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Versorgung der Flüchtlinge ist wichtigste Aufgabe

6. Juli 2015
Neue Umfrage des DIFU: Die Integration von Flüchtlingen ist für die Stadtspitzen der großen Städte in Deutschland momentan die drängendste Aufgabe. Die Verbesserung der Finanzlage der Städte und der demografische Wandel sind aus Sicht der (Ober-)Bürgermeister ebenfalls von großer Bedeutung.

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Neben der Flüchtlingsproblematik ist den (Ober-)Bürgermeister/innen derzeit besonders wichtig, dass sich die angespannte Finanzlage vieler Städte verbessert und dass der demografische Wandel erfolgreich gestaltet wird. Während diese Themen im Durchschnitt aller Befragten klar dominieren, unterscheiden sich die besonderen Herausforderungen der Städte je nach Region und Einwohnerzahl zum Teil deutlich.
Mehr Unterstützung von EU, Bund und Ländern erwarten sich die Stadtoberhäupter vor allem in den Bereichen, die manche Städte derzeit an den Rand ihrer Handlungsfähigkeit bringen, also bei der Versorgung der Flüchtlinge und der Bewältigung der Finanzprobleme. Mit diesen Herausforderungen dürfen die Städte nicht allein gelassen werden, meinen die (Ober-)Bürgermeister/innen.
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Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des neuen "OB-Barometers", das künftig jährlich vom Difu veröffentlicht und vom Deutschen Städtetag unterstützt wird. Anhand des Barometers sollen frühzeitig Veränderungen in den unterschiedlichen kommunalen Handlungsfeldern sichtbar werden. Dazu wurden erstmals im Mai 2015 vom Meinungsforschungsinstitut infratest dimap die (Ober-)Bürgermeister/innen in Städten mit mindestens 50.000 Einwohnern in Deutschland befragt. Ganz im Sinne eines Barometers werden im Rahmen der jährlichen Umfrage die aus Sicht der Stadtoberhäupter aktuell und zukünftig wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen für Städte und Gemeinden ermittelt. Darüber hinaus wird gefragt, in welchen Bereichen die Kommunen auf mehr Unterstützung von EU, Bund oder Ländern angewiesen sind.
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