Girls Day/ Boys Day gegen Fachkräftemangel
Girls Day

Mit dem Boys/Girls Day gegen den Fachkräftemangel!

Di, 05.02.2019

Einmal im Jahr findet der sogenannte Girls’ Day beziehungsweise Boys’ Day statt. Wieso er für Kommunen und kommunale Unternehmen eine unheimlich große Chance ist, verrät die Pressesprecherin des Aktionstages

Am 28. März ist es wieder soweit! Der Girls’ & Boys’ Day steht vor der Tür.

Der Aktionstag hilft Mädchen dabei, Berufe kennenzulernen – die sonst überwiegend von Männern ausgeführt werden. Also beispielsweise bei der Feuerwehr, der Müllentsorgung oder den Stadtwerken.

Jungs hingegen können Berufe austesten – die sonst überwiegend Frauen ausführen. Also beispielsweise in der Kita, dem Krankenhaus oder der Verwaltung.

 

Was bringt der Girls’ Day/ Boys’ Day?

 

Kommunen und Unternehmen können am 28. März ihre Türen öffnen für Jungs und Mädchen. Schüler ab der 5. Klasse können potentiellen Arbeitgebern einen Besuch abstatten und mehr über die angebotenen Berufe erfahren und einen Tag miterleben. Für diesen Tag werden sie von der Schule freigestellt.

Girls’ Day für Unternehmen
Eine Befragung zeigt erste Ergebnisse

 

In den meisten Fällen erfahren die Jugendlichen über die Schule von den Aktionstagen. „Die Schulen handhaben das ganz unterschiedlich. In einigen ist es verpflichtend in bestimmten Klassenstufen am Girls’Day und Boys’Day teilzunehmen, andere Schulen stellen es den Schülerinnen und  Schülern frei und einige wenige erteilen leider gar keine Schulfreistellung für diesen Tag“, erklärt Jennifer Reker, die die Öffentlichkeitsarbeit des Aktionstages koordiniert. Interessierte können sich über die Homepage darüber informieren, welche Unternehmen in der Nähe den Girls’ Day/ Boys’ Day anbieten.

In Großstädten ist das Angebot an Unternehmen und Einrichtungen, die sich am Girls’ Day/ Boys’ Day beteiligen, größer. Doch Reker will auch ländliche Regionen dazu ermutigen, mitzumachen. „Der Girls’ Day / Boys’ Day ist eine einmalige Möglichkeit, an junge Menschen heranzutreten. Kommunen und Unternehmen können einen ersten Einblick in Berufe geben und mit ihren Benefits werben. Etwa mit Gleitzeit, Flexibilität und familienfreundlichen Strukturen. An diesem Tag können Rollen-Klischees aufgebrochen werden.

Und, die Unternehmen und Kommunen können sich so als möglicher Arbeitgeber bei Jugendlichen präsentieren, die sie sonst nicht so leicht erreichen“, sagt Reker.

  • In Krefeld wird der Aktionstag beispielsweise von der Stadt organisiert, um mehr Mitarbeiter für die Stadtverwaltung, die Feuerwehr, das Schwimmbad sowie im handwerklichen Bereich zu gewinnen.
  • In Berlin-Mitte können Mädchen den Bezirksbürgermeister einen Tag lang bei seiner Arbeit begleiten.

Solche Aktionen sind auch in kleineren Städten möglich und wichtig. Denn im Öffentlichen Dienst fehlen momentan 185.000 Mitarbeiter. Bis zum Jahr 2030 soll sich die Zahl sogar auf 816.000 erhöhen!

Langfristig gesehen könnte der Aktionstag helfen, den Fachkräftemangel zu senken: Daten zeigen, dass 65 Prozent der Unternehmen ehemalige Teilnehmerinnen eingestellt haben. 44 Prozent haben Nachfragen nach Praktikumsplätzen erhalten und 42 Prozent Nachfragen nach Ausbildungs- und Studienplätze.

Ein Fünftel der Einrichtungen und Unternehmen haben nach dem Boys Day Bewerbungen auf Praktikumsplätze erhalten.

 

 

Tipps für einen erfolgreichen Boys’ Day/ Girls’ Day

 

Rekers Ratschlag an Unternehmen: Die Schülerinnen und Schüler nicht mit langen Vorträgen langweilen. Sondern sie aktiv ins Tagesgeschehen einbinden, sodass sie ständig in Bewegung sind. Dafür bieten sich je nach Branche kleine Experimente, handwerkliche Aufgaben oder die Begleitung des Angestellten an.

„Zudem würde ich immer die Schulen der Region miteinbeziehen, damit der Aktionstag auch wirklich populär wird und viele Mädchen und Jungen mitmachen“.

Insbesondere jedoch für kleine Unternehmen könnte der Girls’ Day /Boys’ Day zur Kostenfrage werden. Hier stellt sich allerdings nicht nur die Frage, welche Verluste zum jetzigen Moment entstehen, sondern welche Gewinne daraus für die Zukunft wachsen…

Eine Befragung zum Girls Day und dem Thema Fachkräftemangel
Der Girls Day kommt gut an

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