Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

IMMER INFORMIERT BLEIBEN!

Jetzt unsere redaktionellen Newsletter abonnieren und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.

Mehr erfahren
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • Bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Panorama
  2. Tourismus
  3. Geheimtipps: Wie kleine Orte Gäste anziehen
Landschaft
Auch in scheinbar unauffälligen ländlichen Regionen können auf Touristen spannende Entdeckungen warten.
© 123rf.com

Tipps für Kommunen

Geheimtipps: Wie kleine Orte Gäste anziehen

von Dorothea Walchshäusl
Reporterin | KOMMUNAL
17. März 2026
Keine Berge, keine Sehenswürdigkeiten – und trotzdem voller Gäste? Viele kleine Kommunen zeigen, wie das geht: mit ungewöhnlichen Ideen, starken Geschichten und guter Zusammenarbeit. Ob Eselwanderung, Krimi-Ort oder Workation im Dorf – wer Mut zur Nische hat und seine Stärken kreativ inszeniert, kann auch abseits der Touristenströme punkten.

Es braucht nicht zwingend die idyllische Alpenkulisse, die malerische Seenlandschaft oder das imposante Wahrzeichen. Auch Regionen ohne von Weitem sichtbares Alleinstellungsmerkmal und jenseits der Hauptrouten können als touristische Ziele interessant sein - vorausgesetzt, sie setzen sich entsprechend klug in Szene und entwickeln eine interessante und tragfähige Strategie. Wir haben uns verschiedene Ansätze angesehen, die erfolgreich sein können - darunter ein erst jüngst ausgezeichnetes Modell in Haßberge.

Nischen für mehr Tourismus besetzen

Spezialisierung kann sich lohnen. Statt zu versuchen, alles für jeden zu bieten, setzen einige Kommunen erfolgreich auf ein spezielles Thema und ziehen damit ein großes Publikum an. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist der kleine Ort Wacken, der längst als Heavy Metal Hochburg zur Marke geworden ist. Aber auch weniger laute Inhalte können großen Output haben, ob es sich nun um die Spezialisierung auf „Eselwanderungen“ oder alte Obstsorten handelt. Ein weiterer Ansatz: Wurde im Ort ein bekannter Film gedreht, können entsprechend touristische Angebote entwickelt werden - etwa wie in Hillesheim, das sich konsequent als Schauplatz für Eifelkrimis inszeniert und verschiedene Begleittouren und -aktionen anbietet.

Ländliche Ruhe statt städtische Hektik bewerben

Gerade für gestresste Großstädter sind Kommunen auf dem Land ein attraktiver Ort, um dort Kraft zu tanken und in Ruhe zu arbeiten. In Zeiten von Remote-Work und Home-Office bietet das große Chancen für ländliche Kommunen. So kann es Sinn machen, gezielte Coworking-Spaces in alten Scheunen oder Dorfzentren aufzubauen und diese entsprechend als „Workation-Pakete“ zu vermarkten. In Prignitz hat man damit großen Erfolg.

Interkommunal zusammenarbeiten

Kleine Gemeinden allein haben oft zu wenig Budget für Marketing. Eine gute Lösung kann hier der Zusammenschluss mit anderen Kommunen sein, um gemeinsam touristische Angebote zu bestimmen Themen zu entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist die Deutsche Spielzeugstraße, eine rund 300 Kilometer lange Ferienstraße, die durch die traditionellen Spielzeugregionen in Franken und Thüringen führt und auch etliche kleine Kommunen beinhaltet.

Geschichten über die Region erzählen 

Oft fehlt es nicht an Attraktionen in Regionen, sondern an der entsprechenden Inszenierung. Ein Schlüssel dabei kann es sein, um die verschiedenen Anlaufpunkte herum Geschichten zu erzählen, etwa mithilfe digitaler Schatzsuchen, der Aufwertung bestehender Wanderwege durch Audio-Guides per QR-Code oder durch die Einrichtung von sogenannten „Insta-Points“. Wie das gelingen kann, kann man in Haßberge beobachten.

