Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

Messe KOMMUNAL 2026

18.–19. November in Erfurt. Kostenlos dabei sein, Lösungen entdecken und vernetzen.

Jetzt kostenlos anmelden
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • K+ bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Praxis
  2. Arbeiten im Öffentlichen Dienst
  3. Digitalpakt: Idee gut, Praxis mangelhaft
Der Digitalpakt steht - doch die Herausforderungen beginnen damit erst
Der Digitalpakt steht - doch die Herausforderungen beginnen damit erst
© 123rf

Digitalpakt: Idee gut, Praxis mangelhaft

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
21. Februar 2019
Endlich: 5 Milliarden Euro für die Digitalisierung von Deutschlands Schulen. Das verkauft die Politik heute als großen Wurf. Und in der Tat ist er das auch. Die Probleme löst er aber mitnichten - im Gegenteil, meint KOMMUNAL-Chefredakteur Christian Erhardt!

Endlich mit der Virtual Reality Brille im Unterricht die Gräber der alten Ägypter erforschen. Mein Sohn träumt schon lange von so einer Art des Unterrichts. Und im etwa das sind offenbar auch die Erwartungen vieler Akteure an den nun endlich beschlossenen Digitalpakt. Die Realität sieht aber ganz anders aus. Die besagte Virtuel Reality Brille nutzt mein Sohn vielleicht zu Hause, sollte es sie jemals in der Schule geben, wird er den Lehrern wohl deren Funktionsweise erst mal erklären müssen. Denn immer seltener werden unsere Lehrer für Fortbildungen freigestellt. Es fällt ohnehin schon zu viel Unterricht aus, als dass es sich die Schule leisten könnte, Lehrer für Fortbildungen auch noch freizustellen. Und so trifft der 55-jährige Lehrer 1.0 auf den jungen Digitalpakt 2.0 und auf 16-jährige Schüler, die mit dieser Technik großgeworden sind. Das schürt zusätzlich Angst. So mancher Lehrer wird selbst vorhandene Geräte gar nicht einsetzen, aus Angst  vor den viel klügeren Schülern. 



Zumal, und da sind wir bei Problem Nummer 2: gute pädagogische Konzepte gibt es zwar vereinzelt, aber eben nicht flächendeckend. Der Bund finanziert zwar nun eine Anschubtechnik, die Vorgaben fehlen aber. Hier sind nun die Länder in der Pflicht, mit ganz banalen Dingen. Schon eine Liste von sinnvollen Programmen und Apps kann hier helfen, damit nicht jede Schule das Rad neu erfinden muss. Bei über 31.000 Schulen in Deutschland (die Hälfte sind Grundschulen) ein riesiger Aufwand. Statt dessen brauchen wir moderne Lernumgebungen, ein Tablet allein macht noch keine Digitalisierung. 

Christian Erhardt kommentiert exklusiv bei Twitter tagesaktuell - Folgen Sie ihm jetzt und diskutieren Sie mit!
Christian Erhardt kommentiert exklusiv bei Twitter tagesaktuell - Folgen Sie ihm jetzt und diskutieren Sie mit!

Anschubfinanzierung macht noch keinen guten Digitalpakt 

Noch größer erscheint mir aber Problem Nummer 3: Die fünf Milliarden Euro, die der Bund nun zur Verfügung stellen will, wollen erst einmal verteilt werden. Mal schauen, wie bürokratisch das wird und wie viel Geld am Ende wirklich in unseren Schulen vor Ort ankommt. Rein rechnerisch wären es immerhin knapp 25.000 Euro für eine durchschnittliche Schule (pro Jahr, gestaffelt auf 5 Jahre). Das klingt gut. Für zwei bis drei Klassensätze mit Laptops oder Tablets wird es reichen.

Aber was ist eigentlich mit der Infrastruktur? Sprich, die WLAN-Leitung, die Wartung der Geräte und der Technik? Ich würde mich nicht wundern, wenn - mangels Geld für einen Wartungsvertrag - diese Arbeit wieder mal auf unseren Lehrern hängenbleibt. Also auf die wenigen, die bereit sind, sich damit (zusätzlich zu ihrem Unterricht) auseinanderzusetzen und Zeit und Arbeit zu investieren. 

