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  1. Praxis
  2. Arbeiten im Öffentlichen Dienst
  3. Dem Öffentlichen Dienst fehlen 185.000 Mitarbeiter

Dem Öffentlichen Dienst fehlen 185.000 Mitarbeiter

von Rebecca Piron
Stellvertretende Chefredakteurin | KOMMUNAL
4. Januar 2018
Derzeit fehlen im Öffentlichen Dienst 185.000 Mitarbeiter. Besonders stark betroffen sind dabei die Kommunen. Der Trend wird sich bereits in den nächsten 15 Jahren massiv verschärfen. Davor warnt der dbb beamtenbund und tarifunion.

"Uns fehlen Leute an allen Ecken und Enden", sagt der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach. "Wegen seit Jahren fehlenden Neueinstellungen steigt der Altersdurchschnitt des Personals immer weiter. Alleine in den nächsten 15 Jahren werden etwa 1,5 Millionen Kollegen altersbedingt ausscheiden." Der dbb rechnet deshalb in 15 Jahren mit einer Personallücke von mehreren hunderttausend Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

Wo fehlt das meiste Personal im Öffentlichen Dienst?

Zur Zeit betreffen die Personallücken besonders den Erziehungs- und Bildungssektor. Damit fehlt das meiste Personal in den Ländern und besonders den Kommunen. Herausforderungen der Inklusion und Migration sorgen hier laut dbb für einen höheren Personalbedarf. Alleine 130.000 weitere Erzieher und 32.000 zusätzliche Lehrer würden benötigt. Dazu kommen 8.500 fehlende Polizeikräfte, 3.000 offene Stellen in der Justiz und 4.000 Feuerwehrleute. Weitere Mitarbeiter fehlen in der allgemeinen Verwaltung und den Jobcentern.

Die Zahlen stammen von den Mitgliedsgewerkschaften des dbb. Sie zeigen sowohl offene Stellen als auch den tatsächlichen Personalmangel im Arbeitsalltag im Öffentlichen Dienst. In einem Interview mit KOMMUNAL hatte sich Silberbach bereits besorgt gezeigt. Der Öffentliche Dienst müsse endlich attraktivere Beschäftigungsmodelle anbieten, die eine bessere Work-Life-Balance ermöglichten. Nur so könne er als Arbeitgeber neben der Privatwirtschaft bestehen.

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