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  3. Mobbing: Ausgrenzung erkennen und handeln
Ausgrenzung am Arbeitsplatz (Symbolbild weiße Spielfiguren und eine rote)
Es gibt unterschiedliche Formen von Mobbing.
© Adobe Stock

Tipps

Mobbing: Ausgrenzung erkennen und handeln

von Silke Böttcher
Freie Journalistin
16. Mai 2026
Eine neue Kollegin wird bei der Mittagspause übergangen, erhält kaum Unterstützung und fühlt sich zunehmend isoliert. Was zunächst harmlos wirkt, kann sich schnell verfestigen. Experten sprechen hier einer Vorstufe oder Form von Mobbing. Die Journalistin und Coach, Silke Böttcher, gibt kompakt Tipps.

Aus den Augenwinkeln sieht die Kollegin – nennen wir sie Frau Meier –, dass die anderen Mitglieder ihrer Abteilung den Raum verlassen. Es ist Mittagszeit, aber niemand hat Frau Meier gefragt, ob sie in die Kantine mitkommen möchte. Überhaupt fühlt sie sich isoliert. Sie ist noch nicht lange bei der Behörde beschäftigt und hat viele Fragen. Klare Antworten bekommt sie kaum, und wenn sie um Unterstützung bittet, vertrösten die Kollegen sie mit „vielleicht später“.

Das, was Frau Meier erlebt, ist Ausgrenzung. Experten zufolge ist das eine Form des Mobbings, wobei die Übergänge fließend sind: Während Ausgrenzung sowohl bewusst als auch unbewusst passieren kann, ist Mobbing systematisch und verläuft in der Regel über einen längeren Zeitraum.

Woran erkennt man Ausgrenzung?

Die Anzeichen sind meist eher subtil. Beispiele: Ein Kollege wird nicht mit zur Mittagspause genommen und wenn sich das Team abends mal zum Bier trifft, wird er auch nicht gefragt. Oder er wird ausgeschlossen, wenn sich die anderen unterhalten. Abschätzige Bemerkungen oder gehässige Witze, abweisende Antworten auf Fragen oder Bitten, das Verbreiten von Gerüchten, Ignorieren bei Konferenzen, Sabotieren von Arbeitsmaterialien oder das Vorenthalten wichtiger Informationen gehören ebenfalls dazu.

Folgen für die Betroffenen

Für Menschen, die von den Kollegen so behandelt werden, ist das eine große Belastung – und das hat Folgen: Ihr Selbstwertgefühl sinkt, was sich auf ihre Leistung auswirkt. Gesundheitliche Probleme sind nicht selten, langfristig erhöht sich sogar das Risiko, später an einer Depression zu erkranken. Studien zeigen, dass selbst die Familien der Betroffenen unter der Behandlung leiden. Weil viele Menschen in so einem Fall die Schuld bei sich selbst suchen und nicht darüber sprechen, bleibt die Ausgrenzung zudem meist lange unentdeckt.

Folgen für die Behörde

Für Unternehmen und Behörden sind Ausgrenzung und Mobbing ein ernstes Problem, denn auf lange Sicht leidet das Betriebsklima, die Zahl der Fehltage steigt und die Leistung nimmt ab. Schon deshalb sollte es im Interesse von Teamchefs und Abteilungsleitern sein, aktiv gegen Ausgrenzung vorzugehen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verpflichtet Arbeitgeber sogar dazu. Und: Für Täter kann Mobbing strafrechtliche Folgen haben.

Wie entsteht Ausgrenzung?

Es gibt viele Gründe, warum einzelne Kollegen abgelehnt werden. Dazu gehören

  • Neid (die anderen halten den Kollegen für scheinbar perfekt und wollen ihn von seinem vermeintlichen „hohen Ross“ herunterholen)
  • Unsicherheit (Abwertung anderer, um sich selbst aufzuwerten – vielleicht hat der Kollege einen besseren Abschluss und könnte deshalb bei einem Karrieresprung bevorzugt werden)
  • Bevorzugung durch einen Vorgesetzten (die Sorge davor, dass der Kollege Vertrauliches an den Chef weitergibt, sorgt für Distanz)
  • das Verhalten des Kollegen selbst (Schüchternheit wird häufig mit Arroganz verwechselt)
  • das Fehlen von Gemeinsamkeiten (der Kollege ist die einzige verheiratete Person/Mutter/der einzige Single oder ähnliches).

Auch Konkurrenz, stark hierarchische Strukturen und eine wenig wertschätzende Kommunikation fördern Ausgrenzung am Arbeitsplatz.