Erfolgreiche Tourismus-Strategie in Haßberge

Die Haßberge liegen im Norden Bayerns und die beteiligten Landkreise liegen größenteils im Regierungsbezirk Unterfranken. Deutlich jenseits der Hauptrouten und Hauptattraktionen und hat es dennoch geschafft, die Besonderheiten und charakteristischen Merkmale der Region attraktiv zu vermarkten. Wie Susanne Volkheimer, die Geschäftsführerin der Haßberge Tourismus e.V. im Naturpark Haßberge erzählt, wird dort seit den 2010er Jahren ein gezieltes Lebensraumkonzept verfolgt. Der Grund: „Der Tourismus im ländlichen Raum wurde als wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor erkannt, dessen positive Effekte über Gästezahlen hinausgehen und auch Handel, Gastronomie, regionale Produzenten und Arbeitsplätze stärken können“, so Volkheimer.

Verträglicher Tourismus in Einklang mit Bevölkerung

Seit 2016/2017 steht im Zentrum der Tourismus-Strategie der Lebensraum. Dabei ist es laut der Geschäftsführerin das Ziel, „einen verträglichen Tourismus im Einklang mit der Bevölkerung und den natürlichen Ressourcen zu gestalten“ und hochwertige freizeit-touristische Angebote zu schaffen, die an erster Stelle der eigenen Bevölkerung zugutekommen und darüber hinaus auch für Gäste attraktiv sind.

Radrouten
Einige der neu konzipierten Rad-Routen in Haßberge

Preisgekröntes (E-)Radtourismus-Konzept

Wie man diesen Ansatz in Haßberge konkret umsetzt, verdeutlicht das neu gestaltete Radtourismus-Konzept, das gerade erst mit dem Goldenen Pedal des ADFC Bayern als „Bestes Radtourismus Gesamtkonzept 2025“ ausgezeichnet worden ist. Innerhalb von drei Jahren wurde in der Region das komplette Radtourenangebot überarbeitet und aufbereitet. Das Ergebnis: 23 neue Thementouren, die von 10 zentralen Orten ausgehend die gesamte Urlaubsregion in Rundtouren kleeblattförmig erschließen. Jede Tour fokussiert dabei ein für die Haßberge typisches Thema: von Burgen und Schlössern, Weinbau und Biervielfalt, über Fachwerk und Naturausstattung bis hin zur ehemaligen Innerdeutschen Grenze. Ergänzend gibt es einen Entdecker-Guide, der die Radfahrer unterwegs begleitet und spannende Hintergrundinformationen und witziges Sidestories zum jeweiligen Thema der Tour direkt aufs Smartphone liefert. 109 Stationen liefern Bilder, Videos und Texte zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Touren und bieten auf diese Weise ein mehr oder weniger vollständiges Lexikon der natur- und kulturgeschichtlichen Schätzte der Region. Wer alle Stationen einer Tour einsammelt, kann sich schließlich in der Tourist-Information in Hofheim ein kleines Präsent abholen.

Erneuerung der Infrastruktur

Neben der Entwicklung des neuen Netzplans wurden mit dem Projekt außerdem gut 600 Radwegweiser und 97 dreiteilige Informationstafeln erneuert, über 1.800 Routenlogos zur Markierung der Touren verbaut und 15 Rad-Service-Stationen aufgestellt. Die Finanzierung des Projektes übernahmen die 56 beteiligten Kommunen aus 7 Landkreisen in Bayern und Thüringen. Gefördert wurde das Projekt durch LEADER-Mittel, einem Förderprogramm der EU zur Stärkung des Ländlichen Raumes. Projektpartner waren unter anderem das Tiefbauamt des Landkreises sowie die Bauhöfe der Kommunen.

Netzwerkarbeit ist das A und O

Dass Projekte wie das Radtourismus-Konzept in Haßberge derart erfolgreich sind, liegt laut der Tourismus-Expertin maßgeblich an der intensiven Zusammenarbeit und engen Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten. So gibt es ein großes Netzwerk aus Gastgebern, der Gastronomie, der örtlichen Tourist Informationen, den Direktvermarktern wie Winzern, Brauern, Landwirten, kommunalen Vertretern, den Wirtschaftsförderungen, dem Naturpark sowie den überregionalen Partnern und sind die Aufgaben klar verteilt. Während die Haßberge Tourismus e. V. Strategie, Produktentwicklung und Vermarktung koordiniert, sorgen die beteiligten Landkreise und Kommunen für die politische und organisatorische Rahmensetzung. „Wir übernehmen mit den Landkreisen, den Kommunen und bspw. dem Naturpark die Infrastruktur- und Angebotsentwicklung, während unsere Gastgeber die konkreten Erlebnisse liefern“, sagt Volkheimer. Die Werbung über die Region hinaus würde durch Partner wie der Franken Tourismus e.V. und der Bayern Tourismus Marketing GmbH mit gezielten nationalen und internationalen Maßnahmen garantiert.

