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© MAK/fotolia.com

Interessengemeinschaft fordert rechtssichere Ausschreibungen

12. November 2014
Um auch langfristig die Entsorgung selbsttragend - ohne Mehrkosten für die Bürger der Kommunen - sicherstellen zu können, haben sich mehrere Alttextilienverwerter zusammengetan. Sie kämpfen für die Entwicklung eines einheitlichen Standards zur Erfassung, Sortierung und Verwertung von Alttextilien und für einheitliche und rechtssichere Ausschreibungen.

Die nachhaltige Nutzung von Textilien und die damit verbundene hochwertige Erfassung, Sortierung und Verwertung von Alttextilien - das sind die Ziele, die sich eine neue Interessengemeinschaft auf die Fahnen geschrieben hat. Mitglieder der Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) sind vier Unternehmen, deren tägliches Geschäft die Erfassung, Sortierung, Verwertung und Vermarktung von Alttextilien ist.

Rainer Binger, M.W. Boer Beheer BV, Nicole Kösegi, SOEX Textil- Vermarktungsgesellschaft m.b.H., Matthias Füßer, Geschäftsführer EFIBA Handelsgesellschaft mbH und Vertreter der SOEX Textil- Vermarktungsgesellschaft m.b.H. (v.l.) © Rigobert Kullmann

Die GftZ setzt sich dafür ein, kommunale Ausschreibungsverfahren einheitlicher, präziser und rechtssicher zu gestalten. Aus Sicht der Mitglieder der Interessengemeinschaft tummeln sich auf dem Alttextilienmarkt zu viele "schwarze Schafe": "Aufgrund der hohen Preise, die Alttextilien in der jüngeren Vergangenheit erzielten, sind sie ein hohes Gut geworden. Trotzdem, oder gerade deswegen, sinken die Erfassungs- und Alttextilmengen in der inländischen Verwertungspraxis: Einerseits verlieren Fachbetriebe durch illegale Sammlungen große Mengen, andererseits fehlt öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern oftmals die fachliche Grundlage, um in Ausschreibungsverfahren qualitative Anforderungen an die Verwertung von Alttexttilien aufzunehmen", sagte Nicole Kösegi von der SOEX Textilvermarktungsgesellschaft. Textil Die GftZ hat klare Ziele vor Augen: Sie fordert die Entwicklung und Implementierung eines einheitlichen Standards zur Erfassung, Sortierung und Verwertung von Alttextilien. "Dieser Standard soll als Leitfaden für Marktteilnehmer dienen, um Ausschreibungsverfahren einheitlich, präzise und rechtssicher zu gestalten", so Kösegi. Seriöse Sammler, Sortierer und Verwerter könnten so gefördert, unseriöse Anbieter abgeschreckt werden. "Die Rechtssicherheit bei den Ausschreibungsverfahren und die Transparenz der Mengenströme wären weitere wichtige Vorteile." Kösegi wies zudem darauf hin, dass Textilrecycling auch aktiver Umweltschutz sei. Allein in die Herstellung eines T-Shirts fließen mehr als 10.000 Liter Wasser. Hinzu kommen lange Transportwege, die den Kohlendioxid-Ausstoß in die Höhe treiben. "Damit die gebrauchte Kleidung und die darin gebundenen Ressourcen nicht auf Mülldeponien enden, ist es notwendig, die Abfälle der höchstmöglichen Stufe der Verwertung zuzuführen." Zu den Gründungsmitgliedern der Interessengemeinschaft gehören die Boer Group, die Jean Bilsheim Textil GmbH, die Gras & Sigloch GmbH & Co KG und die SOEX Group.

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