Kinder beim Malen mit ihrer Betreuerin. © Robert Kneschke/fotolia.com

Kommunen an der Schmerzgrenze

10. August 2015
Verfahrene Situation: Die Gewerkschaften haben den Schlichterspruch abgehnt. Die Arbeitgeber wollen nicht mehr zahlen. Drohen neue Kita-Streiks?
Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbandes, Helmut Dedy, erklärte: "Nach wochenlangen Streiks und einem von beiden Seiten gebilligten Schlichtungsergebnis haben die Städte kein Verständnis dafür, wenn es nun erneut zu Streiks kommen sollte und Eltern und Kinder dies wieder ausbaden müssten. Mit dem Schlichtungsergebnis sind erhebliche finanzielle Belastungen für die kommunalen Haushalte verbunden, die finanzschwache Kommunen besonders treffen. Deshalb erwarten wir von den Gewerkschaften, dass sie am Verhandlungstisch den von den Schlichtern vorgeschlagenen finanziellen Verbesserungen für die Erzieherinnen und Erzieher zustimmen. Die Städte unterstützen ausdrücklich Gehaltssteigerungen wegen gestiegener Anforderungen für bestimmte Gruppen von Erzieherinnen und Erziehern. Wir sind daher bereit, einen Tarifabschluss entsprechend dem Kompromiss des Schlichterspruchs mitzutragen, obwohl er die Kommunen teuer zu stehen kommt. Die ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaften gingen eindeutig zu weit."

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