Kommunen wollen Polizei entlasten
im Gespräch mit der „Rheinischen Post“: „Neben der Terrorgefahr sind es die gestiegene Einbruchskriminalität und die steigende Gewaltbereitschaft Jugendlicher, die die Leute beunruhigen.“ Auf dieses Angstgefühl müsse es eine Antwort geben. „Die Antwort kann nur darin bestehen, dass wir mehr Polizeipräsenz auf den Straßen brauchen“, sagte Landsberg. „Man braucht nicht notwendigerweise eine polizeiliche Unfallaufnahme bei Bagatellschäden.“ Dies könnten auch Fachleute vom TÜV übernehmen.
Bund und Länder wollen die Zahl der Polizistenstellen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Bis die ersten neuen Polizisten ihre Ausbildung abgeschlossen haben, vergehen jedoch mehrere Jahre. Zwischen 1998 und 2015 hatten die Bundesländer rund 5.900 Polizeibeamte eingespart.
Ansbachs Oberbürgermeisterin Carda Seidel zufolge können schon einfache Maßnahmen mehr Sicherheit zeigen. Bevor in ihrer Stadt ein Terrorist eine Bombe zündete und dabei 15 Menschen verletzte, waren die Sicherheitsmaßnahmen in Ansbach erhöht worden. Grund war der Amoklauf in München wenige Tage zuvor. Da nun in der Stadt mehr Security-Personal anwesend war und beim Einlass auf das Festivalgelände „Reitbahn“ alle Taschen kontrolliert wurden, brach der Terrorist seinen Versuch ab, auf das Gelände zu kommen. Stattdessen explodierte seine Bombe vor dem Gelände und tötete durch Glück keinen Bürger.