Bußgeld bei vollgestellten Garagen

500 Euro Bußgeld, weil die Garage als Bastelraum genutzt wurde? Das ist in einigen Gemeinden möglich!

Es ist kein Witz - in einigen Gemeinden drohen bei vollgestellten Garagen Bußgelder. Denn: Eigentlich werden Garagen als Unterstellmöglichkeit für Autos oder andere Fahrzeuge genehmigt. Und entsprechend können Kommunen auch Satzungen erlassen, wonach eine solche Garage dann nicht zweckentfremdet werden darf. Nach dem Motto: Ein Wohnhaus ist ja auch kein Geschäftshaus.
Zwar darf Privateigentum ohne Einschränkungen genutzt werden und die meisten Gemeinden verfahren auch so. Es gibt aber eben auch Ausnahmen. Die Stadt Offenbach zum Beispiel hat eine Satzung erlassen, wonach zu jedem Einfamilienhaus zwei Stellplätze geschaffen werden müssen. Ein Anwohner hatte eine dieser Garagen nun genutzt, um dort Gartengeräte, Umzugskartons und gar eine Küchenzeile zu lagern. "Zweckentfremdet" fand das Gericht und verurteilte ihn zu einem Zwangsgeld von 500 Euro.
Aber Achtung: Ordnungsämter dürfen Garagen natürlich nur mit richterlichem Beschluss betreten. Die Garage ist genau wie das Haus Privatbesitz. In die offene Garage reinzuschauen ist aber natürlich kein Problem.

Weitere Artikel von Christian Erhardt

Neuester Inhalt

Immer informiert bleiben!

Jetzt für KOMMUNE.HEUTE anmelden und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.
 Ja, ich habe die Datenschutzerklärung verstanden und akzeptiere sie.*

Ja, ich möchte im Newsletter persönlich angesprochen werden! (optional)