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Digitalisierungs- Probleme: die verheerende Bilanz einer Modellkommune

Digitalisierungs- Probleme: Eine Modellkommune zieht Bilanz

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
2. Januar 2018
Ein Modellprojekt in einer mittelgroßen Kommune in NRW zeigt: Die Digitalisierung kostet zunächst viel Geld und benötigt jede Menge Know-How. Ein Bürgermeister zieht Bilanz.

Ibbenbühren ist eine beschauliche, ländliche Stadt am Rande zwischen NRW und Niedersachsen in der Region Tecklenburger Land. Rund 50.000 Menschen sind in den 9 Stadttteilen der Bergbaustadt im Kreis Steinfurt zu Hause. Eine Region, wie gemacht für eine Modellstadt. Und das ist Ibbenbühren auch - und zwar in Sachen Digitalisierung. Es war im Jahr 2014, als Ibbenbühren als eine von acht Modellkommunen für E-Government ausgesucht wurde. Ziel des Pilotvorhabens: Die Potenziale von E-Government auf kommunaler Ebene nutzen. Nach 3 Jahren zieht der Bürgermeister der Stadt, Marc Schrameyer, nun eine erste Bilanz. Sein Ergebnis ist jedoch alles andere als ermutigend.

Es gibt massive Digitalisierungs - Probleme in den Kommunen

Auf dem Weg zur Digitalisierung kommen auf kommunale Verwaltungen große Probleme zu. So lässt sich das Fazit des Bürgermeisters zusammenfassen. "Schon Ibbenbühren als mittelgroße Stadt stößt bei dem Vorhaben schnell an seine Grenzen", so Schrameyer im WDR. Es fehle vor allem an Geld und Personal. Und er wird noch deutlicher: "Die Digitalisierung droht zu scheitern".

+++ Sehen Sie auch unser Video: Wie sieht die Digitale Verwaltung der Zukunft aus? +++ 

Digitalisierungs- Probleme wegen fehlender Koordination

Auf 790 Verwaltungsstellen kämen in Ibbenbühren nur acht EDV-Mitarbeiter, so Schrameyer. Zudem gebe es keine konkreten Handlungsanweisungen. Jede Kommune probiere eigene Wege aus. Vor allem aber herrsche weiterhin keine Rechtssicherheit: "Unklar ist etwa, wie Bescheide rechtssicher dem Bürger zugestellt werden können. Ohne solche Vorgaben droht die Digitalisierung grandios zu scheitern", fürchtet der Bürgermeister. Schrameyer will seine Aussagen jedoch nur als Zwischenbericht verstanden wissen. Das Modellprojekt ist noch nicht abgeschlossen.

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