Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

Messe KOMMUNAL 2026

18.–19. November in Erfurt. Kostenlos dabei sein, Lösungen entdecken und vernetzen.

Jetzt kostenlos anmelden
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • K+ bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Politik
  2. Finanzen
  3. Sondervermögen: Ein Schub für kommunale Investitionen, aber keine Lösung
Frau analysiert Finanzdaten an mehreren Bildschirmen
Der Bund finanziert das Sondervermögen mit Krediten.
© Adobe Stock

Finanzkrise

Sondervermögen: Ein Schub für kommunale Investitionen, aber keine Lösung

von Benjamin Lassiwe
Reporter | KOMMUNAL
21. Oktober 2026
Städte und Gemeinden planen erste Projekte mit dem Geld des Bundes. Doch für ihre großen Finanzprobleme reicht die Hilfe nicht.

Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit der Bundestag das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschlossen hat. Finanziert werden sollen damit Investitionen in die Infrastruktur und für Klimaneutralität bis 2045. Nun wird aus der gewaltigen Summe nach und nach etwas Konkretes. Auch Städte und Gemeinden können zunehmend planen, wofür sie ihren Anteil einsetzen wollen. Doch wie viel kommt tatsächlich bei ihnen an – und was lässt sich damit bewegen?

Wie viel vom Sondervermögen bei den Kommunen ankommt

100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen sind für Länder und Kommunen vorgesehen. Wie viel davon bei den Städten und Gemeinden landet, hängt auch von den Entscheidungen der Länder ab. In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesregierung mit dem Geld aus dem Sondervermögen den sogenannten „MV-Plan 2035“ aufgelegt. Von den 1,92 Milliarden Euro, die das Land vom Bund erhält, sollen 40 Prozent in die Landeskasse und 60 Prozent an die Kommunen fließen. Schon im Juli 2025 hatten Land und Kommunen auf einem Investitionsgipfel beschlossen, das Geld des Bundes vorwiegend für Bildung, Innere Sicherheit, Krankenhäuser und Infrastruktur auszugeben.

Feldberger Seenlandschaft: Seebalkon und Straßenausbau

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft liegt im ländlichen Raum zwischen Neustrelitz und Prenzlau und umfasst Teile des Müritz-Nationalparks. „Wir können mit gut 459.000 Euro Bundesmitteln planen“, sagt Bürgermeisterin Constance von Buchwaldt. Mit 50.000 Euro will die Gemeinde den „Seebalkon am Ärztehaus“ errichten, eine Aussichtsplattform für Touristen. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Kommune. Weitere 230.000 Euro sollen in den Endausbau einer Straße in einem neuen Wohngebiet fließen. Dann sind da noch 178.000 Euro für gesellschaftliche Infrastruktur, Sport und Kultur. „Für dieses Budget liegt aktuell noch keine fertige, baureife Maßnahme vor“, sagt die Bürgermeisterin. „Die Fraktionen der Gemeindevertretung sind aufgerufen worden, konkrete Projektideen für den Sport- und Kulturbereich einzureichen. Die Verwaltung prüft diese sodann auf ihre förderrechtliche Machbarkeit, um der Gemeindevertretung eine gesonderte Beschlussvorlage vorzulegen.“

Das Fazit der engagierten Bürgermeisterin aus dem Nordosten bleibt trotzdem gemischt. „Jeder Euro hilft“, sagt Constance von Buchwaldt. „Trotz allem ist es aber ein Tropfen auf den heißen Stein, unser Investitionsbedarf liegt bei etwa 7 Millionen Euro.“

Constanze von Buchwaldt, Bürgermeisterin

„Das Sondervermögen ist ein Tropfen auf den heißen Stein“

Constance von Buchwaldt, Bürgermeisterin der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft

Hessen: 4,7 Milliarden Euro für die Kommunen

Hessen wird in den nächsten Jahren insgesamt 7,4 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen erhalten. Davon sollen 4,7 Milliarden Euro an die Kommunen fließen. Darauf verständigten sich Vertreter der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände im November 2025 auf einem Gipfel. Im März 2026 beschloss der hessische Landtag ein entsprechendes Ausführungsgesetz. „Das Geld soll den Kommunen in zwei Tranchen zufließen“, sagt Philipp Thoma, Bürgermeister der Gemeinde Fischbachtal. Die zwischen Darmstadt und dem Odenwald gelegene Kommune soll rund 1,4 Millionen Euro erhalten. „Die erste Tranche, die ab 2026 abrufbar ist, beläuft sich auf 893.138 Euro“, sagt der Bürgermeister. „Die Entscheidung über die Verwendung trifft die Gemeindevertretung.“

Fischbachtal will eine marode Brücke sanieren

Thoma selbst hat vorgeschlagen, den Großteil des Geldes für die Sanierung einer maroden Brücke im Ortsteil Billings einzusetzen. „Der Charme dabei wäre hierbei, dass die bewilligten Zuwendungen zur Entlastung von dadurch anfallenden Straßenbeiträgen eingesetzt werden können, was die Bürgerinnen und Bürger im betroffenen Ortsteil entlasten würde“, meint er. Ein entsprechender Beschluss der Gemeindevertretung stehe allerdings noch aus. „Bereits beschlossen hat die Gemeindevertretung, dass aus den Mitteln auch eine Photovoltaik-Anlage finanziert werden soll.“

