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Hitze: Sonne
Die Sommer in Deutschland werden immer heißer. Die Städte heizen sich stark auf.
© Adobe Stock

Hitzeschutz

Cool bleiben - mit Konzept: Kommunen im Hitzesommer

von Silke Böttcher
Freie Journalistin
12. August 2025
Die Städte ächzen unter der Sommerhitze. Ob mobile grüne Zimmer, Mini-Wälder oder begrünte Dächer - so setzen Kommunen Ideen für mehr Schatten, Kühlung und Lebensqualität um. Unsere Beispiele!

Seit einigen Jahren melden viele Städte im Sommer Hitzerekorde. Der durch große Mengen versiegelter Flächen bestehende sogenannte Hitzeinseleffekt sorgt dafür, dass die Strahlen der Sonne absorbiert werden und die Umgebung stark aufheizen. In ländlichen Gebieten ist die Situation weitaus besser: Der Temperaturunterschied zwischen Stadt und Land kann bis zu zehn Grad betragen! Für größere Kommunen ist das eine Herausforderung. Was können sie für den Hitzeschutz tun?

Hitzewellen gefährden die Gesundheit

Hitzewellen bedeuten für die Menschen in den Städten nicht nur weniger Lebensqualität. Sie gefährden auch die Gesundheit vor allem von Kindern und Senioren, Schwangeren, chronisch Kranken und von Menschen, die im Freien arbeiten. Die gute Nachricht: In vielen Kommunen tut sich bereits etwas. Zu den Maßnahmen gehören

  • das Entsiegeln von Flächen
  • das Pflanzen von Bäumen
  • der Ausbau von Verschattung
  • hitzeangepasstes Bauen
  • das Erweitern von städtischem Grün allgemein
  • das Verbessern des Wasserrückhalts
  • das Anbringen von Fassaden- und Dachbegrünung

Parks, Grünanlagen und Kleingärten sorgen für Abkühlung. Mehr noch: Der lokale Kaltlufthaushalt wird verbessert. Das kann noch verstärkt werden, wenn die Grünflächen miteinander verbunden werden.

In dicht bebauten Stadtgebieten ist die Situation besonders dramatisch. Hier ist es wichtig, Grünräume zu schaffen. Wo wenig Platz ist, können Fassaden und Dächer bepflanzt werden.

Schirme und Sonnensegel

Verschattung, zum Beispiel durch große Sonnensegel, die über Straßen gespannt werden, gibt es schon in einigen Städten am Mittelmeer. In Deutschland ist das eine Herausforderung, denn die meisten Straßen sind zu breit für solche Segel, und nicht immer sind die Fassaden stabil genug. Möglich sind auch bepflanzte Segel in Modulform, die frei im öffentlichen Raum positioniert werden können. Es handelt sich um Netze aus Hanf, in die schnell wachsende Kletterpflanzen eingehängt werden. Stuttgart stellte im Rahmen des Hitzesofortprogramms im Sommer an mehreren Stellen Schirme auf.

Tiny Forest im thüringischen Gotha

Aus Japan stammt die Idee der Mini-Wälder, die an ungenutzten Standorten mit mindestens 100 Quadratmetern Größe entstehen können. Bei der Bepflanzung sollen Freiwillige im Rahmen von Umweltbildungsprogrammen helfen. Der erste Tiny Forest entstand im Herbst 2020, ein Jahr später kamen fünf weitere hinzu. Der Vorteil: Standorte gibt es faktisch überall, der Boden wird verbessert und die Pflanzen wachsen schnell. Die positiven Effekte, etwa durch Abkühlung, zeigen sich schon nach kurzer Zeit. Ideal ist die Bepflanzung mit heimischen Bäumen und Sträuchern. Im thüringischen Gotha hat man mit dem Mini-Wald in der Stadt gute Erfahrungen gemacht. Das Gelände ist ein Rückzugsort für kleine Tiere und Insekten geworden. Das Biotop kühlt die Stadt, befeuchtet die Umgebung und produziert Sauerstoff.

Bäume verschenken

„Stadt der 100.000 Bäume“ heißt ein Projekt in Kassel. Dafür schenkt die Stadt jedem Grundstückseigentümer, der daran Interesse hat, einen klimaangepassten Baum. Die Stadt in Niedersachsen gehört schon jetzt zu den grünsten in Deutschland, insgesamt wachsen hier schon 90.000 Bäume. Weitere 10.000 sollen im Rahmen des Projektes hinzukommen. Weil die öffentlichen Grünflächen nicht genug Platz bieten, sollen auch auf privaten Grundstücken Bäume gepflanzt werden. Die Besitzer können aus einer Liste die Baumarten auswählen. Kleine Bäume bis 15 Meter (etwa Frühe Zierkirsche oder Französischer Ahorn), mittelgroße bis 25 Meter (etwa Elsbeere oder Feldahorn) sowie große ab 25 Meter (etwa Amerikanische Linde oder Flatterulme) stehen zur Auswahl.

In Mannheim gibt es ein ähnliches Projekt. Im April pflanzte die Bürgermeisterin den 1000. Baum des Winterhalbjahres. Auch künftig sollen pro Jahr 1000 Bäume neu gepflanzt werden.