Marktentwicklungen im Blick behalten

Damit das Lebensraumkonzept konstant trägt, ist es wichtig, die aktuellen Marktentwicklungen im Blick zu behalten. So würden aktuelle Reiseanalysen etwa zeigen, dass Gäste im Urlaub vor allem Erholung suchen, Sicherheit einen hohen Stellenwert einnimmt und naturnahe, gesundheitsfördernde Angebote zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Profil, Kooperation und Qualität

In Haßberge hat man in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gemerkt, dass Aufmerksamkeit nicht mehr automatisch durch Lage oder Größe entsteht, sondern „durch Profil, Kooperation und Qualität“. Ihrer Erfahrung nach bewährt es sich, wenn Kommunen jenseits der Hauptrouten ihr Alleinstellungsmerkmal klar definieren, sich in bestehende Netzwerke einbinden, Gesamterlebnisse statt Einzelattraktionen entwickeln und vermarkten und digitale Sichtbarkeit ernst nehmen. Authentisch sein - das ist aus Sicht von Volkheimer der Schlüssel, wenn es darum geht, eine glaubwürdige touristische Entwicklung anzustoßen. Das heißt auch: statt auf spektakuläre, aber isolierte Großprojekte zu setzen, macht es mehr Sinn, eine Region kontinuierlich touristisch zu entwickeln und zu vermarkten. All das aber funktioniert nur, wenn man auf ein stabiles Netzwerk setzen kann. So sagt die Geschäftsführerin: „Freizeit- und Tourismusentwicklung gelingen nur im Zusammenspiel von Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft, Ehrenamt und Bürgerschaft. Vertrauen, Verlässlichkeit und ein kontinuierlicher Austausch sind die eigentlichen Träger nachhaltiger Entwicklung.“

Tourismus: Bergwanderer

Wie Tourismus-Orte sich neu erfinden

Wie ein ehemaliger Wintersportort sich neu ausrichtet – und wie Kommunen Touristen für sich gewinnen können. Unsere Beispiele reichen vom Rufbussystem bis zum kindgerechten Marketing.
MEHR

Tourismus Meer Strand Deutschland Sylt

Die Tourismus-Hochburgen in Deutschland

Urlaub in Deutschland ist beliebt wie nie. Doch welche Kommunen profitieren davon am meisten? Ein Ranking unter 900 Kommunen
MEHR

Paar beim Spaziergang vor Fachwerkhäusern in Celle

Nachhaltiger Tourismus: So punkten Kommunen

Wie Kommunen sich als nachhaltige Tourismus-Orte profilieren können – und wie davon nicht nur die Umwelt, sondern auch die lokale Wirtschaft profitieren kann.
MEHR
Fotocredits: Haßberge
Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Dorothea Walchshäusl

  • Hund
    Tierschutz

    Wie Kommunen Tierheime unterstützen

    von Dorothea Walchshäusl
  • Biberschäden: Zwei Biber nagen an Baumstamm
    Prävention und Schutz

    Das können Kommunen gegen Biberschäden tun

    von Dorothea Walchshäusl
  • Schulkinder von hinten
    Bildung vor Ort

    So steuern Kommunen ihr Bildungsangebot klug

    von Dorothea Walchshäusl

Lesen Sie auch...

  • Weihnachtsmärkte

    Weihnachtsmärkte: Glühwein kann jeder

    von Rebecca Piron
  • Tourismus

    Bettensteuer: Finanzspritze für Kommunen sorgt für Kritik

    von Benjamin Lassiwe
  • Stadtgeschichte

    Ein neues Publikum erschließen - mit der HistoryApp

    von Annette Lübbers

Neuester Inhalt

  • Kommunalwahlkampf

    Vier Wahlsieger- vier erfolgreiche Konzepte

    von Gudrun Mallwitz
  • Studie

    Immobilienpreise: Schere wird immer größer

    von Gudrun Mallwitz
  • Recht aktuell

    Wann Kommunen Gewerbesteuer zurückzahlen müssen

    von Tobias Schröter

Schlagwörter

  • Tourismus

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp