E-Fahrzeuge
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Geld für Kommunen

Förderbescheide für E-Fahrzeuge

Damit die Fahrzeugflotten elektrifiziert werden, erhalten Kommunen Fördermittel im Wert von 90 Millionen Euro.

Um die Stickstoffdioxidbelastung zu senken, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sogenannte "Zukunftschecks" an die Kommunen übergeben.

Mit 168 Förderbescheiden in Höhe von insgesamt 90 Millionen Euro sollen die Fahrzeug-Flotten elektrifiziert werden. Die Bescheide sollen den Kauf von mehr als 3800 E-Fahrzeugen möglich machen. Es sollen mehr als 3000 Pkw, mehr als 30 Busse und bis zu 400 Nutzfahrzeuge und 2000 Lademöglichkeiten finanziert werden. Zudem soll zum ersten Mal eine "E-Fähre" in Kiel gefördert werden.

E-Fahrzeuge sollen Stickstoffdioxidbelastung senken

An einer von fünf verkehrsnahen Messstationen wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten - doch die Zahlen zeigen, dass die Belastung im letzten Jahr zurückgegangen ist. Zuvor lag sie laut des Umweltbundesamtes noch bei einem doppelt so hohen Wert. Dirk Messner, der Präsident des Umweltbundesamtes erklärte dazu, dass Bund, Länder und Kommunen viel in bessere Luft investiert hätten und den Erfolg nun an den niedrigen Messwerten ablesen können.

Aber: In mindestens 19 deutschen Städten wird der zulässige Jahreswert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter weiterhin überschritten. Wenn alle Daten ausgewertet werden, könnte die Zahl aber noch auf 25 bis 30 Städte steigen, warnt der Präsident des Umweltbundesamtes.

Die Hauptursache für Stickstoffoxide in den Innenstädten ist laut dem Umweltbundesamt zufolge vor allem der Ausstoß von Diesel-Pkw.

Die höchste Grenzwert-Überschreitung gab es in München. Hier wurden 63 Mikrogramm NO2 (Stickstoffdioxid) pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel gemessen. Aber auch in Stuttgart (53 Mirkogramm), Kiel (49), Berlin (48), Hamburg (48) und Heilbronn (47) wird vergleichsweise viel Stickstoffdioxid ausgestoßen. In Stuttgart allerdings konnte ein Rückgang verzeichnet werden, denn dort wurde der Jahresmittelwert von 71 Mikrogramm auf 53 gesenkt.

Dass der Stickstoffdioxid-Austoß gesenkt wurde, liegt laut Messner an "lokalen Maßnahmen" wie Tempolimits, Fahrverboten oder den Einsatz schadstoffärmerer Busse, aber auch Software-Updates sowie der Erneuerung der Fahrzeugflotte und Wettereinflüssen.

Für den Präsidenten des Umweltbundesamtes bleibt jedoch klar: "Der beste Garant für saubere Luft in den Städten sind weniger Autos auf den Straßen.“

Auch von Njema Drammeh