Gewarnt seien auch alle, die nun glauben, durch die Digitalisierung würden künftig weniger Lehrer gebraucht, die Technik werde es schon richten. Das Gegenteil wird der Fall sein - ohne hervorragend ausgebildete Lehrer wird es keine digitale Schule geben. Natürlich kann Technik den Lehrern Arbeit abnehmen - etwa bei der Organisation des Unterrichts, beim Aufbereiten des Stoffs. Für Fragen, für Antworten, für Gespräche wird der Lehrer aber auf lange absehbare Zeit weiter im Mittelpunkt stehen (müssen). 

Der Digitalpakt steht - und jetzt? 

Kurzum: 5 Milliarden Euro können ein Anfang sein, der große Wurf, wie es uns die Politik gerade verkaufen will, ist das nicht! Im Gegenteil: Der Bund wirft einmalig Geld in einen Topf und die Kommunen vor Ort müssen damit nun gestalten. Nur wird dieses "Gestalten" ein Vielfaches von dem kosten, was an Geld vom Bund zur Verfügung steht. Die Länder sind hier also in der Pflicht, mit Rahmenbedingungen, mehr Lehrern, guten Fortbildungen, sinnvollen veränderten Lehrplänen und modernen Lernumgebungen dafür zu sorgen, dass der Digitalpakt auch mit Leben gefüllt wird. Sonst wird das Geld wieder einmal versacken ohne eine wirklich bessere Bildung zu bringen. 

Christian Erhardt kommentiert auch exklusiv in KOMMUNE.HEUTE - dem wöchentlichen Newsletter - JETZT KOSTENLOS BESTELLEN UND DABEI SEIN!
Christian Erhardt kommentiert auch exklusiv in KOMMUNE.HEUTE - dem wöchentlichen Newsletter - JETZT KOSTENLOS BESTELLEN UND DABEI SEIN!

Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Christian Erhardt-Maciejewski

  • Vom Bikini für die Meerjungfrau bis zu umgestalteten Traditionsfiguren: Kurz vor dem Oktoberfest 2026 sorgen Vorgaben und Empfehlungen aus München für Diskussionen.
    Betreutes Feiern?

    Oktoberfest: Jetzt braucht sogar die Meerjungfrau einen Bikini

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Bürgermeisterwahlen 2026: In mehreren Kommunen wurden am 30. August neue Rathauschefs gewählt. In Zierenberg entschieden nur 43 Stimmen über den Sieg.
    Wahlsonntag kompakt

    Kommunalwahlen 2026: AfD wird in Saarbrücken Zweite – in Zierenberg entscheiden 43 Stimmen

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Kurz vor der Kommunalwahl 2026 wächst in Niedersachsen die Debatte über Demokratie, Vertrauen und ausgeschlossene AfD-Kandidaten. Der neue Demokratie-Monitor zeigt zugleich einen historischen Tiefstand bei der Zufriedenheit mit dem Zustand der Demokratie.
    Demokratie-Frust

    Kommunalwahl Niedersachsen 2026: Demokratie-Frust wächst

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Lesen Sie auch...

  • Betreutes Feiern?

    Oktoberfest: Jetzt braucht sogar die Meerjungfrau einen Bikini

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Recht Aktuell

    Wahlrecht - Bundeszwang nach Artikel 37 Grundgesetz?

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Migrationspolitik

    Abschiebungen in Deutschland: 260.000 Ausreisepflichtige – der Fall Köln zeigt das Systemproblem

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Neuester Inhalt

  • Staatsfinanzkrise

    Die Kommunen und der Ritt vor die Wand

    von Dr. Marco Trips
  • Potenziale erkennen

    So meistern Kommunen den demografischen Wandel

    von Dorothea Walchshäusl
  • Katastrophenschutz

    Warntag 2026: Was neu ist, welche Lehren aus den Pannen gezogen wurden

    von Gudrun Mallwitz

Schlagwörter

  • Arbeiten im Öffentlichen Dienst

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp