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WISSEN ALS ERFOLGSFAKTOR FÜR KOMMUNALES HANDELN

Mo, 31.12.2018
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Für einen neuen Umgang mit der wertvollen und erfolgskritischen Ressource Wissen plädiert Silvia Soremba von der KGSt.

Sonderveröffentlichung

Unsere Welt entwickelt sich immer mehr zu einer Wissensgesellschaft. Bereits heute ist Wissen als Produktionsfaktor für mindestens 60 Prozent der Gesamtwertschöpfung verantwortlich - Tendenz steigend. Auch im öffentlichen Sektor bildet Wissen die Grundlage für nahezu alle Leistungsangebote. Dennoch wird diese Ressource selten als erfolgskritischer Faktor behandelt.

Kommunen müssen ihren Wissensschatz nicht nur vor den drohenden Verlusten durch den demographischen Wandel schützen, sondern systematisch und ganzheitlich managen. Nur dann sind sie auch in Zukunft voll handlungsfähig. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen muss vor allem ein Aspekt des Wissensmanagements ganz neu aufgestellt werden: die Wissensentwicklung.

Immer komplexere Sachverhalte, immer mehr und unstrukturiertere Informationen sowie neue technologische Anwendungen: Der heutige Wissensstand einer Kommune reicht schon morgen nicht mehr aus, um auf Herausforderungen angemessen reagieren zu können. Das vorhandene Wissen muss beständig weiterentwickelt und bedarfsgerecht ausgebaut werden. Kommunen brauchen eine neue Lernkultur, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen fortlaufend entwickeln und die erforderlichen Kompetenzen erlangen können – zum Beispiel für die Vermeidung und die Abwehr von täglich neuen Formen der Cyberangriffe. Wichtig ist dabei zu beachten, wie wir lernen: Studien zeigen, dass nur rund 10 Prozent von dem, was wir lernen, in klassischen Lernsituationen erworben wird. Den wesentlichen Anteil von 90 Prozent lernen wir implizit, quasi nebenher. Das lebenslange Lernen wird zum lebensbegleitenden Lernen. Es ist damit nicht mehr länger ein losgelöster Bereich, sondern integraler Bestandteil von Arbeit. Die soziale Interaktion aber auch die kreative und innovative Bewältigung von herausfordernden Aufgaben bilden das Lernumfeld von heute.

Doch implizites Lernen braucht entsprechende Rahmenbedingungen. Mitarbeitende brauchen eine Fehler- und Vertrauenskultur, die freies Denken und neue Herangehensweisen erlaubt, ohne bei einem möglichen Scheitern Repressalien befürchten zu müssen. Befürworten und fördern Sie den persönlichen Austausch in allen Formen sowie die Zusammenarbeit auch über Abteilungsgrenzen hinaus! Wenn es Ihnen gelingt, diese Lernkultur zu etablieren, werden Sie nicht nur die Handlungsfähigkeit, sondern auch die Zukunftsfähigkeit, die Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterzufriedenheit Ihrer Kommune nachhaltig stärken.

Wir unterstützen unsere Mitglieder dabei, ihren Wissensschatz als wertvollste Ressource optimal zu nutzen. Die wichtigsten Aspekte des Wissensmanagements und grundlegende Rahmenfaktoren, die für eine erfolgreiche Einführung angepasst werden müssen, greifen wir im KGSt®-Bericht „Wissen systematisch managen“ auf, der 2019 erscheinen wird.

 

Wissen in der Verwaltung
Silvia Soremba ist Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement in der KGSt.

 

MEHR INFORMATIONEN:
silvia.soremba@KGSt.de
www.kgst.de

www.facebook.com/KGSt.de

 

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