Ist die Sicherheit bei Großveranstaltungen noch gewährleistet?
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Ist die Sicherheit bei Großveranstaltungen noch gewährleistet?

Nach Chemnitz und Köthen: Großveranstaltungen in Gefahr?

Die Ereignisse von Chemnitz und Köthen haben gezeigt, dass unvorhergesehene Großereignisse, wie etwa der unerwartete Aufmarsch von Neonazis, neue Antworten braucht. Auch Sicherheitsexperten in Kommunen stellt die Frage vor große Herausforderungen. Was tun?

Unvorhergesehene Großveranstaltungen - das ist wohl der Albtraum eines jeden Verantwortlichen im Ordnungsamt - ein unvorhergesehenes Ereignis etwa, das zu einer spontanen Demonstration führt, die gar nicht geplant war. innerhalb kürzester Zeit müssen alle Krisenpläne funktionieren. Chemnitz und Köthen haben gezeigt, wie lange es im Fall des Falles dauern kann, bis die Lage wirklich unter Kontrolle ist. 

Als Konsequenz aus der Erfahrung wird nun aus den Kommunen der Wunsch laut, dass Bund und Länder den Kommunen bei Großdemonstrationen stärker helfen. Der Städte- und Gemeindebund etwa fordert unter anderem Gefährdungsanalysen, mehr Polizisten und Beratungen zu Terror-Abwehr. "Bund, Länder und Sicherheitsbehörden sind in der Pflicht, den Kommunen mit Beratungen, Fortbildungen und Kooperationen zur Seite zu stehen", fordert der Sicherheitsexperte des DStGB, Uwe Lübking, in einem Interview mit dem MDR. Er zielt vor allem darauf ab, dass es gerade in der Fläche zu wenige Polizisten gebe. 

Zudem sei Terrorismus-Abwehr keine kommunale Aufgabe. Gerade beim Städtebau müssten aber Fragen wie etwa Zufahrtssperren zu Veranstaltungsgeläden heute mitgedacht werden. Hier brauche es mehr Beratung von Bund und Ländern. 

 

Krisenmanagement bei Großveranstaltungen 

 

Gerade das Thema Öffentlichkeitsarbeit mache in einer solch unvorhergesehenen Situation vielen Vertretern gerade kleinerer Städte und Gemeinden Probleme. Wer bisher regelmässig mit der Lokalpresse zu tun hatte und sich dann erstmals internationalen Kameras gegenüber sieht, kann schon Probleme bekommen. "Nicht jede kleine Kommune kann einen Pressesprecher beschäftigen" ,so Lübking. 

 

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Ein falsches Wort, eine falsche Entscheidung, ein unvorhergesehenes Ereignis - auch Mandatsträger und Verwaltungsmitarbeiter kann so etwas völlig überraschend und sehr schnell erwischen. Oft wird die Krise zur Katastrophe, weil die Betroffenen den Medien nicht schnell genug in der richtigen Form die richtigen Informationen und Auskünfte geben können. Kommunikationsfehler sind in solchen Situationen der absolute Super-Gau. 

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