Mobilität der Zukunft
Wenn es um das Thema Mobilität geht, gewinnen bestimmte Aspekte an Bedeutung

Mobilität der Zukunft: Der Countdown läuft!

Di, 14.08.2018
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Betriebliches Mobilitätsmanagement in Kommunen besteht traditionell aus Beschaffungsfragen von Fahrzeugen und ÖPNV-Tickets, oft noch ergänzt um verhaltensregelnde Dienstanweisungen. Doch das Thema Mobilität wird sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln, teilweise sehr drastisch...

Wasserstoffantriebe und selbstfahrende Fahrzeuge sind keine Zukunftsmusik mehr, Car-Sharing und E-Fahrzeuge längst Alltag. Zugleich steigen Umwelt- und Kostenbewusstsein, der Steuerungsbedarf ist erkannt!

Nicht nur die Mobilität von Bevölkerung und Wirtschaft wandelt sich. Auch Kommunen müssen sich den Herausforderungen stellen. Vor allem stehen sie im Blickpunkt der Öffentlichkeit und haben eine Vorbildfunktion. Wie können Kommunen von ihren Bürgern und der Wirtschaft umweltbewusstes Denken und Handeln verlangen, wenn sie nicht selbst genauso agieren? Betriebliches Mobilitätsmanagement in Kommunen erfordert einen ganzheitlichen, strategischen Ansatz - bloßes Verwalten von Dienstfahrzeugen reicht nicht aus.

Wichtig ist, zunächst die angestrebten Ziele zu klären: Wie werden z.B. Wirtschaftlichkeits-, ökologische oder andere Ziele gewichtet? Wie wird das eigene betriebliche Mobilitätsverhalten in gesamtkommunale Ziele eingebettet? Wie lassen sich Dienstreisen und -gänge vermeiden oder ersetzen - z.B. durch Videokonferenzen, Telefonate oder Mails?

Erst auf dieser Basis können Kommunen den optimalen lokalen Mobilitätsmix zusammenstellen und steuern. Beschaffungsfragen stehen also erst in einem späteren Stadium der Analysekette an!

Weitere Aspekte gewinnen an Bedeutung:

1. Dienstfahrräder, Kooperation mit Dritten (z.B. Car-Sharing), Job-Ticket etc. sind Optionen, die Kommunen zur Abrundung der lokalen   Handlungspalette nutzen können und sollten – unter Einbindung der Mitarbeiterschaft durch transparente Informationen.

2. Verkehrsvermeidung muss eine größere Bedeutung erhalten - im Sinne eines aktiven Umweltschutzes.

3. Bürger müssen für Dienstleistungen Verwaltungsgebäude aufsuchen. Insofern ist jede Kommune auch Verkehrsverursacherin. Dezentralität - z. B. Bürgerbüros in Ortsteilen - und Online-Dienstleistungen schaffen zugleich Entlastung und Service.

Die Zukunft der Mobilität hat bereits begonnen! Kommunen mit gut strukturiertem Mobilitätsmanagement sind für die neuen Herausforderungen gewappnet. Sie profitieren frühzeitig von den erzielbaren Vorteilen und haben damit klar die Nase vorn.

Weitere Impulse für das betriebliche Mobilitätsmanagement in Kommunen enthält der KGSt®-Bericht 14/2017.

Zukunft der Mobilität

Elke Grossenbacher ist Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement in der KGSt.

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Elke.Grossenbacher@KGSt.de
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