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  3. Klimawandel: Kommunen nutzen Forscherwissen
Der Klimawandel schreitet fort: Hitzerekorde auch in diesem Sommer
Die Temperaturen steigen. Klimaanpassungsmaßnahmen sind das Gebot der Stunde
© 23rf.com/profile_ginasanders

Klimaschutz

Klimawandel: Kommunen nutzen Forscherwissen

von Annette Lübbers
Reporterin
3. Juli 2023
In einem Modellprojekt arbeiten baden-württembergische Kommunen zusammen mit der Universität Freiburg an der Entwicklung ihrer Kompetenzen im Bereich Klimaanpassung. Hartmut Fünfgeld, Inhaber des Lehrstuhls für Geographie des Globalen Wandel, fordert im KOMMUNAL-Interview: "Die wissenschaftliche Lage ist klar und wir müssen im Bereich Anpassung jetzt schnell ins Handeln kommen." Der Professor erläutert, was Kommunen im Klimawandel tun können.

KOMMUNAL: Herr Professor Fünfgeld, seit 2018 forschen Sie mit Kommunen und Landkreisen zum Thema Anpassung an den Klimawandel. Was waren die Eckpfeiler Ihres Kompetenzentwicklungsprojektes?

Hartmut Fünfgeld: Wir wollten gemeinsam mit den Kommunen herausfinden, welche Wissenslücken es in der kommunalen Praxis gibt und wie die Kommunen dieses wesentliche Zukunftsthema weniger reaktiv, sondern systematischer und strategischer - also vorausschauender - angehen können. Generell ist es so, dass besonders Entscheidungsträger in kleineren und mittleren Kommunen sich besonders schwer damit tun, lokale Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Unser Team vom Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie der Universität Freiburg hat dabei eine transdisziplinäre Strategie verfolgt, um unsere auf langjährigen Erfahrungen beruhenden Kenntnisse in der angewandten Forschung im Bereich Klimawandelanpassung zusammen mit den teilnehmenden Kommunen weiterzuentwickeln.

Welche Kommunen haben sich beteiligt?

Bad Krozingen, Böblingen, Emmendingen, Freiburg, Kehl, Lahr, Mannheim, Rastatt, Waiblingen und Offenburg. Neben den 10 Kommunen haben die Landkreise Bodenseekreis, Enzkreis und der Landkreis Böblingen nehmen teil. Sechs dieser Kommunen und Landkreise dienten als Pilotprojekte, mit denen wir besonders eng zusammenarbeiten, alle weiteren als Netzwerkpartner.

Welche Projektphasen gab es?

In einem ersten Schritt haben wir sogenannte lokale Klimawirkungskarten auf kommunaler Ebene erstellt, die den Handlungsbedarf für lokal-spezifische Anpassung an den Klimawandel aufzeigen. Diese bildeten die Grundlage für erste Gespräche innerhalb der jeweiligen Verwaltungen zu den im lokalen oder regionalen Kontext besonders relevanten Handlungsfelder, also beispielsweise den Gesundheitssektor oder den Tourismus. Dann haben die Pilotkommunen und -landkreise im Rahmen von mehreren Arbeitsgruppensitzungen und jeweils drei größeren Planungsworkshops ein Leitbild, Strategien und konkrete Maßnahmen für Klimawandelanpassung im lokalen Kontext entwickelt. Der Projektansatz und die Zwischenergebnisse wurden in einem Experten-Workshop und in Diskussionen mit unserem Projektbeirat evaluiert und validiert. Außerdem haben wir eine Reihe von Projekt- und Netzwerktreffen sowie Praxisseminaren organisiert, um die Erkenntnisse für die kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachlich aufzubereiten und darüber hinaus weitere inhaltliche Anreize für die Entwicklung von kommunalen Kompetenzen zu liefern.

Was hat sich Ihr Team von dieser Zusammenarbeit erhofft?

Wir haben diesen Prozess angeleitet und wissenschaftlich beobachtet und begleitet, um besser zu verstehen, welche Prozessabläufe funktionieren und wie Klimawandelanpassung als Querschnittsaufgabe der Kommunen dauerhaft verankert werden kann.

Welchen Nachholbedarf sehen Sie bei deutschen Kommunen im Bereich Klimaanpassungsmaßnahmen generell?

