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Sicherheitskonzepte verbieten Silvesterböller

von Rebecca Piron
Stellvertretende Chefredakteurin | KOMMUNAL
13. Dezember 2017
Seit der Kölner Silvesternacht von 2015/16 werden die Sicherheitskonzepte in vielen Städten verschärft. Auch in diesem Jahr sind die Maßnahmen gerade in NRW-Städten wieder strenger geworden. Mehr Personal und Böllerverbote sollen für Sicherheit sorgen.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz, der Kölner Bahnhofsvorplatz an Silvester, das Musikfestival in Ansbach - in den letzten Jahren kam es auf großen Veranstaltungen und bei Massenversammlungen zu vielen erschreckenden Ereignissen. Viele Bürger sind verunsichert. Deshalb stehen Kommunen zunehmend unter dem Druck ihre Sicherheitskonzepte bei Großveranstaltungen und Massenversammlungen zu verschärfen. Besonders bei den Städten in Nordrhein-Westfalen ist das auch an diesem Silvester wieder der Fall.

Sicherheitskonzepte sehen Böllerverbote und mehr Personal vor

Eine höhere Präsenz von Sicherheits- und Ordnungsbehörden ist als Maßnahme in fast jedem bisher vorgestellten Konzept verankert. Darüber hinaus sollen besonders in Köln auch zusätzliche Beleuchtungsanlagen und Videokameras in Bereichen installiert werden, in denen sich zu Silvester üblicherweise große Menschenmengen zusammenfinden. Außerdem hat Köln, wie viele andere Städte in NRW auch, eine böllerfreie Zone definiert. Rund um den Dom werden die Feuerwerkskörper - wie schon im letzten Jahr - verboten sein. Düsseldorf geht noch weiter und untersagt Feuerwerkskörper in der gesamten Altstadt.

DStGB-Dokumentation zur Veranstaltungssicherheit

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält gut durchdachte Sicherheitskonzepte ebenfalls für notwendig, warnt jedoch gleichzeitig davor Städte und Gemeinden zu Festungen zu machen. "Sicherheitskonzepte für solche Gelegenheiten stehen in den Städten und Gemeinden seit Jahren oben auf der Tagesordnung", sagt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB. Städte, Veranstalter und Rettungskräfte arbeiteten konsequent für die Sicherheit der Bürger. Es müsse aber immer auch der Raum bleiben für kulturelle Veranstaltungen und soziales Miteinander. "Eine offene Gesellschaft braucht offene öffentliche Plätze.“ Um Kommunen bei der Erstellung ihrer Sicherheitskonzepte zu unterstützen, hat der DStGB in diesem Jahr eine Dokumentation zum Thema "Sicherheit auf Veranstaltungen" herausgegeben.

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