Insgesamt begrüßt der Fischbachtaler Bürgermeister das Sondervermögen und die relativ hohe Quote von 63,5 Prozent, die in Hessen an Städte, Gemeinden und Landkreise ausgezahlt werden soll. „Das ist ein gutes Signal“, sagt Thoma. „Mit diesem Geld können wir dringend benötigte Investitionen umsetzen.“ Eine Vereinfachung des hessischen Vergaberechts habe die Kommunen dazu auch handlungsfähiger gemacht. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Mittel nicht dazu dienen können, defizitäre Ergebnishaushalte auszugleichen“, sagt der Bürgermeister. „Und das bleibt unser Problem.“

Sachsen: Rothenburg saniert die Kinderkrippe

Ähnlich ist die Situation in Sachsen. Für den Freistaat stehen rund 4,83 Milliarden Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Davon sollen 2,83 Milliarden Euro an Städte, Gemeinden und Landkreise weiterfließen. Die Auszahlung erfolgt in drei Tranchen.

Rothenburg in der Oberlausitz kann mit 1,15 Millionen Euro rechnen. Mit der ersten Tranche will Bürgermeister Philipp Eichler die Kinderkrippe sanieren. „Das ist eine kommunale Pflichtaufgabe, die wir nicht anders finanziert bekommen“, sagt der Bürgermeister. „Diese gilt es bis 2027 auch umzusetzen und abzurechnen.“ Mit den beiden anderen Tranchen will die Kommune die Eigenmittel für die Sanierung der Schwimmhalle decken. „Das Sondervermögen für die Kommunen ist in jedem Fall eine Erleichterung für die Arbeit in der Gemeinde“, sagt der Bürgermeister. Doch dem Kommunalpolitiker, der vor seinem Amt im Rathaus Metzgermeister war, wird beim Gedanken an die Herkunft des Geldes trotzdem angst und bange. „Das sind ja alles Schulden, die eines Tages zurückbezahlt werden müssen – wie das gehen soll, fehlt mir jede Vorstellung.“ Er könne sich im Moment nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.

„Das sind alles Schulden, die eines Tages zurückbezahlt werden müssen.“

Philipp Eichler, Bürgermeister von Rothenburg in der Oberlausitz

Das Sondervermögen im Überblick

  • Laufzeit: Investitionen können bis Ende 2036 bewilligt werden. Förderfähig sind die Vorhaben grundsätzlich bis Ende 2042.
  • Verteilerschlüssel: Einen einheitlichen Schlüssel gibt es nicht. Die Länder können etwa Einwohnerzahl und Finanzkraft berücksichtigen.
  • Einsatz: Finanziert werden Investitionen etwa in Verkehr, Bildung und Digitalisierung sowie in Energie und Bevölkerungsschutz.

Schulbau

Sondervermögen: Alles, was Sie wissen müssen

Alle Fragen und Antworten zum 100-Milliarden-Paket aus dem Sondervermögen: zur Verteilung und Kritik, zu Forderungen und zum Zeitplan.
MEHR

Tropfen auf dem heissen Stein als Symbol für Sondervermögen

Sondervermögen: ein Tropfen auf den Stein

Milliarden fließen, doch in den Rathäusern kommt zu wenig an. Ein Bürgermeister erklärt, warum das Sondervermögen die kommunale Krise nicht lösen wird.
MEHR

Sondervermögen wird verteilt an die Kommunen

Sondervermögen: So wird es an die Kommunen verteilt

Wie viel vom 100-Milliarden-Sondervermögen bei den Kommunen ankommt – der komplette Überblick bei KOMMUNAL.
MEHR
Fotocredits: Adobe Stock, privat
Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Benjamin Lassiwe

  • Tina Mißmahl Bürgermeisterin Wangerooge
    Bürgermeisterin auf der Insel

    Fest verwurzelt auf Wangerooge

    von Benjamin Lassiwe
  • Oberbürgermeister Feser, Bingen am Rhein
    Porträt

    Der Burgherr von Bingen am Rhein

    von Benjamin Lassiwe
  • Gewalt gegen Mitarbeiter in Rathäusern
    Vorkehrungen

    Rathäuser wappnen sich gegen Gewalt

    von Benjamin Lassiwe

Lesen Sie auch...

  • KI im Rathaus

    KI-Kosten für Kommunen: Wer bezahlt die Rechnung?

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Städte in Not

    Monheim: Erst Steuerparadies, jetzt drohen 1,8 Milliarden Euro Schulden

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Kommunen stärken?

    Sachsen: 2 Milliarden für Kommunen statt Pensionen?

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Neuester Inhalt

  • Freiwillige Feuerwehr

    Feuerwehr in Not: Wenn die Sirene heult und keiner kommt

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Zukunftsforscher

    Volksparteien in der Krise: Wie Politik wieder Vertrauen gewinnt

    von Dr. Daniel Dettling
  • JETZT KOSTENFREI ANMELDEN

    Messe KOMMUNAL 2026: Bauturbo, Zensus, Starkregen

    von Rebecca Piron

Schlagwörter

  • Hessen Investitionen Kommunalfinanzen Mecklenburg-Vorpommern Sachsen Sondervermögen Finanzen

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp