Pendeln nicht verteufeln - Rahmenbedingungen verbessern!
Beim Pendeln ist das Rad nicht immer eine Alternative
Das Vorhaben des Bundes, die Mittel für Radverkehrsschnellwege weiter aufzustocken, ist ein sinnvoller Schritt. Da ein Großteil der Menschen in Rheinland-Pfalz aber weit größere Strecken pendelt, als sie mit dem Fahrrad zu bewältigen sind, wird dieses allein nicht ausreichen. Erforderlich sind zudem Multimobilitätskonzepte. Hierzu gehört, den Nahpersonenverkehr zu stärken, die verschiedenen Verkehrsmittel besser zu vernetzen, aber auch sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrrad und Pkw an den Umsteigepunkten zu schaffen.
Die Zukunft der Arbeit ist mobiler
Auch sind Arbeitgeber gefragt, flexible Arbeitsmodelle zu ermöglichen und verstärkt auf Telearbeit zu setzen. Hier können Gemeinden und Städte durch die Förderung von sogenannten Co-Working-Places einen Beitrag leisten, bei denen es möglich ist, dass der Arbeitgeber bei Bedarf zeitweise einen Online-Arbeitsplatz mit entsprechend schnellem Internetanschluss anmietet, sodass der Angestellte nicht jeden Tag 50 Kilometer und mehr pendeln muss und so Zeit spart und Stress reduziert. Dies ist auch Chance, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser zu gestalten und Einzelhandel, Restaurants und Nahversorgung in der Gemeinde, in der sich das Co-Working-Center befindet, zu stärken.