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  3. Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst? Nein!
Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst
© Fotolia: FotolEdhar

Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst? Nein!

13. Februar 2019
Der Öffentliche Dienst steht kurz vor dem Kollaps! In den nächsten 15 Jahren gehen 1,5 Millionen Beschäftigte in Rente - und es fehlt Nachwuchs. Um kluge Köpfe zu gewinnen, startet der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz eine Fachkräfteoffensive!

Es wird immer schiweriger, geeignetes Personal zu finden!

Denn mittlerweile fehlen in allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes qualifizierte Mitarbeiter. Insbesondere in der Kita, im Bau- oder Sozialamt wird dieser Mangel deutlich. Doch: Für den Öffentlichen Dienst wird es immer schwerer, mit den guten Gehältern der der freien Wirtschaft mitzuhalten. Das liegt unter anderem auch an den engen Vorgaben des Rechnungshofes.

Mit den richtigen Argumenten gegen den Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst

Der Öffentliche Dienst hat vielerorts ein schlechtes Image. Bei vielen jüngeren Menschen gilt er als starr, unflexibel und unterbezahlt. "Aber dass die Kommunen tatsächlich über 100 verschiedene, abwechslungsreiche und innovative Jobs anbieten, ist nur den wenigsten bekannt", erklärt Karl-Heinz Frieden, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes.

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Zwar kann der Öffentliche Dienst nicht mit sehr hohen Gehältern punkten. Doch: "Geld und Erfolg haben für viele der Jüngeren einen weniger großen Stellenwert. Sie suchen vielmehr eine sinnstiftende Aufgabe im Beruf. Gerade da bietet der gemeinwohlorientierte öffentliche Dienst in unseren Städten und Gemeinden ein riesiges Potential", erklärt Frieden. Und auch die Möglichkeit zur Gleitzeit sowie familienfreundliche Strukturen sind Pluspunkte für den Öffentlichen Dienst.

Deshalb plädiert der Gemeinde- und Städtebund Rheinland Pfalz dafür, die Vorteile viel deutlicher zu kommunizieren. "Ein Stand für den Öffentlichen Dienst auf den großen Bewerber- und Jobmessen muss genauso selbstverständlich werden wie Schulbesuche, um die Arbeit bei der Stadt vorzustellen. Insbesondere digitale Ausschreibungsmöglichkeiten bieten eine Chance, die es zu nutzen gibt", weiß Frieden.

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Eine weitere Lösung für den Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst...

sieht der Verband in einem landesweiten Informations- und Jobportal. Dieses soll bald öffentlich gemacht werden und die Jobs im Öffentlichen Dienst prominenter hervorheben. Gleichzeitig soll das Portal aber auch für das Marketing genutzt werden. Jobbeschreibungen sollen mit bunten Icons auf die unterschiedlichen Tätigkeiten aufmerksam machen.

Mit Bewerbungstipps, Gehaltsrechner und Informationen rund um Studium und Ausbildung sollen die Menschen auf das Portal gelockt werden. Ein großer Vorteil für die Städte und Gemeinden: Sie können auf der Homepage einen Messestand und Werbematerial buchen.

Doch: Der Öffentliche Dienst sollte nicht genau so bleiben, wie er ist!

Die Bürger hegen immer größere Erwartungen an den Öffentlichen Dienst. So wollen sie neben digitalen Angeboten auch verlängerte Öffnungszeiten oder mehr Eheschließungen am Wochenende. Damit der Öffentliche Dienst diesen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig arbeitgeberfreundlich bleibt,  plädiert der Städte- und Gemeindebund dafür, dass Verwaltungsmitarbeiter früher gehen und die Fallbearbeitung später am Abend erledigen können. Dafür müssten die Arbeitszeiten jedoch gesetzlich anders geregelt werden.

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst scheint aber auch ein anderes Thema sehr wichtig zu sein. Nämlich der richtige Umgang mit Mitarbeitern. So wünscht sich der Verband mehr Wertschätzung, Anerkennungskultur, Fortbildungs- sowie Aufstiegsmöglichkeiten - damit sich endlich mehr junge Menschen für den Öffentlichen Dienst entscheiden!

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  • Arbeiten im Öffentlichen Dienst

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