Mehr Engagement für innere Sicherheit

Die Terroranschläge auf europäische Städte in den letzten Jahren haben vielen Bürgern das Sicherheitsgefühl genommen. Ihnen das Gefühl zurückzugeben und so ihre Lebensqualität wiederzugeben, ist eine geteilte Aufgabe von Kommunen, Ländern und Bund, meint der Deutsche Städtetag. In einem aktuellen Positionspapier formuliert er dazu 15 Grundpositionen.

"Die Lebens- und Wohnqualität in unseren Städten hängt ganz entscheidend davon ab, dass sich die Menschen in der Öffentlichkeit frei und ohne Angst bewegen können", erklärt Eva Lohse, Präsidentin des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen. "Wesentlich ist deshalb aus Sicht der Städte, dass es gelingt, das gesellschaftliche Miteinander zu fördern und gleichzeitig die öffentliche Sicherheit und Ordnung für die Bürger zuverlässig zu gewährleisten." Der Deutsche Städtetag fordert Bund und Länder dazu auf, sich gemeinsam mit den Kommunen stärker für innere Sicherheit einzusetzen.

Innere Sicherheit in 15 Punkten

In ihren 15 Grundpositionen geht der Städtetag auf die Kooperationsmöglichkeiten verschiedener Behörden ein und fordert größeres Engagement für die innere Sicherheit. Die Kommunen seien beispielsweise dazu bereit mit der Polizei zusammenzuarbeiten, wenn es darum geht Sicherheitskonzepte zu erarbeiten und Handlungsstrategien zu entwickeln. Er fordert Bund und Länder jedoch auch dazu auf ihre Maßnahmen gegen mögliche Terroranschläge zu verbessern.

Hier können Sie das Positionspapier mit den 15 Grundpositionen herunterladen.

Wichtig sei aber besonders auch die Präventionsarbeit, sagt Ulrich Maly, Vizepräsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von Nürnberg. "Zu einer wirksamen Kriminalitätsprävention in den Städten gehört auch eine Stadtentwicklung und Stadtplanung, die mit städtebaulichen Nutzungsmischungen und sozialer Vielfalt für Lebendigkeit und Lebensqualität in Stadtvierteln sorgt und die sozialen Problemlagen und gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenwirkt."

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