Audi-Bußgeld des Diesel - Skandals soll für ÖPNV genutzt werden
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Die Ticketeinnahmen decken nicht die Kosten von Bus und Bahn

Dieselskandal: Städte wollen Audi-Bußgeld für ÖPNV nutzen

Fr, 02.11.2018

Nünberg und Ingolstdat wollen einen Teil der 800 Millionen Euro haben, die der Autohersteller Audi für die Manipulationen von Diesel-Motoren zahlen muss - um damit den ÖPNV auszubaun.

Dieselskandal: Wegen manipulierter Dieselmotoren soll der Autohersteller Audi 800 Millionen Euro Strafe zahlen. Nun wollen die Grünen in Ingolstadt einen Teil des Bußgeldes abbekommen, um den ÖPNV vor Ort auszubauen.

 

Die Geldbuße setzt sich aus einer Ahndung von 5 Millionen Euro und einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 795 Millionen Euro zusammen.
 

Dieselskandal: Bußgeld für den ÖPNV nutzen

 

Vorbild für den Vorschlag ist Nürnberg. Dort hat der Stadtrat bereits beschlossen, dass 150 Millionen Euro vom Audi-Bußgeld beim Freistaat eingefordert werden und für den Ausbau des ÖPNV in Nürnberg genutzt werden. Das berichtete die Ingolstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Petra Kleine.

 

Oberbürgermeister ist bereits tätig gworden

Die Politikerin hat in ihrer Stadt nun den gleichen Antrag gestellt und den Oberbürgermeister Christian Lösel dazu aufgefordert, sich an die Staatsregierung zu wenden. So solle ein Teil des Audi-Bußgeldes in neue Mobilität sowie den Ausbau des ÖPNV verwendet werden. "OB Lösel sah es ähnlich und ist bereits tätig geworden", so Kleine. Nun soll der gewählte Abgeordnete Alfred Grob (CSU) sich kundig machen. Auch Finanzreferent Franz Fleckinger wird aktiv und nimmt Kontakt mit den übergeordneten Regierungsbehörden auf.

Schaut man sich die Finanzen der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft an, wird schnell klar, dass diese das Geld dringend gebrauchen könnte. Denn das jährliche Defizit der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft beläuft sich auf 12 Millionen Euro.

 

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