Person am Schreibtisch
© KGSt.

KGst-Denkanstöße

Daten spielen keine Nebenrolle mehr

25. Februar 2026
ANZEIGE

In vielen Kommunen ist klar, welche Bereiche professionell gemanagt werden müssen: Prozess-, Projekt-, Personal- oder Finanzmanagement zum Beispiel. Für all das gibt es Routinen, Rollen und ein gemeinsames Verständnis. Beim Thema Daten hingegen herrscht oft noch die Vorstellung, sie seien vor allem ein technisches Thema, irgendwo zwischen IT, Datenschutz und einzelnen Fachverfahren verortet – und nicht wirklich Gegenstand eines aktiven Managements. Genau hier liegt ein strategisches Risiko.

Denn Daten sind weit mehr als nur ein Hilfsmittel zur Leistungserstellung. Sie entwickeln sich zu einer eigenständigen Disziplin kommunaler Steuerung. Wer Daten heute nur erhebt, ablegt oder punktuell auswertet, verzichtet auf Wirkung. Wer sie hingegen systematisch nutzt, verknüpft und reflektiert, erhöht Transparenz, Entscheidungsqualität und Resilienz. Das ist besonders in Zeiten von Krisen, knappen Ressourcen und wachsender Komplexität wichtig.

Die aktuelle KGSt-Publikation zum Thema Datenexzellenz, kurz „DX“, macht deutlich: Nicht die nächste Plattform oder das nächste Digitalprojekt ist entscheidend, sondern die kulturelle Verankerung von Datenarbeit. Daten entfalten nur dann Wirkung, wenn sie Teil der Organisationskultur werden.

Daher ist Datenexzellenz eine Führungs- und Organisationsaufgabe.

Es geht um zwei Ebenen: Datengovernance schafft den strategischen Rahmen, also beispielsweise Ziele, Rollen, Regeln und Verantwortlichkeiten. Datenmanagement setzt diese Vorgaben operativ um, entlang des gesamten Lebenszyklus von Daten: von der Erhebung über Nutzung und Qualitätssicherung bis zur Archivierung.

Das KGSt-DX-Framework beschreibt fünf zentrale Dimensionen der Datenexzellenz: eine datenorientierte Organisationskultur, klare Rollen und Steuerungsstrukturen, gezielten Kompetenzaufbau, verbindliche rechtliche und organisatorische Regeln sowie eine offene, interoperable Technologiearchitektur. Kommunikation, Reflexion, Evaluation und kontinuierliche Weiterentwicklung verbinden diese Dimensionen zu einem lernenden System.

Der eigentliche Denkanstoß lautet daher: Es ist an der Zeit, Daten zur strategischen Ressource zu machen. Nicht als Technikthema, sondern als Führungs- und Organisationsaufgabe. Die neue KGSt-Publikation unterstützt Sie dabei, einen Einstieg in das Thema zu finden.

Anika Krellmann

Anika Krellmann ist Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement der KGSt.

Anika.Krellmann@kgst.de

www.kgst.de

www.kgst-forum.de

www.instagram.com/kgst_de

www.linkedin.com/company/kgst/

Rena Wissmeier

 Rena Wißmeier ist Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement der KGSt.

 Rena.Wissmeier@kgst.de

www.kgst.de

www.kgst-forum.de

www.instagram.com/kgst_de

www.linkedin.com/company/kgst/

Schlagwörter