Nachbarschaftshilfe konkret: Ein Seniorennachmittag in Jülich
Nachbarschaftshilfe konkret: Ein Seniorennachmittag in Jülich

Nachbarschaftshilfe: Im Einsatz für die Bürger

Es gibt kaum ein wertvolleres Gut für eine Kommune als engagierten Bürger. Immer wichtiger wird dabei die Nachbarschaftshilfe. Denn in dem Maße, in dem familiäre Bindungen seltener werden, kommt dem Nachbarn besonders großes Augenmerk zu. Das gilt insbesondere für ältere Menschen. Immer mehr Kommunen haben das erkannt und fördern diese Art von Ehrenamt!

Johann Wiesmaier ist seit 22 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Fraunberg im Landkreis Erding in Oberbayern. In seinem Ort leben besonders viele Pendler, liegt Fraunberg doch nicht weit entfernt von München. "Über kurz- oder lang drohte unserer STadt somit geschichts- und gesichtslos zu werden", so Wiesmaier im KOMMUNAL Interview. Hinzu kommen durchaus beachtliche Wegzüge aus der Stadt - 400 im Jahr, das tut schon weh, so der Bürgermeister. Er sieht es jedoch als Herausforderung, eine lebendige Gemeinschaft in der Kommune aufrecht zu erhalten. Daher tut die Gemeinde viel für das Ehrenamt, speziell im Bereich der Nachbarschaftshilfe. Nach dem Motto: Wenn der Nachbar tagsüber zur Arbeit in München ist, passt halt der Nachbar auf. Aber nicht nur das.

 

Eine Gemeindeentwicklungsverein kümmert sich um die Zukunft 

 

Johann Wiesmaier hat daher vor einigen Jahren mehrere Fragen an seine Bürger formuliert: "Wo kommen wir her"? und "Wo befinden wir uns"?. Mit diesen Leitfragen ging er in den Dorferneuerungsprozess. Schnell gründete sich ein Gemeindeentwicklungsverein, gefördert vom Amt für ländliche Entwicklung. Mit ins Boot holte der Bürgermeister dafür auch verschiedene externe Berater. Seither haben Bürger die Möglichkeit, über den Gemeindeentwicklungsverein sehr schnell Anliegen und Ideen an den Gemeinderat heranzutragen. Denn im Verein passieren die Dinge "nicht auf der verpflichtenden Ebene", wie Wiesmaier sagt. Das hilft, um möglichst viele Menschen einzubinden. 

Der Erfolg gibt der Gemeinde Recht: Inzwischen wurde über den Verein angestoßen ein Gemeindezentrum gebaut und verschiedene Dorfmittelpunkte als Kommunikationsräume in den Ortsteilen geschaffen, aktuell ist ein Abenteuerspielplatz in Planung. "Dorferneuerung ist ein Projekt, das niemals endet", so Wiesmaier und sieht optimistisch auch künftig genügend Aufgaben für den Gemeindeentwicklungsverein. 

 

 

Nachbarschaftshilfe auch für Senioren 

 

Weiter im Westen, in Jülich, liegt der Fokus der Nachbarschaftshilfe eher auf der Seniorenarbeit. "Wie wollen wir künftig wohnen", war hier eine zentrale Frage. Insbesondere das altersgerechte Wohnen stand im Mittelpunkt. Schon seit der Jahrtausendwende gab es in der Stadt zwar diverse Seniorenverbände - die waren aber nicht wirklich vernetzt. Das zuständige Amt der Stadt hat diese Vereine dann miteinander verbunden. Entstanden ist das Projekt "Altengerechtes Quartier Nordviertel" - die Frage dort war: "Wie können wir Wohnquatiere von ihren ozialen Strukturen her so gestalten, dass die Leute gerne hier leben"?  Daraus entstanden diverse Nachbarschaftscafes, Qi Gong-Kurse und auch Hilfen für Demenzkranke. 

 

Andere Projekte planen heute vor allem digitale Möglichkeiten, um Nachbarn, die sich vor allem in größeren Städten immer seltener kennen, zueinander zu bringen. Aber auch diverse Bürgerhilfevereine brauchen häufig nur die Vernetzung, um erfolgreich funktionieren zu können. Hier spielen Kommunen und Verwaltungen eine erhebliche Rolle. In unserer aktuellen Printausgabe der KOMMUNAL haben wir zahlreiche weitere Beispiele zusammengestellt. So berichten wir über ein Bürgerhilfeprojekt im Landkreis Regensburg, gehen auf neue technische Möglichkeiten etwa per Smartphone ein und haben auch einen ausführlichen Bericht zu unserem Beispiel aus Fraunberg im Landkreis Erding für Sie im Angebot. 

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