Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

Messe KOMMUNAL 2026

18.–19. November in Erfurt. Kostenlos dabei sein, Lösungen entdecken und vernetzen.

Jetzt kostenlos anmelden
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • K+ bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Politik
  2. Schule
  3. Förderschulen bleiben Streitthema
Förderschulen oder inklusive Schulen? Ein Riss geht durch die Gesellschaft

Förderschulen bleiben Streitthema

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
30. Januar 2018
In Niedersachsen sollen die Kommunen künftig über die mögliche Schließung von Förderschulen entscheiden. Was auf den ersten Blick nach einer Stärkung der kommunalen Ebene klingt, entpuppt sich schnell als Kompromiss mit Pferdefuß.

Sie sind seit vielen Jahren umstritten - und die Befürworter und Gegner stehen sich meist ziemlich kompromisslos gegenüber. Befürworter und Gegner von Förderschulen. Die einen sagen: Es gibt ein Recht auf Inklusion, also sollen die Kinder mit Förderbedarf im Lernen künftig auch inklusiv in Regelschulen unterrichtet werden. Die anderen meinen: Förderschulen sind ein Schutzraum. Viele Eltern entscheiden sich bewusst für die Anmeldung an einer Förderschule.

Förderschulen: Was Eltern und andere Experten meinen

Viele Lehrer halten es grundsätzlich für sinnvoll, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten. Doch wegen der Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Inklusion sprechen sich laut einer Forsa-Umfrage 59 Prozent für den Erhalt der speziellen Förderschulen aus. So sagen 42 Prozent der Lehrer in der Umfrage - die für den Lehrerverband VBE durchgeführt wurde - dass Kinder mit Behinderung grundsätzlich besser in Förderschulen unterrichtet werden könnten. "Anspruch und Wirklichkeit scheinen bei der Inklusion also nicht in Einklang zu sein", so der VBE Vorsitzende Beckmann als Reaktion auf die Umfrage.

Elternverbände sehen ebenfalls vor allem in der Umsetzung große Probleme: so hat sich in Nordrhein-Westfalen ein Büdnis aus fünf Elternverbänden gebildet. Sie werfen (noch der alten Landesregierung) schwere Fehler bei der Umsetzung der Inklusion vor. Eltern seien verunsichert, die Kinder häufig überlastet, so das Bündnis mit dem Titel "Rettet die Inklusion". Konkret kritisieren sie, dass für Kinder mit Inklusionsbedarf die Klassen in den Regelschulen zu groß seien, Doppelbesetzungen mit gut qualifizierten Fachkräften seien die Ausnahme.

Niedersachsen legt Förderschulen in kommunale Hand

Die Diskussion um das Für und Wider der Förderschulen gibt es auch in Niedersachsen seit langem. SPD und CDU hatten darüber im Wahlkampf heftig gestritten. Die CDU wollte die Förderschulen erhalten, die SPD die Inklusion möglichst schnell umsetzen. Inzwischen regiert im Nordwesten eine Koalition aus SPD und CDU. Das Ergebnis: Die neue Landesregierung will die Antwort an die Kommunen delegieren. Der Entwurf des neuen Schulgesetzes sieht vor, dass Landkreise, Städte oder Gemeinden künftig darüber entscheiden können, ob diese Förderschulen noch mehrere Jahre laufen sollen oder nicht.

Aufschub für die Förderschulen

Der Formelkompromiss lautet: Die Förderschulen sollen langfristig abgeschafft werden, aber nicht sofort. Denn bis zum Schuljahr 2023 sollen die Kommunen noch über die Aufnahme in der Klasse 5 entscheiden können, danach nicht mehr. So erhielte der Schultyp noch einmal viele Jahre Aufschub - und die allgemeinbildenden Schulen mehr Zeit, sich auf die Aufnahme von Kindern mit Lern-Förderbedarf einzustellen. Die Opposition, allen voran die bis vor kurzem mitregierenden Grünen, lassen kein gutes Jahr an dem Kompromiss. SPD und CDU würden die Inkusion torpedieren, so die Grünen-Fraktion. Das sei eine Vollbremsung bei voller Fahrt. Ähnlich sieht es die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Es sei keine Lösung, die Umsetzung zu verzögern. So würden Doppelstrukturen geschaffen, die Personal und Geld binden. Die FDP Fraktion wettert ebenfalls - aber aus komplett anderen Gründen. Sie will die Förderschulen erhalten. so würde die Landesregierung Verantwortung abschieben, heißt es bei den Liberalen, das sei ein Verlängern des Aussterbens. Entscheide sich ein Schulträger gegen die Verlängerung einer bestehenden Förderschule, dann werde diese schließen - auch wenn die CDU im Wahlkampf versprochen hatte, die Förderschulen zu erhalten. Noch ist das neue Gesetz nicht beschlossen, die Ausschüsse werden wohl noch über diverse Details beraten müssen. So etwa über die Frage, ob die Lehrkräfte, die für die Förderschule benötigt würden, bei kommunalem Beschluss der Schließung, zusätzlich für die "Regelschulen" zur Verfügung stehen.

Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Christian Erhardt-Maciejewski

  • Die ungewöhnlichste Fraktionsgemeinschaft Deutschlands - die Podcast-Serie - warum sie unfreiwillig in eine Pause geht...
    KOMMUNAL.Perspektive

    Innenstadt retten: Was diese Stadt besser macht als andere

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Ratsmitglieder in einem Sitzungssaal, von hinten gesehen, heben die Hand zur Abstimmung.
    Kommunalwahl Niedersachsen

    AfD-Wahleinspruch in Herzberg abgelehnt: Jetzt entscheidet das Gericht

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Symbolbild: Kommunaler Müllwagen mit Wasserstofftanks auf dem Dach steht mit geöffneter Verkleidung in einer hellen Werkstatthalle, Werkzeug liegt am Boden.
    Tipps für Kommunen

    Teure Klimaprojekte: Wenn Kommunen Millionen versenken

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Lesen Sie auch...

  • Ganztagsanspruch

    Rechtsanspruch auf Ganztag: Teilweise nur für jedes zweite Kind

    von Rebecca Piron
  • Tipps

    Schulweg: Diese Ideen sorgen für mehr Sicherheit

    von KOMMUNAL
  • Bildung

    Schulen in Europa: War die Digitalisierung ein Fehler?

    von Rebecca Piron

Neuester Inhalt

  • Verwaltung 2.0

    Wie Digitalisierung flächendeckend gelingt

    von Dorothea Walchshäusl
  • Kommentar

    Aufbruch statt Schwarzmalerei

    von Franz-Reinhard Habbel
  • Kommunalfinanzen

    Bundestag ändert Finanzausgleich - die Folgen

    von Gudrun Mallwitz

Schlagwörter

  • Schule

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp