwierig. Die Gemeinden der ARGE-Breitband, so auch alle Mitgliedsgemeinden von Elbe-Heide, haben sich jedoch ein Ziel gesetzt – Glasfaser bis zur letzten „Milchkanne“. Egal ob es ein Unternehmen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, ein Zeltplatz, ein Agrarbetrieb oder ein Aussiedlerhof ist. Wer Glasfaser will und rechtzeitig bestellt, bekommt auch eine neue Lichtleitung. In diesem Punkt unterscheiden sich die kommunalen Netze vom herkömmlichen Ausbau. Glasfaserausbau ist ein Bestandteil der Daseinsvorsorge und erst danach kommt die Wirtschaftlichkeit. Der kommunale Ausbau erfolgt deshalb zur Hälfte mit finanzieller Unterstützung des Bundes, die andere Hälfte refinanziert die Gemeinde über einen langen Zeitraum über Pachteinnahmen, die vom Netzbetreiber DNS:NET GmbH kommen.“

Er ergänzt: „Technisch werden mit diesen zwei PoPs die Lücken im Netzverbund der acht ARGE-Gemeinden geschlossen. Sind alle Glasfaserleitungen verlegt, hängen alle Netzknoten und somit alle Kunden sicher im Netz. Sicherheit vor Schnelligkeit, an diesem Netz hängen nach Fertigstellung über 40.000 Kunden im Landkreis Börde. Genauso wichtig ist der Verbundgedanke der acht Gemeinden, jede Gemeinde garantiert mit ihrem kommunalen Netzbereich die Geschlossenheit des Gesamtnetzes.

Wirtschaftlich und strategisch ist der vollständige und homogene Glasfaserausbau in den ARGE-Gemeinden die richtige Entscheidung. Hier treffen sich Wirtschaftsförderung und gesellschaftliche Teilhabe gleichermaßen. Elbe-Heide wie auch die anderen sieben ARGE-Gemeinden finanzieren in die Bildungslandschaft und schaffen die Grundvoraussetzung für die Digitalisierung. Die ARGE-Gemeinden haben diese Entwicklung nicht dem Zufall überlassen, sie haben ein Teil der Zukunft aktiv gestaltet.“

Glasfaser für Sachsen-Anhalt
Glasfaser für Sachsen-Anhalt:  In der Verbandsgemeinde Elbe-Heide wird ein Meilenstein beim Giganetz der ARGE Breitband im Landkreis Börde erreicht Ein wichtiger Meilenstein ist mit dem Setzen des letzten Technikverteilers des Giganetzes in Elbe-Heide erreicht worden, mit dabei u.a. die Bürgermeister und Stellv. Bürgermeister von Rogätz, Zielitz, Bürgermeisterin von Loitsche-Heinrichsberg, Bürgermeister der VG Elbe-Heide, DNS:NET und die ARGE Breitband

Glasfaser für Sachsen-Anhalt

Glasfaser für Sachsen-Anhalt

Daten/Fakten zur Region:

Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide ist eine Gebietskörperschaft im Nordosten des Landkreises Börde in Sachsen-Anhalt mit einer Fläche von 369,4 km² und über 13.000 Einwohnern. Angern ging als erste Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Elbe-Heide online. Hier leben über 2.000 Einwohner auf einer Fläche von 64,21 km².

Infos:  www.elbe-heide.de

Ausbauleistung der ARGE-Breitband im Landkreis Börde

68 Prozent der Gemeindegebiete des Landkreis Börde sind „weiße Flecken“. Realisiert werden 1.330 km Tiefbau. Knapp 2.600 km Leerrohre werden verlegt und fast 7.000 Kilometer Glasfaserkabel. Das entspricht etwa 580.000 km Fasern zur Datenübertragung. Die Glasfaser wird direkt ins Haus gelegt, von der kleinsten Siedlung mit wenigen Einwohnern bis hin zur städtischen Größenordnung. Knapp 6000 potentiell zu erschließende Unternehmen können auf ihren FTTB Anschluss zählen, im ARGE Gebiet befinden sich dabei 90 Prozent aller Unternehmen in Wohnlagen oder Mischgebieten und nur zehn Prozent in klassischen Gewerbegebieten. Auch die Erschließung aller Bildungseinrichtungen ist hier Standard, so werden alle Schulen und auch alle Kindertagesstätten mit Glasfaser erschlossen. Mit dem Ausbau der weißen Flecken ist es nicht getan, aktuell bauen nunmehr Elbe-Heide und weitere sechs Gemeinden zu 100 Prozent die Gemeindegebiete aus. Jetzt kommen auch noch die sogenannten „grauen Flecken“ unter den sogenannten Pflug. Die kommunalen Netze werden homogen und flächendeckend. Die ARGE-Breitband Struktur setzt damit Maßstäbe für Sachsen-Anhalt und überregional. Die DNS:NET realisiert als Netzbetreiber und Partner das kommunale Glasfasernetz im Landkreis Börde, um bisher unterversorgten Regionen durch die Bereitstellung der führenden Kommunikationstechnologie den Anschluss an die digitale Zukunft mit Gigabit-Anschlüssen zu ermöglichen. Mehr Infos: giganetz-boerde.de

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