Ausgrenzung am Arbeitsplatz: Kollegen tuscheln

Was können Betroffene tun?

Hinterfragen Sie Ihr eigenes Verhalten: Überlegen Sie, warum sich die Kollegen abweisend verhalten. Vielleicht sind Sie einfach gern allein und können mit dem Smalltalk der Kollegen nichts anfangen bzw. fühlen sich dadurch überfordert? Oder Sie sind einfach so zurückhaltend, dass Sie sich in der Gruppe unwohl fühlen? Das kann von anderen so verstanden werden, dass Sie sich für etwas Besseres halten.

Wenn Sie das Gefühl haben, sich nicht gut einschätzen zu können, sprechen Sie Menschen an, die Sie gut kennen. Wie würden die Sie beschreiben? Halten sie Sie für schüchtern oder womöglich sogar für arrogant? Vielleicht finden Sie dadurch schon eine Erklärung. Wichtig: Schüchternheit ist keine Schande. Akzeptieren Sie sie und trainieren Sie ein selbstsicheres Auftreten (z.B. durch Körperhaltung, Stimmlage und Gestik, aber auch durch Herausforderungen, die Sie bewältigen.) Eventuell kann Sie ein Coach oder Mentor unterstützen. Auch wenn Ihr Verhalten als arrogant interpretiert werden kann, sollten Sie etwas dagegen tun – häufig ist Arroganz ein Zeichen von Unsicherheit.

Vermeiden Sie den Rückzug. Das ist schwer, aber hilfreich. Leisten Sie weiter gute Arbeit, setzen Sie sich fürs Team ein, unterstützen Sie die Kollegen, zeigen Sie Wertschätzung für die anderen und signalisieren Sie ihnen, dass Sie offen sind für Gespräche. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich den anderen „aufdrängen“ sollten. Hier ist Fingerspitzengefühl wichtig. Vielleicht können Sie sich einfach mal anschließen, wenn die anderen zum Mittagessen gehen.

Was tun, wenn Sie Ausgrenzung einer anderen Person wahrnehmen?

Ganz wichtig: Beteiligen Sie sich nicht daran und bleiben Sie allen gegenüber freundlich und wertschätzend. Sprechen Sie unter vier Augen mit dem Betroffenen und suchen Sie auch das Gespräch mit den anderen Kollegen in der Abteilung. Falls sich nichts ändert, sollten Sie den Vorgesetzten mit einbeziehen.

Aber was ist, wenn der Chef oder die Chefin selbst ausgrenzt? In diesem Fall sollten Sie mit der nächsthöheren Führungskraft sprechen.

Übrigens ist es auch für Vorgesetzte hilfreich, immer mal zu überprüfen, ob sie womöglich selbst (unbeabsichtigt) Mitglieder der Abteilung ausgrenzen.

Das können Führungskräfte tun

Warten Sie nicht darauf, von den Betroffenen oder anderen Mitgliedern der Abteilung auf eine mögliche Ausgrenzung angesprochen zu werden. Sondern behalten Sie selbst die Stimmung innerhalb des Teams im Blick: Steht ein Kollege immer etwas abseits? Gibt es abschätzende Blicke oder abwertende Bemerkungen? Beobachten Sie dieses Verhalten für einige Zeit und überprüfen Sie dann, ob es weiterhin anhält. Falls das der Fall ist, sollten Sie mit dem betroffenen Mitarbeiter (vertraulich) sprechen und gemeinsam überlegen, was Sie für ihn tun können. Anschließend ist ein Gespräch mit der gesamten Abteilung hilfreich, bei dem es um die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit geht und Sie betonen, dass die Ausgrenzung Einzelner nicht erwünscht ist. Machen Sie den Mitarbeitern gegebenenfalls klar, dass Mobbing sogar strafrechtliche Folgen haben kann.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich in diesem Gespräch alle Mitglieder der Abteilung äußern dürfen, allerdings sollte das Gespräch sachlich bleiben. Übernehmen Sie die Moderation, um das sicherzustellen.

Sollte beispielsweise herauskommen, dass der Kollege von den anderen für arrogant gehalten wird, haken Sie nach: Wie äußert sich das, was empfinden sie an dem Verhalten als arrogant? Meist klärt sich dadurch, wo das eigentliche Problem liegt. Anschließend können Sie gemeinsam nach Lösungen suchen.

Eine Möglichkeit, aktiv gegenzusteuern, ist beispielsweise ein Workshop über gewaltfreie Kommunikation oder generell wertschätzende Kommunikation  für die gesamte Abteilung.

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