Grün Hitzeschutz

Schwammstadt Bremen - Regenwasser nutzen

In Bremen unterstützt der Senat das bis Ende 2027 mit 500.000 Euro geförderte Programm „Schwammstadt“. Ziel ist, Grundstücke wasserdurchlässiger zu machen. Versiegelte Flächen sollen aufgebrochen und begrünt werden. Grundstücksbesitzer sollen dazu angeregt werden, ihre Grundstücke naturnah umzugestalten. Vor allem in Hitze- und Starkregenperioden soll erreicht werden, dass Regenwasser effizient genutzt werden und im Boden versickern kann.

Mobiles grünes Zimmer in Frankfurt

Seit Mai stehen in Frankfurt/Main zwei Mobile Grüne Zimmer im Stadtteil Nied. An anderen Orten der Stadt gibt es sie schon länger – das Projekt des Grünflächenamtes wurde 2016 begonnen. In diesem Jahr sollen 23 aufgestellt werden. Die Grünen Zimmer sind Module mit einer Größe von 4,80 mal 2,40 mal 2,80 Metern. Sie haben Sitzmöglichkeiten und eine bepflanzte Fläche von insgesamt 25 Quadratmetern. Versorgt wird das Grün mit einem solarbetriebenen Bewässerungssystem. Die Sitzplätze sind begehrt – so mancher Frankfurter verbringt seine Mittagspause dort.

 

Grünes Zimmer Frankfurt
Das mobile Grüne Zimmer in Frankfurt. 

Hitzeschutz mit Moos

Moose sind ganz besondere Gewächse. Sie bevölkern den Planeten seit 300 Millionen Jahren. Eine ihrer Besonderheiten: Sie filtern Partikel aus der Luft. Und mehr noch: Sie eignen sich auch gut zum Kühlen heißer Städte. Feuchtigkeit können sie wie ein Schwamm aufsaugen, sie können aber auch lange Zeit ohne Wasser überstehen.  Es gibt Module, an denen Moose wachsen. Einige haben Sitzflächen, andere weiteres Grün – viele stehen schon in unterschiedlichen Städten.

Klimakiste für Städte

Ähnlich ist das Konzept Klimakiste. Sie ist ein mobiler, begehbarer Raum von fünf mal sieben Metern Größe, in dem Schatten, Wasser und Pflanzen für ein angenehmes Klima sorgen. Innen ist es im Schnitt zwölf Grad kühler als draußen. Entwickelt wurde die Kiste, die 2024 mit dem Deutschen Tourismus-Preis ausgezeichnet wurde, in Hameln. "Ziemlich schnell wurde das Projekt dann auch von den Einheimischen dankbar angenommen, etwa von älteren Menschen, die in der Innenstadt einen Arzttermin haben und hier kurz abkühlen wollen", sagt Dennis Andres, Geschäftsführer Stadtmarketing Hameln.

Dachbegrünung kühlt Stadt herunter

Viele größere Mietshäuser haben flache Dächer. Die meisten sind völlig ungenutzte, versiegelte Flächen. Die Begrünung sorgt dafür, dass Regenwasser gespeichert und langsam wieder verdunstet wird. Das kühlt die Stadt herunter. Grundsätzlich muss die Belastbarkeit des Daches geprüft werden. Mehrere Kommunen fördern die grünen Dächer. Nordheim und Billerbeck etwa. In der Emscher-Lippe-Region können Hauseigentümer die Dachbegrünung fördern lassen. Die Region plant 10.000 grüne Dächer.

Begrüntes Dach

Grün an Hausfassaden als Hitzeschutz 

Auch Hausfassaden können zum Hitzeschutz beitragen. Das kann man zum Beispiel an den „Bosco Verticale“ („Der vertikale Wald“) in Mailand (Italien) sehen. Die beiden Hochhäuser wurden mit 900 Bäumen und weiteren 2000 Pflanzen bestückt. Da stehen ausgewachsene Bäume auf Balkonen, für die Pflanzen gibt es ein spezielles Bewässerungssystem. Der Anblick ist atemberaubend. Gleichzeitig verbessert das Grün das Mikroklima im Haus, ebenso in der Stadt.

Forschungsprojekt Urban Heat Labs

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ist das nationale Kompetenzzentrum für Fragen rund um Bauen, Wohnen, Stadt- und Raumentwicklung. Eines seiner Forschungsprojekte ist „Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden“ (UHL), das die Hitzevorsorge in verdichteten, thermisch belasteten Städten und Quartieren untersucht. Es befasst sich mit kommunalen Planungsprozessen und der Integration privater Akteure. Zu seinen Aktivitäten gehören die Identifizierung von sogenannten „Heatspots“ und die Suche nach Kühlmöglichkeiten. In Berlin hat es schon mehrere Projekte verwirklicht.

Weitere Möglichkeiten für den Hitzeschutz in Städten

Auch hellere Oberflächen auf Dächern oder Straßen können die Temperaturen senken. Sinnvoll ist auch, Parkplätze zu entsiegeln – auch dafür gibt es Möglichkeiten. Für extreme Hitzetage können zudem öffentlich zugängliche Trinkwasserbrunnen Entlastung bringen. Weitere Möglichkeiten im Akutfall: Hitzetelefone, bei denen Senioren vor bevorstehenden Hitzewellen gewarnt werden, Hitzepatenschaften, bei denen Freiwillige an Hitzetagen für Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen alltägliche Besorgungen machen, Trinkwasserspender oder interaktive Karten mit Hinweisen zu kühlen Orten in der Stadt (die gibt es für Hamburg, Leipzig, Lüneburg und München).

Der Artikel erschien zuerst am 1.7.2025

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Fotocredits: Mobiles Grünes Zimmer Frankfurt am Main: Christian Chur
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