Das ist von Kommune zu Kommune natürlich sehr unterschiedlich. Diese neue Querschnittaufgabe wird aber häufig zu fragmentarisch angegangen. Hochwassermanagement steht zum Beispiel in den meisten Kommunen bereits seit langem auf dem Plan. Wichtig ist die Erkenntnis: Kommunen sollten nicht erst dann in ein solches Management investieren, wenn es ein entsprechendes Starkregenereignis bereits gegeben hat. Vorausschauend handeln heißt in der Klimawandelanpassung, 20, 50 oder auch 70 Jahre vorauszuschauen und breitere Entwicklungslinien unter dem Einfluss des Klimawandels zu betrachten. Zudem ist es leichter, gute Konzepte zu erstellen, wenn man noch nicht von wiederkehrenden Extremsituationen getrieben wird.

Bausteine des gemeinsames Projektes von Universität und Kommunen

In welchem Bereich sehen Sie besonderen Bedarf in den Kommunen?

Großen Nachholbedarf sehe ich im Hitzeschutz. In diesem Bereich sind uns zum Beispiel die Franzosen in Längen voraus. Aber natürlich zeigt unser Projekt auch, dass gerade kleinere Kommunen Prioritäten setzen müssen und nicht alle zu erwartenden Klimawandelfolgen auf einmal angegangen werden können.

Sie sprechen sich generell für eine engere Zusammenarbeit von Kommunen und regional ansässigen Universitäten und Fachhochschulen aus. Warum?

Der erste Aspekt besteht darin, dass in vielen kleinen und mittelgroßen Kommunen das Wissen - etwa um Planungs- und Berechnungsgrundlagen sowie Bedarfsanalysen - nicht wirklich ausreichend ist. Der zweite Aspekt ist weniger gut zu greifen. Ich beobachte, dass es in manchen Kommunen und unter manchen Gemeinderäten, aber auch in Teilen der Bundespolitik, noch immer Widerstände gegen langfristig angelegte Klimaschutzanpassungsmaßnahmen gibt, auch wenn diese Widerstände mit zunehmenden Wetterextremen geringer werden. So mancher fragt sich aber anscheinend noch immer, ob die von Wissenschaftlern erstellten Klimaprojektionen auch wirklich tragfähig sind.

Dabei drängt die Zeit…

Richtig. Es fehlt die Zeit, zehn Jahre zu warten, bis wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf den Klimawandel den Weg in die Politik und in den Alltag der Menschen finden. Die wissenschaftliche Lage ist klar und wir müssen im Bereich Anpassung jetzt schnell ins Handeln kommen. Ganz selbstlos ist unser Angebot der Zusammenarbeit aber natürlich nicht. Als Wissenschaftler profitieren wir natürlich auch davon, wenn unsere Erkenntnisse schneller in der Praxis ankommen und in aktives Handeln münden. Dadurch ergeben sich auch wieder neue, interessante Forschungsfragen für uns, die wir im Praxiskontext untersuchen können.

Können Sie konkrete Beispiele für Klimawandelmaßnahmen geben, die die Kommunen unter Ihrer Anleitung entwickelt haben?

Dazu gehörten Maßnahmen wie öffentlich nutzbare Grün- und Erholungsflächen zur klimatischen Entlastung sichern und entwickeln, der Ausbau von natürlichen und künstlichen Verschattungsmöglichkeiten, etwa Sonnensegel, Markisen, Bäume in der Innenstadt sowie die Schaffung von Ruhe- und Aufenthaltsräumen mit Begrünung oder auch Beschattungen als Anpassungsmaßnahme an Hitze im Stadtgebiet.

Inwieweit sind Ihre Erkenntnisse auf andere Kommunen in anderen Regionen anwendbar?

Zu beachten sind natürlich die biophysikalischen Bedingungen und Klimawandelwirkungen, die in Norddeutschland natürlich andere sind als bei uns in Baden-Württemberg. Spezielle Kimasteckbriefe oder auch die lokalen und regionalen Daten sind natürlich ebenfalls nicht übertragbar, wohl aber unsere LoKlim-Ergebnisse zu Planungs- und Entscheidungsprozessen, die durchaus Modellcharakter haben können. Solche Modelle wollen wir gerne bundesweit Kommunen in Form eines praxisorientierten Leitfadens zur Verfügung stellen.

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Fotocredits: LoKlim, Universität Freiburg 2022
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